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Landesbetrieb für Straßenbau | Verkehrsplanung, Straße

Landschaftspflege

Grünpflege entlang des saarländischen Straßennetzes

Diese Maßnahmen dienen der Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, der Vorbeugung gegen Schnee- und Windbruch sowie der rechtzeitigen Erkennbarkeit unserer Verkehrs- und Wegweisungsbeschilderung. Gleichzeitig sind sie Prophylaxe gegen die unerwünschte Ausbreitung von standortuntypischen Gehölzen, deren natürliche Eigenschaften mittelfristig zum Problem für den Straßenverkehr werden können. Neben diesem ökologischen Nutzen spart die rechtzeitige und möglichst weiträumige Durchführung der Gehölzpflege letztlich auch Verkehrsbeeinträchtigungen, Aufwand und Geld.

Häufig ist der Bewuchs im Umfeld der Straßen die Folge der natürlichen Sukzession -der Verbreitung von Samen durch Wind und Tiere- entstanden. Was im Naturwald sinnvoll scheint, muss im direkten Umfeld von Straßenzügen in Frage gestellt werden. Die negative Begleiterscheinung der Sukzession ist hier die ungestörte Verbreitung von Baumarten, die durch ihre artspezifischen Eigenschaften an Straßen in absehbarer Zeit zum Sicherheitsrisiko werden können. Insbesondere Pappeln, Birke, Akazie und Fichte haben als Flachwurzler Mängel bei der Standsicherheit und sich anfällig für Windbruch. Entfernung oder Rückschnitt dieser Gehölze begünstigen die Ausbreitung von standortgerechten, tief wurzelnden Baumarten wie Linde, Ahorn und Esche. Sie bieten Gewähr für die nachhaltig gefahrlose Nutzung der Straßen. Mittelfristig wird zudem ein Aufbau standortgerechter Bestände an Gehölzen erreicht.

An vielen saarländischen Straßen reichen Bäume, Sträucher, Hecken und Astwerk stellenweise in den Sicherheitsraum der Straßen hinein oder bis an die Straßen heran. Hier reicht ein vertikales Abschneiden der Äste im Lichtraumprofil vielfach nicht mehr aus. Strauchgehölze am Straßenrand werden bei der Aktion "auf den Stock gesetzt" - eine forsttechnische Verjüngungsmaßnahme, bei der alte, trockene und schräg stehende Sträucher und Strauchteile beseitigt und gleichzeitig durch Neuaustriebe verjüngt werden. Baumbestände werden in Anzahl und Flächenverteilung gleichzeitig reguliert.

Der LfS bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese sicherheitsrelevanten Arbeiten und die dabei entstehenden kurzfristigen Behinderungen des Verkehrs.