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Neue Förderstruktur „Jugend & Kultur“: Ministerium für Bildung und Kultur stärkt Jugendarbeit in Kulturvereinen

Die Corona-Krise hat die Jugendarbeit in Kulturvereinen erschwert – ein echtes Problem für viele saarländische Vereine und das Saarland als Vereinsland insgesamt. Deshalb hat das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) eine neue Förderstruktur „Jugend & Kultur“ aufgelegt. Sie zielt darauf ab, insbesondere die Jugendarbeit in den Vereinen zu stärken.

Für das Vorhaben stellt das MBK insgesamt 350.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden u.a. Verbände mit einer eigenen Jugendorganisation bzw. einer selbstbestimmten Jugendstruktur. Diese Verbände sind im Landesjugendring Saar organisiert.

Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot: „Wir können mit Stolz sagen, dass das Saarland Vereinsland ist. Wir haben eine große Vielfalt kultureller Aktivitäten, die über Vereine organisiert sind. Mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche sind in unseren Kulturvereinen auf unterschiedlichste Weise aktiv. Damit das auch so bleibt, müssen wir die Jugendarbeit in den Vereinen stärken und auch bei der Nachwuchsgewinnung unterstützen. Genau das tun wir mit der neuen Förderstruktur ‚Jugend & Kultur‘. Ziel ist es, die Dachverbände der Breitenkultur in ihrer Professionalisierung zu unterstützen und das Ehrenamt mit hauptamtlichen Strukturen zu stärken.“

Fabienne Eli erklärt für den Landesjugendring Saar: „Das Miteinander im Saarland lebt ganz entscheidend auch vom Miteinander in unseren Kulturvereinen. Die Einschränkungen der Corona-Krise haben die Jugendarbeit in den Vereinen an vielen Stellen erschwert, zeitweise sogar nahezu unmöglich gemacht. Deshalb begrüßen wir ‚Jugend & Kultur‘ sehr. Das Programm ist insbesondere auf die Bedürfnisse der im Landesjugendring organisierten Verbände zugeschnitten und wird der Jugendarbeit in vielen Kulturvereinen einen echten Schub geben.“

Die Förderstruktur „Jugend & Kultur“ setzt an unterschiedlichen Stellen an, um die Jugendarbeit in Kulturvereinen zu stärken. 100.000 Euro sind für die Professionalisierung der Jugendarbeit der im Landesjugendring Saar organisierten Verbände der Breitenkultur vorgesehen. Die antragsberechtigten Vereine können über ihren Verband einen Förderantrag an die Kulturabteilung des MBK richten. Die Höhe der Förderung hängt von der Mitgliederzahl der Mitgliedsvereine ab, die Mindestförderung liegt bei 6.000 Euro pro Verband. Ministerin Streichert-Clivot hat die  betreffenden Verbände – den Verband Saarländischer Karnevalsvereine, den Bund Saarländischer Musikvereine, den Bund für Zupf- und Volksmusik Saar, den Saarländischen Volks- und Trachtenverband, Verband Saarländischer Amateurtheater, den Saarländischen Akkordeonverband und den Landeschorverband sowie den Landesjugendring Saar - in einer Videokonferenz am Mittwoch darüber informiert.

Der Landesjugendring Saar wird mit insgesamt 65.000 Euro gefördert werden. Mit diesen Mitteln bezuschusst das MBK die Finanzierung einer Kulturreferent*innenstelle beim Landesjugendring Saar, die mit 30.000 Euro für die eigenständige Förderung besonderer Projekte ausgestattet wird. Die Antragsberatung und Empfehlungen zur Förderung sollen durch einen Beirat erfolgen, bestehend aus Akteur*innen der Breiten-, Jugend- und Soziokultur. „Kooperation und Vernetzung stärken unsere Kulturlandschaft. Voneinander lernen und neue Zugänge für Mitglieder schaffen, das sind Ziele, die uns mit den Akteuren der Breitenkultur verbinden“, so Streichert-Clivot.

Zudem wird im Rahmen der neuen Förderstruktur ein „Kreativfonds“ mit 40.000 Euro eingerichtet, mit dem die Anschaffung etwa von Kostümen, Noten und Arbeitsmaterialien gefördert wird. Der maximale Förderbetrag liegt hier bei jeweils 3.000 Euro. Nachweise zu entstandenen Kosten sind hier ebenfalls bei der Kulturabteilung des MBK einzureichen.

Weitere 145.000 Euro setzt das Ministerium zur Stärkung der kulturellen Bildung ein. Bei dem etablierten Projekt „Kreative Praxis“, das in besonderem Maße in die Breitenkulturszene wirkt, sollen durch diese zusätzlichen Mittel die Zuschüsse zu den Honoraren der eingesetzten Kunstvermittler*innen auf 30 Euro erhöht werden. „Mit der Stärkung des Programms ‚Kreative Praxis‘ leisten wir einen Beitrag für die Absicherung der oft auch als Soloselbständige engagierten Künstlerinnen und Künstler“, erklärt die Ministerin.

Medienansprechpartner

Lukas Münninghoff
Pressesprecher

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken