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Schulsozialarbeit

Zuständigkeit für Schulsozialarbeit im Saarland neu geregelt

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) bezeichnete die neue Organisation als einen wichtigen Schritt, um Schulen für die vielen Herausforderungen multiprofessionell zu rüsten. „Unser Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.“ Gemeinsam und auf Augenhöhe mit den Landkreisen solle künftig Jugendhilfe und Schule enger verzahnt werden.

Seit ersten Februar 2020 ist die Zuständigkeit für die Schulsozialarbeit im Saarland neu geregelt. Am 17.12.19 hatte das Landeskabinett beschlossen, den Bereich künftig im Bildungsministerium anzusiedeln. Bisher teilten sich Sozial- und Bildungsministerium die Zuständigkeiten. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MSGFF) finanzierte bislang durch das Landesprogramm Schoolworker jährlich 1,9 Mio. Euro. Diese Mittel werden in den Haushalt des MBK überführt und mit rund 2 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt. Damit wird ein erheblicher Aufwuchs in diesem wichtigen Bereich erzielt. Gemeinsam mit den Landkreisen stehen dann rund 9 Mio. Euro für den allgemeinbildenden Bereich zur Verfügung. 

Die Neuaufstellung der Schulsozialarbeit im allgemeinbildenden Bereich stellt damit einen Grundpfeiler für den Einsatz multiprofessioneller Teams an Schulen dar. Dadurch rückt Schulsozialarbeit als individuelle, soziale und schulische Aufgabe weiter in den Fokus der Erziehungs- und Bildungsarbeit. Schulsozialarbeit ist künftig gemeinsamer Auftrag von Schule und Jugendhilfe. Sie folgt der Empfehlung des Landesrechnungshofes, die Zuständigkeiten innerhalb der Landesregierung zu bündeln. Damit Schulsozialarbeit bestmöglich wirkt, soll eine paritätische Finanzierung zwischen Land und Landkreisen realisiert werden, um die Landkreise, die derzeit den größeren Anteil an Mitteln einbringen, stärker zu unterstützen.