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ÖGD-Pakt: Saarland erhält Fördermittel in Millionenhöhe zur Digitalisierung

Im Rahmen des ÖGD-Paketes erhält das Saarland im Bereich Digitalisierung „Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland“ vom Bund Fördermittel in Millionenhöhe.

Im Rahmen des ÖGD-Paketes erhält das Saarland im Bereich Digitalisierung „Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland“ vom Bund Fördermittel in Millionenhöhe.

Dabei werden rund 3,2 Millionen Euro für die „Digitalisierung 4.0 des saarländischen Öffentlichen Gesundheitsdienstes“ verwendet. Mit diesem Maßnahmenpaket soll unter anderem eine einheitliche Fachsoftware in allen saarländischen Gesundheitsämtern ausgebaut werden. Ziel ist es, eine vollständig digitale und systemübergreifende Vorgangsbearbeitung zu ermöglichen. Außerdem sollen „Digitale Scouts“ als Inhouse-Experten vor Ort zur Beratung der Gesundheitsämter etabliert werden. Diese übernehmen die Konzeptionierung und Abwicklung von Projekten. Weitere 1,7 Millionen Euro werden für die Jahre 2023 und 2024 in Aussicht gestellt.

Im Rahmen einer länderübergreifenden Maßnahme, an der sich neben dem Saarland auch Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg beteiligen, wird zudem der Aufbau eines Impf-Informations-Systems (IISaar) finanziert. Dieses Projekt wird mit insgesamt 2,4 Millionen Euro gefördert.

Das IISaar ist eine zugangsgesicherte, computergestützte Datenbank, mit deren Hilfe sowohl individuelle als auch bevölkerungsbezogene Informationen über durchgeführte Schutzimpfungen gesammelt und gespeichert werden können. Darüber hinaus ermöglicht ein IIS Impferinnerungen und individuelle Impfempfehlungen sowie die Verbindung zu anderen elektronischen Datenbanken (z.B. Krebsregister). Diese Verknüpfungsoption hat u.a. das Ziel, den Impfprozess insgesamt beurteilen und dabei auch Informationen zur Impfstoffwirksamkeit gewinnen sowie seltene Nebenwirkungen von Impfstoffen schneller und sicherer erkennen zu können.

Der Restbetrag entfällt auf die Beteiligung des Landes an weiteren länderübergreifenden Maßnahmen.

Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung betont zur Förderzusage: „Mit der positiven Antragsbeurteilung seitens des Bundes können wir nun zeitnah mit der Projektarbeit zu dem IISaar und zur Digitalisierung 4.0 des ÖGD starten. Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Rolle des ÖGD ist, um einen Infektionsausbruch dieses Ausmaßes und seine Auswirkungen auf alle Bereiche des täglichen Lebens bewältigen zu können. Es wurde aber auch deutlich, dass eine nachhaltige Stärkung des ÖGD dringend geboten ist.“

Hintergrund:

Der Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst wurde 2020 von der damaligen Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen. Er hat zum Ziel, dass Gesundheitsämter in ganz Deutschland personell aufgestockt, modernisiert und vernetzt werden. Seit dem Jahr 2021 stellt der Bund dafür dem ÖGD 4 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Paktlaufzeit ist auf sechs Jahre festgesetzt.

Medienansprechpartner

Koba Krause
Pressesprecherin

Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken

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