Landesportal Saarland

Navigation und Service

Hauptinhalte

| Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz | Wasser

Blaualgen auf der Saar

Erste Blaualgenmassenentwicklungen auf der Saar

Das LUA hat am 02.08.2022 entlang der saarländischen Saar Blaualgen oder Cyanobakterien festgestellt.

Blaualgen bilden blau-grün schimmernde Teppiche in langsam fließenden Gewässerbereichen. Die Cyanobakterien können schädliche Stoffe für die menschliche Gesundheit bilden. Bei direktem Kontakt mit Cyanobakterien kann es zu Haut-, Schleimhaut oder Augenreizungen kommen. Die Konzentrationen von Blaualgen sind entlang der saarländischen Saar unterschiedlich ausgeprägt. In den Oberwässern der Staustufen wurden Konzentrationen gemessen, die für ein Badegewässer im Bereich der Warnstufe lägen. Diese Blaualgenblüten können bei langandauernder warmer Wetterlage in den nächsten Tagen noch deutlich zunehmen. Im Zuge von Freizeitaktivitäten sollte im Bereich grüner Schlieren ein intensiver Wasserkontakt generell vermieden werden, Hunde sollten nicht zur Saar gelassen werden, um eine Aufnahme der Blaualgen beim Trinken zu vermeiden.

Teiche und Weiher – Massenentwicklungen an Blaualgen im gesamten Saarland

In verschiedenen saarländischen Fischteichen und Angelweihern im gesamten Saarland kommt es aufgrund der Witterung derzeit zu verstärktem Blaualgenwachstum. Hierbei färbt sich entweder das gesamte Teichwasser blau-grün (s. Titelbild) oder es sind Algenaufrahmungen an der Wind abgewandten Seite der Teiche zu sehen. Die Cyanobakterien können schädliche Stoffe für die menschliche und tierische Gesundheit bilden. Bei direktem Kontakt mit Cyanobakterien kann es zu Haut-, Schleimhaut oder Augenreizungen kommen. Manche Cyanobakterien können Toxine produzieren, andere aber nicht. In Teichen und Weihern des Saarlandes werden bei Grünfärbung Blaualgenkonzentrationen deutlich über der Alarmstufe des UBA für Badegewässer gemessen. Deshalb sollte das Baden in derartigen Gewässern unterlassen, Freizeitaktivitäten sollten eingeschränkt werden. Insbesondere sollten Kleinkinder nicht in das Gewässer zum Spielen gelassen werden, Hunde und sonstige Haustiere sollten nicht zum Trinken an diese Teiche geführt werden.

In Stillgewässern wie Teichen und Weihern können Massenentwicklungen von Blaualgen auch massive pH-Wert-Erhöhungen bis auf über pH 10 (stark basisch) und nachfolgend auch Beeinträchtigungen der Fische bis zum Fischsterben nach sich ziehen. Deshalb sollte nach Möglichkeit alles getan werden, um die Nährstoffzuführung zu minimieren, eine Beschattung zu erreichen und die Fließgeschwindigkeit zu steigern. Fische sollten nicht zusätzlich gefüttert werden, die Blaualgen sind bereits Indiz für eine hohe Nährstoffversorgung! Zu Beginn des Herbstes sollte mit dem Absterben der Blaualgen der Sauerstoffhaushalt überwacht werden, ggf. muss zusätzlich belüftet werden, um ein Fischsterben aufgrund von Sauerstoffmangel zu verhindern.