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Landesbetrieb für Straßenbau | Verkehrsplanung

Planung und Bau von Straßen

Der Landesbetrieb für Straßenbau ist verantwortlich für alle Neubau-, Umbau- und Ausbaumaßnahmen an Landesstraßen, Bundesstraßen und Bundesautobahnen des Saarlandes. Hier werden Straßen und Brücken auf Hochtouren geplant und gebaut, damit Ihnen täglich sichere und leistungsfähige Straßen zur Verfügung stehen.

Baustellen auf saarländischen Straßen - Herausforderung für Verantwortliche und Verkehrsteilnehmer

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) betreut mehr als 2.000 Kilometer Straße (Autobahnen, Bundes- und Landstraßen), 1.000 Kilometer Geh- und Radwege, 1.300 Brücken und sonstige Bauwerke sowie mehr als 100 Lärmschutzwände. Die gesamte Infrastruktur bedarf bei kontinuierlich steigenden Verkehrs- und Umweltbelastungen intensiver Unterhaltung.

Planung, Bau und Durchführung der erforderlichen Maßnahmen an und auf Saarlands Straßen sind komplexe Aufgaben, die sich den Verkehrsteilnehmern nicht ohne weiteres erschließen.

Jede Unterhaltungs-, Um- und Ausbaumaßnahme bedeutet einen Eingriff in den fließenden Verkehr. An dieser Stelle wollen wir die am häufigsten gestellten Fragen zu Planung, Einrichtung und Abläufen von Baustellen beantworten.

So werden Straßen geplant

Bei der Planung und bei dem Bau von Straßen handelt es sich um einen vielschichtigen Prozess. Auf der einen Seite stehen die Ideen der Straßenplaner und auf der anderen Seite die Belange von Betroffenen. Betroffen sein kann beispeilsweise der Privatmann, der Umweltschutz oder auch ein Unternehmen, welches seine Leitungen oder auch Kabel im Planungsbereich liegen hat.Da der Straßenplaner stehts zum Wohl der Allgemeinheit und nicht zum Selbstzweck Straßen plant, gibt es strikte rechtliche Regeln und somit auch festgelegte Verfahrensschritte einzuhalten.

Das Rechtsverfahren, welches am häufigsten zur Anwendung kommt, ist das sogenannte Planfeststellungsverfahren. Die Grundzüge des Planfeststellungsverfahrens sind im Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) des Saarlandes festgeschrieben.

Aufgabe eines solchen Verfahrens ist es abzuklären, wer in welchem Maß betroffen ist und im Rahmen einer Abwägung aller zur Sprache gebrachten Interessen zu einer Entscheidung zu kommen. Es ergeht dann ein sogenannter Planfeststellungsbeschluss, welcher die Grundlage für die anschließende Baumaßnahme bildet.

Neubauplanungen von Bundesstraßen im Saarland - Bundesverkehrswegeplan regelt vordringlichen Bedarf

Ziel des Bundes ist es, seine Fernstraßen, die Hauptverkehrsrouten Autobahnen und Bundesstraßen, bedarfsorientiert für die aktuellen und künftigen Verkehrsbelastungen zu ertüchtigen und angemessen auszubauen. Dabei berücksichtigt er Verkehrsprognosen bis zum Jahr 2030.

Auf dem Weg zu diesem Ziel erstellt die Bundesregierung den Bundesverkehrswegeplan (BVWP), den Maßnahmenkatalog, der regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben wird. Er bildet für die Auftragsverwaltungen der Länder die Grundlage der erforderlichen Planungsschritte.

Im Vordergrund steht dabei stets die Entwicklung nationaler Prioritäten zur effizienten und bedarfsgerechten Nutzung der Finanzmittel, im Einzelnen:
1. der Vorrang von Erhaltungsinvestitionen vor Aus- und Neubauvorhaben,
2. die Fokussierung des Aus- und Neubaus auf überregional bedeutsame Projekte und
3. die Priorisierung von Aus- und Neubauprojekten zur Engpassbeseitigung auf Hauptachsen.

Generell gilt, dass ein Bundesfernstraßenbauprojekt von den Auftragsverwaltungen erst dann geplant werden darf, wenn es nach Bewertung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Bundesverkehrswegeplan als Maßnahme des vordringlichen Bedarfs (VB) bzw. des weiteren Bedarfs mit Planungsrecht (WB) aufgeführt ist.

Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Auszug aus dem aktuell gültigen Bundesverkehrswegeplan. Hier sind abschließend alle im BVWP 2030 enthaltenen saarländischen Straßenprojekte aufgeführt:

Projektnummer Straße von Bis
Laufende und fest disponierte Projekte
- A008 AS Merzig / Wellingen AS Merzig / Schwemlingen


Neue Vorhaben – Vordringlicher Bedarf (VB)
B051-G10-SL B051 OU Saarlouis-Roden 
B268-G10-SL B268 OU Nunkirchen 
B269-G10-SL B269 OU Lebach 
B269-G20-SL B269 OU Saarlouis-Fraulautern 
B423-G10-SL B423 OU Schwarzenbach OU Schwarzenacker


Neue Vorhaben – Weiterer Bedarf mit Planungsrecht (WB*)
A001-G10-SL A001 A1 A623
A623-G10-SL A623 A623 A620


Neue Vorhaben – Weiterer Bedarf
B269-G30-SL B269 OU Nalbach 
AS: Anschlussstelle, OU: Ortsumgehung


Die weiteren Details zum BVWP 2030 sowie die Möglichkeit des Downloads finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur unter http://www.bmvi.de/.


Für Maßnahmen im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gilt generell, dass sie zwar mit dem Ziel des Baurechts geplant werden dürfen.  Bis zur Realisierung allerdings sind noch weitere Hürden zu überwinden. So bedeutet die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf beispielswiese nicht, dass eine Maßnahme, für die Baurecht besteht, auch finanzierbar ist. Hierfür führt das BMVI mit den Bundesländern auf der Basis der jeweils verfügbaren Haushaltsmittel jährliche Abstimmungen durch. Prioritäre Maßnahmen müssen auch in einem mittelfristigen Investitionsrahmenplan enthalten sein. Zudem müssen im weiteren Planungsprozess alle Betroffenheiten behandelt werden. Die Palette dieser Betroffenheiten reicht von der Akzeptanz der Maßnahme in der Öffentlichkeit bis hin zu ihren ökologischen Auswirkungen.