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| Ministerium für Bildung und Kultur | Bildung, Schule

Saarbrücker Grundschule bekommt viel Anerkennung beim Finale des Deutschen Schulpreises in Berlin

An der Preisverleihung in Berlin nahm eine Delegation der Schule gemeinsam mit Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk teil.

Was haben die Deutsche Europäische Schule Singapur, die Ganztagsgemeinschaftsschule Gotthold Ephraim Lessing im sachsen-anhaltinischen Salzwedel und die Gebundene Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Scheidt gemeinsam? Expert:innen zählen ihre Konzepte zu den 15 besten in ganz Deutschland. Für den ersten Preis hat es am Ende für die Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Scheidt heute nicht gereicht, doch das Konzept der Schule bekam viel Anerkennung.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk: „Wir haben alle dem Finale entgegengefiebert und fest die Daumen gedrückt. Allein, dass die Schule zu den 15 besten in Deutschland gezählt wird, ist ein wahnsinnig toller Erfolg der Schulgemeinschaft, zu dem wir herzlich gratulieren. Das Team um Jessica Krebs leistet mit Herzblut, Fürsorge und Engagement hervorragende Arbeit. Inspirierend ist dabei vor allem die zugewandte Grundhaltung gegenüber den Kindern mit ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen.“

Schulleiterin Jessica Krebs ist zum Finale zusammen mit einem Team aus Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern nach Berlin gereist. Sie hat mit ihrer Schule gezeigt, dass Inklusion nicht nur für einzelne Kinder förderlich ist, sondern für alle Kinder Vorteile bringt: „Unser Konzept der selbstgesteuerten Lernzeit und die Arbeit mit Schatzkarten stellt eine Art der Förderung dar, die es ermöglicht, Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Förderbedarfen ebenso zu fördern wie auch Schülerinnen und Schüler mit Spezialinteressen und hohen kognitiven Begabungen. Wir haben bei uns in der Schule die Erfahrung gemacht, dass eine inklusive Unterrichtung in heterogenen Lerngruppen den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen gerecht werden kann.“

15 Schulen aus neun Bundesländern und dem Netzwerk der Deutschen Auslandsschulen bilden die Finalrunde zum Deutschen Schulpreis 2022. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht die Frage, wie Schulen lernwirksamen Unterricht umsetzen, der allen Schüler:innen gerecht wird und sie bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet.

Eine Jury mit 50 Expert:innen aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Bildungsverwaltung hat die Schulen aus insgesamt 81 Bewerbungen ausgewählt und anschließend besucht.

So begründet die Jury die Nominierung der Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Scheidt für die Finalrunde: „Die Schule zeigt eine hohe Inklusionsbereitschaft. Hier gilt nicht der Grundsatz „One fits all“, sondern der Unterricht für die derzeit 191 Schülerinnen und Schüler wird sehr differenziert gestaltet. Ankerstunden und die sogenannte „Segelzeit“, in der die Kinder selbstständig lernen, wechseln sich dabei ab. Mit Blick auf die jeweilige Wahrnehmung und die Fähigkeiten bekommen die Kinder dabei Lernmaterialien in unterschiedlicher Form. Es gibt tägliche Feedbackgespräche, und die Kinder führen ein Lerntagebuch. So übernehmen sie ein hohes Maß an Verantwortung für ihren eigenen Lernweg. Hervorgehoben hat die Jury außerdem, dass der Unterricht viel Anlass gibt, das Gelernte in einen Anwendungskontext zu stellen. Vor allem Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Der Hauptpreis des diesjährigen Schulpreises ging in diesem Jahr an das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz in Waren (Mecklenburg-Vorpommern). Er ist mit 100.000 Euro dotiert. Die GTGS Scheidt erhält für das Erreichen der Finalrunde 5000 Euro.

Medienansprechpartner

Lukas Münninghoff
Referatsleiter M1 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken

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