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Thema: Bildungsserver
| Ministerium für Bildung und Kultur | Bildung, Lehrerbildung, Schule

Ausbildungen zur Inklusion

Um inklusiven Unterricht in den Bildungseinrichtungen dauerhaft zu installieren, wird im Saarland die Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen an den Umsetzungsanspruch sukzessive angepasst.

Qualität schulischer Bildung sichern

Standards für die Lehrerbildung durch die Kultusministerkonferenz (KMK)

Die Kultusministerkonferenz sieht es als zentrale Aufgabe an, die Qualität schulischer Bildung zu sichern. Ein wesentliches Element zur Sicherung und Weiterentwicklung schulischer Bildung stellen die Einführung von Standards und deren Überprüfung dar. Mit den Standards für die Lehrerbildung definiert die Kultusministerkonferenz Anforderungen, die die Lehrerinnen und Lehrer erfüllen sollen:

  1. Lehrerinnen und Lehrer sind Fachleute für das Lehren und Lernen.
  2. Lehrerinnen und Lehrer sind sich bewusst, dass die Erziehungsaufgabe in der Schule eng mit dem Unterricht und dem Schulleben verknüpft ist.
  3. Lehrerinnen und Lehrer üben ihre Beurteilungs- und Beratungsaufgabe im Unterricht und bei der Vergabe von Berechtigungen für Ausbildungs- und Berufswege kompetent, gerecht und verantwortungsbewusst aus.
  4. Lehrerinnen und Lehrer entwickeln ihre Kompetenzen ständig weiter und nutzen wie in anderen Berufen auch Fort- und Weiterbildungsangebote.
  5. Lehrerinnen und Lehrer beteiligen sich an der Schulentwicklung, an der Gestaltung einer lernförderlichen Schulkultur und eines motivierenden Schulklimas.

Insbesondere im Katalog der Kompetenzbereiche Unterrichten, Erziehen, Beurteilen und Innovieren sind Aspekte inklusiver Bildung festgeschrieben.

(aus: Vereinbarung zu den Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften/Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 16.12.2004).

Staatliches Studienseminar

Eine inhaltliche Verzahnung der ersten mit der zweiten Phase der Ausbildung zum Grundschullehrer/zur Grundschullehrerin ist  in der Zusammenarbeit zwischen der Universität des Saarlandes und dem staatlichen Studienseminar für die Primarstufe sowie für Förderschulen und Inklusion verankert.

Als Ansprechpartnerin für die einzelnen Studienseminare steht eine Landesfachberaterin Inklusion zur Verfügung. Sie kann über das Studienseminar für die Primarstufe sowie Förderschulen und Inklusion kontaktiert werden.

In den Ausbildungsmodulen der verschiedenen Lehrämter werden die Kompetenzen für inklusive Unterrichtung und den Umgang mit Heterogenität berücksichtigt.

Soziale Berufe

An der HTW Saar werden im Bereich Sozialwissenschaften Studiengänge für Sozialarbeit und Sozialpädagogik angeboten. Sozialarbeit und Sozialpädagogik wirken in den Bereich der Gemeinwesenentwicklung, der Sozialplanung und der Sicherung der sozialen, kulturellen und erzieherisch/bildenden Lebensbedingungen hinein. Zum Wintersemester 2006/2007 startete an der HTW Saar der Studiengang Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit.

Es ist ein grundständiger, für professionelle Tätigkeiten im Sozial- und Bildungswesen qualifizierender Studiengang. Seine konzeptionelle Anlage geht von der Annahme und der Beobachtung aus, dass sich die Arbeits- und Handlungsfelder des Sozial- und Bildungsbereiches zunehmend weiter spezialisieren, jedoch Gemeinsamkeiten in den professionstheoretischen Grundlagen, in den Wissensbeständen und den Forschungsmethoden weiterhin Bestand haben.

Der Studiengang mit den beiden Vertiefungsrichtungen „Soziale Arbeit“ und „Pädagogik der Kindheit“ bietet die Möglichkeit, einen berufspraktisch orientierten akademischen Abschluss zu erwerben. Er greift die gestiegenen Anforderungen an die Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit mit dem Vertiefungsschwerpunkt „Pädagogik der Kindheit“ auf und leistet damit eine Perspektivenerweiterung in Theorie, Forschung und professioneller Praxis.

Unter vielen anderen Modulen sind auch „Grundlagen von Erziehung und Bildung, Hilfe und Betreuung; Soziale Ungleichheiten und Heterogenität; Kooperation und Vernetzung; Theorien, Konzepte, Didaktik und Methodik der Pädagogik der Kindheit“ als Studienschwerpunkte verankert.

Mehr dazu unter:

HTW- Studium der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit

Lehramtausbildung

Im Leitbild des Regelschullehrers, (A3: Leitbild) des neu errichteten Lehramtsstudiengangs für Primar-und Sekundarstufenlehrer (Klassenstufen 5-9) an der Universität des Saarlandes heißt es unter anderem:

„Zukünftige Regelschullehrer – wissen um die soziale, ethnische und kulturelle Heterogenität ihrer Lerngruppe. Durch Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts gleichen sie Nachteile aus und fördern Kinder mit Beeinträchtigungen ebenso wie Kinder mit besonderen Begabungen.“

„Zukünftige Regelschullehrer – verstehen die Schule als Leistungsschule, die das Selbstvertrauen der Kinder stärkt, um deren Leistungsbereitschaft zur Entfaltung zu bringen. Sie können die Leistungen von Kindern angemessen beurteilen und bewerten und ihr Urteil für eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und Förderung nutzen.“

Dies findet seine Bestätigung in der ersten Phase der Ausbildung. Umgang mit Heterogenität ist als Wahlpflichtmodul im Studiengang verankert, ist basaler Bestandteil im Bereich der Erziehungswissenschaften und wird in jedem Fach mit den zu erwerbenden Inhalten verknüpft. So ist im Primarschullehramtsstudium an der Universität des Saarlandes der Umgang mit Heterogenität grundlegendes Prinzip der 1. Phase der Ausbildung. In den anderen Lehramtsstudiengängen werden ebenfalls inklusive Studienschwerpunkte implementiert.

Die genauen Studienbedingungen können abgerufen werden unter:

Lehrer*in werden

Erzieher*innen

Die Dauer der Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik beträgt drei Jahre.

Erfolgreiche Absolvent*innen sind Staatlich anerkannte Erzieher*innen. Im Rahmen der zweijährigen fachtheoretischen Ausbildung in der Unter- und Oberstufe der Akademie lernen die angehenden Erzieher*innen sowohl fachrichtungsbezogen als auch fachrichtungsübergreifend. Im fachrichtungsbezogenen Lernbereich sind inklusive Inhalte in festen Lernfeldern installiert. Beispielhaft ist hier das Lernfeld 3: „Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern“ zu nennen.

Seit August 2019 beschreitet die saarländische Landesregierung mit einem Modellprojekt einen neuen Weg in der Erzieher*innenausbildung. Konkret wird im Saarland ab dem 01.08.2019 und dem 01.08.2020 die Förderung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen im Rahmen einer vergüteten und praxisintegrierten Ausbildung von Erzieher*innen an Fachschulen für Sozialpädagogik realisiert. Zudem wird geprüft, ob die Förderung von weiteren Plätzen möglich ist.

Fachschulen für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung sind zu finden unter:

Fachhomepage für ErzieherInnen