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Kita-Fachkräftegewinnung: Das Saarland und sein französischer Nachbar arbeiten zukünftig in der Erzieher:innenausbildung enger zusammen     

Mit einer neuen deutsch-französischen Kooperation gehen das Saarland und Frankreich neue Wege bei der Ausbildung von Erzieher:innen.

Die Kooperation wurde zwischen dem Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Saarbrücken (SBBZ) und dem Campus des métiers et des qualification (CMQ) in Tomblaine bei Nancy geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, angehenden Erzieher:innen Auslandserfahrungen im Rahmen ihrer Ausbildung zu ermöglichen.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot hat am Montagnachmittag gemeinsam mit dem Recteur de l’académie de Nancy-Metz Richard Laganier, Schulleiter Leiv Erik Zimdars und dem Leiter des CMQ Jean Lopes die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

„Wir feiern in diesem Jahr 60 Jahre deutsch-französische Freundschaft. Diese Kooperation mit unseren französischen Nachbarn ist ein wichtiger Baustein der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung liegen Herausforderungen vor uns, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, Fachkräfte von morgen auf den Arbeitsmarkt der Großregion vorzubereiten und künftige Erzieherinnen und Erzieher sowie weiteres pädagogisches Personal auch mit Blick auf Mehrsprachigkeit und Interkulturalität auszubilden“.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.

Diese Kooperation ist über die Grenzen der Großregion hinaus einzigartig. Erstmals werden zwei gänzlich unterschiedliche Ausbildungssysteme – die des „professeur des écoles  in Frankreich und die der Erzieher:innen in Deutschland – trotz aller Unterschiede zusammengebracht. Primäres Ziel

ist eine möglichst breite Vernetzung des Saarlandes mit dem Netzwerk der frühkindlichen Bildung in Grand Est. Im Rahmen der deutsch-französischen Kooperation sollen Auslandserfahrungen sowohl für Schüler:innen (durch Praktika) als auch für Lehrpersonal (durch Job-Shadowing) ermöglicht werden. Die Auslandserfahrungen werden unterstützt durch das Ministerium für Bildung und Kultur und finanziert durch gängige Förderprogramme Erasmus+, Interreg oder ProTandem.

„Für die Qualitätsoffensive der Kitas brauchen wir exzellent ausgebildete Fachkräfte. Auslandserfahrungen und der ‚Blick über den Tellerrand‘ bereichern sowohl das berufliche Portfolio eines jungen Menschen genauso weiter, wie auch seine persönliche Entwicklung. Auch die Einrichtungen profitieren von besser ausgebildeten jungen Fachkräften, die auch noch nebenbei ihre Sprachkenntnisse durch Praxiserfahrungen im Ausland verbessern können. Zugleich bringt die Kooperation ein Stück mehr Frankreich in unsere Einrichtungen. Dies ist ein wichtiges Signal für die deutsch-französische Zusammenarbeit“, so Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot abschließend.

Medienansprechpartner

Fabian Bosse
Pressesprecher

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken

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