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Thema: Bildungsserver

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| Ministerium für Bildung und Kultur | Bildung, Kindergärten, Horte und Krippen, Schule

Schutz vor Krankheiten

Masernschutz

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen. Eine Ma­serninfektion ist keineswegs eine harmlose Krankheit. Zur Prävention stehen gut ver­trägliche hochwirksame Impfstoffe zur Verfügung, die eine langfristige Immunität her­stellen. Ziel des Masernschutzgesetzes, das zum 1. März 2020 in Kraft getreten ist und eine Impfpflicht gegen Masern vorsieht, ist es, einen besseren individuellen Schutz insbeson­dere für bestimmte Personengruppen sowie einen ausreichenden Gemeinschaftsschutz vor Maserninfektionen zu erreichen.

Erstbesuch von Gemeinschaftseinrichtungen/Neueinstellungen

Das Gesetz sieht vor, dass ab dem 1.März 2020 alle Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben sowie Kinder und Jugendliche bei Eintritt in den Kindergarten oder Schule die festgelegten Masernschutzimpfungen vorweisen müssen. Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind, wie z.B. Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal, soweit diese nach 1970 geboren sind. Auch Asylbewerber und Flüchtlinge müssen vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftseinrichtung einen Masernimpfschutz aufweisen.

Der erforderliche Nachweis kann durch einen Impfausweis, das gelbe Kinderuntersu­chungsheft, durch ein ärztliches Zeugnis über einen ausreichenden Impfschutz oder - bei bereits durchgemachter Masernerkrankung - durch ein ärztliches Attest (serologi­scher Labornachweis) erbracht werden. Der Nachweis ist gegenüber der Leitung der je­weiligen Einrichtung zu erbringen.

Übergangsregelung

Kinder, die bereits vor dem 1. März 2020 im Kindergarten, der Schule oder in anderen Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden, müssen den entsprechenden Nachweis bis zum 31. Juli 2021 vorlegen. Die Bestätigung einer zuvor besuchten Einrichtung über einen bereits vorgelegten Nachweis ist ebenfalls möglich. Gleiches gilt für die in den Ein­richtungen tätigen Personen." 

Wichtige Dokumente finden Sie hier als PDF zum Download:

Formular Ärztliche Bescheinigung (PDF, 16KB, Datei ist nicht barrierefrei)

XXX

Dokumentation für Einrichtungen/ Übermittlungsbogen an das zuständige Gesundheitsamt (PDF, 18KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:

Masernschutz

Corona

Alle Rundschreiben finden Sie hier als PDF zum Download:

Corona-Virus (SARS-CoV2, Covid-19) - Aktualisierte Informationen für Schulen vom 10. März 2020 (PDF, 114KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Elterninformation zum Corona-Virus (PDF, 164KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Rundschreiben an die Schulen vom 28. Februar 2020 (PDF, 90KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Da sich das Infektionsgeschehen dynamisch entwickelt, wird das Einholen tagesaktueller Informationen empfohlen.

Antworten des Robert-Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen

Robert-Koch-Institut Risikogebiete

Täglicher Situationsbericht des Robert-Koch-Instituts

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Robert-Koch-Institut

Auswärtiges Amt (wg. Reise- und Sicherheitswarnungen)

Coronavirus (SARS-CoV2, COVID-19) - Information für Schulen vom 10. März 2020

Seit der Versendung des Rundschreibens betreffend Coronavirus (SARS-CoV2, COVID-19) –Information für Schulen vom 28.2.2020 sind erste Fälle bestätigter Infektionen im Saarland aufgetreten. Zudem wurden von Schulen sowie teilweise auch von Eltern zahlreiche Fragen an das Ministerium für Bildung und Kultur herangetragen. Im Folgenden erhalten Sie aktualisierte Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus.,

1. Verhalten beim Verdacht auf Erkrankung ‑ Meldepflicht

Dem Infektionsschutzgesetz zufolge müssen Schulleiter/-innen den Verdacht einer Erkrankung und die Erkrankung in Bezug auf eine Infektion, die durch das Coronavirus SARS-CoV2hervorgerufen wird, namentlich dem zuständigen Gesundheitsamt melden, jedoch nur dann, wenn der Verdacht nach dem Stand der Wissenschaft begründet ist. Das Gesundheitsamt bewertet das gegebene Risiko. Es wird alle notwendigen weiteren Maßnahmen veranlassen.

Nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ist der Verdacht auf COVID-19 dann begründet, wenn bei Personen mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

  • Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere oder unspezifischen Allgemeinsymptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  • Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere UND Aufenthalt in einem Risikogebiet

Die Schulleitung informiert zudem den Schulträger sowie die Schulaufsicht. Die Meldung erfolgt ohne Angabe der Personendaten.

