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| Landesbetrieb für Straßenbau | Verkehrsplanung

Baukoordination und Öffentlichkeitsarbeit

Der Fachbereich Baukoordination und Öffentlichkeitsarbeit spielt beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) eine wichtige Rolle. Das Ziel ist es, einen möglichst durchgängigen Informationsfluss zu gewährleisten. Koordination umfasst dabei die Abstimmung verschiedenster Prozesse und Akteure, welche zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels - in diesem Fall Erhalt und Verbesserung der Mobilität im Saarland - notwendig sind. Zur Sensibilisierung und frühzeitigen Information der Bevölkerung über die Baumaßnahmen des LfS ist eine umfangreiche Informationsübermittlung im Sinne einer verlässlichen Öffentlichkeitsarbeit über bevorstehende Baumaßnahmen notwendig. Beide Aufgaben übernimmt der Fachbereich Baukoordination und Öffentlichkeitsarbeit beim LfS.

Werden beispielsweise Baumaßnahmen an Verkehrswegen durchgeführt, geht dies oft mit Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer einher (z. B. durch Staus, längere Umleitungsstrecken, etc.). Um diese Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten und den Verkehrsteilnehmern dazu relevante Informationen zu übermitteln, arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baukoordination und Öffentlichkeitsarbeit Hand in Hand mit allen Fachbereichen des LfS an der Mobilität des Saarlandes.

Der Fachbereich kann zur besseren Übersichtlichkeit in die Aufgabenfelder „Baukoordination“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ unterteilt werden. Nachfolgend werden die jeweiligen Aufgabenbereiche nochmals genauer vorgestellt:

Baukoordination:

Eine der Hauptaufgaben der Baukoordination ist die Aufstellung und Fortschreibung des jahresbezogenen Bauprogramms des LfS. In diesem werden die jeweiligen Bauvorhaben zusammengestellt, Abstimmungen zu den einzelnen Baumaßnahmen aufgenommen und anhand des Gesamtüberblicks terminlich koordiniert. Das Ziel lautet hierbei, die Behinderungen im Straßennetz möglichst zu minimieren. Um dieses Ziel zu erreichen, finden sowohl interne Abstimmungsprozesse mit unseren Fachbereichen als auch mit externen Dritten (Kommunen, Versorgern, Autobahn GmbH, etc.) statt.

Als eine Grundlage zur Erstellung des Bauprogramms dient die Auswertung der Zustandserfassung und Bewertung (ZEB). Dieses amtlich festgelegte Untersuchungsverfahren findet alle vier Jahre mithilfe von Spezialfahrzeugen statt und liefert die Informationen zum Gebrauchswert einer Straße. Der Erhaltungsbedarf einer Straße wird dann anhand der Ergebnisse der Zustandserfassung, den Bauwerksnoten, dem durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV [Kfz/24h]) sowie einer visuellen Einschätzung ermittelt.

Link zur Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) auf Bundesfernstraßen

Nach der Erstellung des Bauprogrammes werden die Maßnahmen auch zur Bereitstellung der Informationen gemäß IVSG (Intelligente Verkehrssysteme Gesetz) veröffentlicht.

Link zur tagesaktuellen Baustellenübersicht

Öffentlichkeitsarbeit:

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit werden alle relevanten Informationen über die jeweiligen Baumaßnahmen (z. B. Zeitdauer, Verkehrsführung, Umleitungsstrecke etc.) für die Öffentlichkeit aufbereitet und auf den verschiedenen Kanälen und Medien im Saarland veröffentlicht. Dazu zählen vor allem die klassischen Pressemitteilungen aber auch die eigene Internetpräsenz des LfS.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Bearbeitung der Anfragen, Ideen und Beschwerden von Bürgern, Verbänden, Vereinen oder Kommunen. Diese werden zentral für alle Bereiche des LfS bearbeitet und in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbereichen beantwortet.

Im Rahmen der Pressearbeit ist der Fachbereich erster Ansprechpartner für alle Anfragen und Anliegen von Medienvertretern aus den Bereichen Radio, TV und Printmedien. Außerdem werden Pressetermine wie Spatenstiche, Pressegespräche oder Interviews vorbereitet und begleitet. Auch die redaktionelle Betreuung des Internetauftritts liegt im Zuständigkeitsbereich des Fachbereichs.  

Pavement-Management

Der englische Begriff Pavement-Management steht im Deutschen für die Bewirtschaftung oder Verwaltung des Straßenbelages. Hierbei ist es Aufgabe des Landesbetriebes für Straßenbau als Baulastträger dem im Laufe der Zeit durch Ermüdung und Verschleiß eintretenden Wert- und Substanzverlust des Straßenvermögens durch geeignete Maßnahmen zu begegnen.

In einem ersten Schritt muss daher der Zustand des klassifizierten Straßennetzes regelmäßig erfasst und bewertet werden. Hierfür werden Spezialfahrzeuge eingesetzt, die mit verschiedenen Messsystemen und Kameras bestimmte Eigenschaften der Straße, wie z.B. Unebenheit, Griffigkeit, Spurrinnnentiefe und Flickstellen erfassen. Die auf diese Weise alle vier Jahre gewonnenen Daten werden dann nach bundesweit einheitlichen Algorithmen bewertet und in Karten und Streckenbändern visualisiert.

In einem zweiten Schritt fließen diese Ergebnisse in eine Erhaltungsplanung und damit in die Erstellung der Bauprogramme ein. Hierzu findet einmal jährlich eine Bereisung der einzelnen Straßenmeistereibezirke statt. Die zur Sanierung anstehenden Straßenabschnitte werden dann vor Ort begutachtet. Nach Abwägung aller vorliegenden Informationen wird im Anschluss das Bauprogramm für das kommende Jahr entwickelt.

Die zukünftige Erhaltungsplanung geht jedoch noch einen ganzen Schritt weiter. Hierbei soll durch Vergleich der alle vier Jahre wiederkehrenden Zustandsmessungen und unter Zuhilfenahme weiterer Informationen wie z.B. Straßenaufbau und -querschnitte, Erhaltungsgeschichte und Verkehrsbelastung einer Straße eine Prognose erstellt werden, welche Finanzmittel in den nächsten Jahren für die Erhaltung des Straßennetzes benötigt werden. Gleichzeitig sind sinnvolle Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten und zu beurteilen, ob die in den Bauprogrammen realisierten Erhaltungsmaßnahmen erfolgreich waren oder nicht. Daneben können die Auswertungen auch Aussagen zur Qualität und Dauerhaftigkeit verschiedener Bauweisen liefern.

Das Pavement Management System stellt somit eine Möglichkeit dar, die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel im Rahmen der Bauprogramme wirtschaftlich und bedarfsorientiert einzusetzen und dies auch für Außenstehende transparent und nachvollziehbar zu gestalten.