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Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot zum „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2023“ der Bertelsmann Stiftung

Das Saarland investiert massiv in frühkindliche Bildung und setzt dabei zusammen mit den Kommunen, Landkreisen und freien Trägern auf den Dreiklang des Kita-Zukunftspakts aus vollständigem Abbau der Kita-Elternbeitrage, Förderung des Platzausbaus sowie Verbesserung der Kita-Qualität. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden im diesjährigen „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ deutlich: Die Studie bescheinigt dem Saarland Fortschritte speziell im Platzausbau sowie bei der Personalausstattung. 

Das Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel in die frühkindliche Bildung und Betreuung investiert. Dabei setzen wir als Land auf den Kita-Zukunftspakt und den Dreiklang aus gleichzeitigem Abbau der Elternbeiträge, der Förderung des Kita-Platzausbaus und Verbesserung der Kita-Qualität. Insbesondere im Hinblick auf den Bedarf an Krippen- und Kita-Plätzen für saarländische Familien haben wir im Vergleich zu 2022 erneut signifikante Fortschritte erzielt, vor allem für Kinder unter drei Jahren. Unsere bedarfsgerechten Betreuungsangebote mit Betreuungszeiten von über 45 Stunden pro Woche werden von den Familien intensiv genutzt: 83 Prozent der unter Dreijährigen und 61 Prozent der Kinder ab drei Jahren werden über 45 Stunden pro Woche betreut. Damit übersteigen wir deutlich den Bundesdurchschnitt von 35 Prozent und sind deutschlandweit Spitzenreiter in diesem Betreuungsmodell.

erklärt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.

Mehr Möglichkeiten bei der Fachkräftegewinnung

Das Saarland hat die Ausbildungskapazitäten Pädagogischer Fachkräfte in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut. Insbesondere die Praxisintegrierte Erzieher:innenausbildung (PiA) wird als weitere attraktive Ausbildungsform neben der vollschulischen Ausbildung sehr gut angenommen. Durch die Anerkennung und Qualifizierung anderer Professionen wie beispielsweise der Ergo-, Logo- oder Physiotherapie und vergleichbarer Studienabschlüssen ist es gelungen, innerhalb eines Jahres mehr als 400 zusätzliche Fachkräfte im Sinne einer Multiprofessionalität in die Kitas zu bringen.  Auch konnten attraktive Möglichkeiten der Verknüpfung von Theorie und Praxis für Studierende der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik in Form von anerkannten dualen Studien und einem Kooperationsstudiengang mit der htw saar umgesetzt werden. Das Land trägt einen erheblichen Teil der Kita-Personalkosten, voraussichtlich insgesamt rund 153 Millionen Euro in 2023.

Saarland erreicht 35 Prozent Betreuungsquote bei Kindern unter drei Jahren

Das Land fördert Investitionen der Träger in Kita-Plätze in der Regel mit 40 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Zur weiteren Verbesserung der Förderung wurde ab Oktober 2023 ein 3. Landesinvestitionsprogramm geschaffen, das noch zielgenauer den Platzausbau fördert. Im Jahr 2023 stehen für Investitionen in den Kita-Platzausbau insgesamt rund 22 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung – das entspricht mit Trägermitteln insgesamt rund 55 Millionen Euro landesweit. Nach der aktuellen Geschäftsstatistik zur Versorgungsquote vom 1. März 2023 beträgt die aktuelle Versorgungsquote landesweit hinsichtlich der Betreuungsplätze für die rund 25.000 Kinder unter 3 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege rund 35 Prozent. Die Versorgung mit Kindergartenplätzen ist im landesweiten Durchschnitt für die rund 35.000 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren (Ü3) zu rund 90 Prozent gewährleistet.

Medienansprechpartner

Fabian Bosse
Referatsleiter M1 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken

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