2. Verhalten nach Rückkehr aus einem Risikogebiet oder sonstigem Gebiet

Schülerinnen und Schüler sowie auch Lehrkräfte, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, aber nicht erkrankt sind (d.h. keine Symptome einer Erkältungskrankheit aufweisen), vermeiden unnötige Kontakte und bleiben für 14 Tage zu Hause. Die 14 Tage sind aufgrund der Inkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Beim Auftreten von akuten Symptomen sollten sie die Regeln für richtiges Husten und Niesen sowie eine gute Händehygiene beachten und, nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen.

Im Falle der Rückkehr von Schulfahrten aus Risikogebieten nimmt die Schulleitung umgehend Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt auf.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die sich in Regionen aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten sie ebenfalls – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten sie bis zur ärztlichen Entscheidung über das weitere Vorgehen unnötige Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben.

3. Kontaktpersonen

Schülerinnen und Schüler sowie auch Lehrkräfte, bei denen ein Kontakt mit einer infizierten Person im Raum steht, werden vom Gesundheitsamt kontaktiert und erhalten von diesem konkrete Anweisungen. Bis diese vorliegen vermeiden sie unnötige Kontakte und bleiben zu Hause.

4. Weitere Hinweise und FAQ

Personen, bei denen – unabhängig von einer Reise - die oben genannten Krankheitssymptome aufgetreten sind und die deswegen unsicher sind, sollten mit ihrem Hausarzt/ihrer Hausärztin telefonisch Kontakt aufnehmen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen, z.B. auch dazu, was Personen tun sollten, die fürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es zu Übertragungen kommt, sind auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts zu finden (Link s. Box rechts). 

5. Studienfahrten sowie Klassen- und Kursfahrten

a) Fahrten in Risikogebiete

Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete, die bis zum Ende des laufenden Schuljahres durchgeführt werden sollen, sind von der Schulleitung abzusagen. Dies gilt gleichermaßen für Schüleraustausche mit Schülerinnen und Schülern, die aus Risikogebieten kommen.

Die Einschätzung der Risikogebiete erfolgt nicht durch die Schulaufsichtsbehörden, sondern durch das Robert-Koch-Institut und ist über dessen Internetseite  (Link s. Box rechts) jeweils aktuell abzurufen. Bitte prüfen Sie diese Einschätzung regelmäßig, um auch kurzfristig auf Risikobewertungen reagieren und Schulfahrten absagen zu können.

b) Fahrten in Nicht-Risikogebiete

Sofern Studienfahrten sowie Klassen- oder Kursfahrten in naher Zukunft geplant sind, steht auch die Entscheidung an, ob die Fahrt durchgeführt werden kann, auch wenn es sich aktuell nicht um Risikogebiete handelt.

Die Teilnahme an Schulfahrten ist grundsätzlich freiwillig. Zuständig für die Genehmigung von Schulfahrten ist der Schulleiter/die Schulleiterin. Aufgabe des Schulleiters/der Schulleiterin ist es insofern auch, der Frage nachzugehen, ob die Fahrt im Hinblick auf die aktuellen Bedingungen durchgeführt wird. Zur Entscheidungsfindung beteiligt er die betroffenen Lehrkräfte und Eltern auf der Grundlage tragfähiger Sicherheitsinformationen über das Reiseziel (z.B. Internetseiten des RKI, des Bundesgesundheitsministeriums, des Auswärtigen Amtes) und berücksichtigt insbesondere auch pädagogische und schulorganisatorische Gegebenheiten. Auch der Schulträger sowie das zuständige Gesundheitsamt sollten mit der Situation befasst werden. Ziel ist es, einen möglichst einvernehmlichen Beschluss zu fassen, ob die Fahrt durchgeführt oder abgesagt werden soll. Im Falle einer Uneinigkeit unter den Betroffenen entscheidet der Schulleiter/die Schulleiterin.

Es wird empfohlen, von Klassenfahrten sowie Studienfahrten nach und Schüleraustauschen mit Italien abzusehen. Auch von Klassenfahrten und Studienfahrten in Gebiete im Inland, in denen hohe Corona-Virus-Fallzahlen auftreten wird abgeraten. Aktuelle Fallzahlen können dem täglichen Situationsbericht des RKI (Link s. Box rechts) entnommen werden.

