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Bildungsministerium fördert Grundbildungsangebote mit mehr als einer halben Millionen Euro

Gut lesen und schreiben zu können, ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können laut der von der Universität Hamburg durchgeführten Studie LEO 2018 jedoch nicht richtig Deutsch lesen und schreiben.

Im Saarland sind rund 70.000 Menschen betroffen. Deshalb fördert das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) Alphabetisierungs- und Grundbildungs-angebote mit insgesamt 530.000 Euro. Das sind 70.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot erklärt dazu: „Für die allermeisten von uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns Tag für Tag sicher in einer Welt voller Schrift bewegen – mit E-Mails, Nachrichten, Verkehrsschildern und vielem mehr. Für viele Menschen ist das aber ein nur schwer zu durchdringendes Dickicht, weil sie nicht richtig lesen und schreiben können. Gut lesen und schreiben zu können, ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Vor dem Hintergrund der Corona-Einschränkungen haben wir die Förderung für Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebote in diesem Jahr deshalb deutlich aufgestockt.“

Mit den insgesamt 530.000 Euro fördert das MBK Angebote zur Alphabetisierung und Vorbereitungskurse für Haupt-und Realschulabschlüsse in landesweit elf Grundbildungszentren (GBZ) der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und der Volkshochschulen (VHS), an acht Berufsbildungszentren, den drei Justizvollzugsanstalten (Jugendarrest Lebach, JVA Saarbrücken und JVA Ottweiler) und in fünf Mehrgenerationenhäusern.

Die Angebote bestehen meist aus Alpha-Kursen, auch mit allgemeinen Unterstützungsangeboten in Bereichen wie Rechnen, Umgang mit Geld und Formularhilfe; im Justizvollzug handelt es sich vorrangig um bildungsvorbereitende Kurse wie Antiaggressionstrainings, Alphabetisierung und Lernhilfen für den Alltag. Grundbildung in Mehrgenerationenhäusern setzt in Kooperation mit den Grundbildungszentren (GBZ) ergänzende Maßnahmen zu den Alpha-Kursen der GBZ um.

Auch hat das Saarland auf Ebene der Kultusministerkonferenz (KMK) die „Initiative Digitale Weiterbildung“ mitinitiiert, um diese und andere Angebote analog zum Digitalpakt Schule mit Hilfe des Bundes digital besser ausstatten zu können. Die Initiative richtet sich an die Volkshochschulen und weiteren gemeinnützigen Einrichtungen und Träger, die nach den Erwachsenen- und Weiterbildungsgesetzen der Länder anerkannt sind bzw. gefördert werden und in der allgemeinen Erwachsenenbildung tätig sind. Sie stellt auf einen Bereich ab, der in bisherigen bundesweiten Digitalisierungsprogrammen wenig repräsentiert ist. Die Initiative ist breit angelegt und fußt auf vier Säulen, die als Handlungsfelder aufgeführt werden: 1) Digitale Infrastruktur und Ausstattung, 2) Bildung zur digitalen Kompetenzentwicklung, 3) Fortbildung und Qualifizierung und 4) Austausch und Vernetzung. Die Forderungen der Initiative für eine Digitalisierungsoffensive in der Weiterbildung sollen in die derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen einbezogen werden.

Unter der Nummer (0681) 9 38 9 38 9 ist das sogenanntes Alpha-Telefon eingerichtet, bei dem sich Betroffene anonym informieren und beraten lassen können. Kursangebote im Saarland sind unter abckurse zu finden. Weitere Informationen gibt es hier Grundbildungspakt

Medienansprechpartner

Lukas Münninghoff
Referatsleiter M1 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Trierer Straße 33
66111 Saarbrücken

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