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Die Gedenkstätte Neue Bremm: Angebote für die Vermittlung im digitalen Raum

Das Lager Neue Bremm und die 1947 an dieser Stelle von der Französischen Militärregierung  errichtete Gedenkstätte wurden nach der Angliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik im Jahr 1957 über die Jahrzehnte verändert. Das Gelände gab keine Auskunft mehr über die Beschaffenheit des Lagers wie auch über die Anlage der ersten Gedenkstätte. Die Gestaltung der 2004 eingeweihten neuen Gedenkstätte „Hotel der Erinnerung“ bezieht diese Veränderungen des Ortes in ihr Konzept ein.
Das bleibt nicht folgenlos für die Vermittlung. Die Geschichte des Ortes und seiner Veränderungen zeigen sich nur durch die Dekonstruktion der sich hier überlagernden Zeitschichten. Doch vor  Ort gibt es keinen Infopavillon, keine Bildungsabteilung oder hauptamtliche Vermittelnde. Über Führungen wird nur ein kleiner Teil der Besucher*innen der Gedenkstätte erreicht. Die Gedenkstätte besuchenden Einzelpersonen brauchen daher schnell verfügbare Angebote mit Informationen über den Ort. Es bietet sich daher an, dazu digitale, audio-visuelle (App, Sway, Epub, Audioguide, Instagram) Formate einzusetzen, um  mit dieser Situation produktiv umzugehen. Es gilt, die fehlende analoge Infrastruktur durch eine digitale zu ersetzen, die dem Ort, seinen reduzierten Eigenschaften als Gedenkstätte durch Offenlegung der hier vorhandenen Zeitschichten Rechnung trägt.

„Sicher helfen die ausgehängten Bilder, die schriftlich angeführten Daten und Fakten und die Dokumentarfilme. Aber das KZ als Ort? Ortschaft, Landschaft, landscape, seascape – das Wort Zeitschaft sollte es geben, um zu vermitteln, was ein Ort in der Zeit ist, zu einer gewissen Zeit, weder vorher noch nachher.“ Ruth Klüger „weiter leben“

Land of Memory

Die Jahre 1933 bis 1945 haben die heutige Großregion (Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Elsass, Lothringen, Vogesen, Wallonien und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens) geprägt. Spuren der Verfolgung, Ausgrenzung und des Widerstandes aus dieser Zeit sind in der Großregion bis heute sichtbar und bewahrt im »Land of Memory«
Land of Memory/1933-1945

Das Lager Gurs

Deportationslisten, Entlassungsscheine, falsche Pässe, ein Brief aus dem Lager Gurs, Briefe an den Kommandanten des Lagers, ein Visum, eine Fahrkarte oder Eidesstattliche Versicherungen, mit denen Internierte ihr Schicksal als Verfolgte des Nationalsozialismus belegen mussten – das sind historische Dokumente, die an die im Lager Gurs internierten Saarländer*innen und ihre Schicksale erinnern. Meist waren es einfache Papierbögen, bisweilen war es nur ein kleiner Zettel, der über Leben und Tod entschied.

Unter dem Titel „Papiere“ hat die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes schulische Lernmaterialien zu neun Kategorien von historischen Dokumenten zusammengestellt.  Die Lernmaterialien sind mit Links zu Internetseiten sowie mit nützlichen Hinweisen und Fragen versehen.