Für den Fall des Antritts der Reise sollen die Eltern schriftlich auf Folgendes hingewiesen werden: Die epidemiologische Situation am Reiseziel kann sich möglicherweise schnell verändern. Wenn eine Infektion festgestellt wird, entscheiden die Behörden des jeweiligen Landes, welche Maßnahmen ergriffen werden. Die Behörden können dabei wie auch in Deutschland Quarantänemaßnahmen anordnen. Diese gelten auch für Reisende und müssen befolgt werden.

Eine Teilnahmeverpflichtung besteht für die Schülerinnen und Schüler nicht. Insofern können die Eltern bestimmen, dass ihr Kind von der Reise zurücktritt.

c) Kostenerstattung

Werden Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche nach den oben unter a) und b) dargestellten Maßgaben abgesagt, werden die vom Vertragspartner (zum Beispiel Reiseveranstalter, Transportunternehmen) eventuell in Rechnung gestellten Stornierungskosten, sofern diese nachgewiesen sind, vom Saarland auf Antrag erstattet, soweit die Buchung vor dem 01.03.2020 erfolgt war. Diese Regelungen ist zunächst auf Fahrten und Austausche bis zum Ende des laufenden Schuljahres beschränkt. Über eine Verlängerung der Regelung wird zum gegebenen Zeitpunkt entschieden.

Mögliche Ansprüche gegenüber Reiserücktrittsversicherungen sind vorrangig geltend zu machen. Im Übrigen gilt eine allgemeine Schadensminderungspflicht. Das heißt, es besteht die Verpflichtung der Schule, gegenüber den Vertragspartnern auf den Abzug beziehungsweise die Rückzahlung ersparter Aufwendungen hinzuwirken. Die Kostenerstattung des Landes ist in jedem Fall auf die Kosten begrenzt, die dadurch entstehen, dass die Reise am bereits gebuchten Termin nicht durchgeführt werden kann oder konnte.

Die Einzelheiten zur Kostenübernahme werden derzeit kurzfristig abgeklärt und die Informationen sodann zur Verfügung gestellt. Bitte warten Sie mit der Antragstellung bis das Antragsformular auf dem Bildungsserver zum Download zur Verfügung gestellt wird.

d) Keine weiteren Buchungen von Klassen- und Studienfahrten

Da sich derzeit die weitere Ausbreitung des Coronavirus nicht sicher abschätzen lässt, ist zunächst bis zum 30. April 2020 von der Buchung weiterer Studien-, Klassen- und Kursfahrten abzusehen.

6. Schulfeste und andere Veranstaltungen

Bei Schulfesten und anderen Veranstaltungen in der Schule mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist ebenfalls durch die Schulleitung über die Durchführung zu entscheiden. Dabei sind die schulischen Gremien zu beteiligen und das für den Veranstaltungsort zuständige Gesundheitsamt ist zu befassen.

Als Hilfe bei der Entscheidungsfindung erhalten Sie beigefügt die Veröffentlichung „Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen“. Auch auf die beim saarländischen Gesundheitsministerium eingerichtete Informationshotline zum Coronavirus (Telefon: 0681-501-4422) wird verwiesen.

7. Hygienemaßnahmen

Wie auch bereits im ersten Rundschreiben vom 28.2.2020 wird erneut auf die präventive Bedeutung der Einhaltung von Hygienemaßnahmen verwiesen. Das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette sowie eine gute Händehygiene schützen effektiv vor einer Übertragung des Coronavirus. Die Verhaltensregeln sollen mit den Schülerinnen und Schülern besprochen und gegebenenfalls eingeübt werden.

Die Schulen haben darauf zu achten, dass ausreichend viele Waschgelegenheiten in der Schule über ausreichend Seife und geeignete Möglichkeiten zum Abtrocknen der Hände (Papierhandtücher) verfügen. Es ist sicherzustellen, dass die entsprechenden Hygienemaßnahmen sowie der schuleigene Hygieneplan eingehalten werden.

Der Schulträger für die Sachausstattung seiner Schulen zuständig und verantwortlich. Die Schulträger wurden vom Ministerium für Bildung und Kultur gebeten, die erforderlichen Hygienemaßnahmen zu unterstützen, indem Sie Ihr Reinigungspersonal entsprechend anweisen und auch mit dafür Sorge tragen, dass die notwendigen Materialien wie Seife, Handtücher und ggf. Mittel für die Händedesinfektion in den Schulen verfügbar sind. Dessen ungeachtet wird davon ausgegangen, dass insbesondere auch die Schulleitungen vor Ort – auch im Sinne der Schulträger – derzeit einen besonderen Blick auf die Notwendigkeit des Bereitstellens der benötigten Mittel zur Gewährleistung der erforderlichen Hygienemaßnahmen haben.