Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Soziales
 

Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Herzlich Willkommen bei der Landesbehindertenbeauftragten!

Die Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen Christa Maria Rupp.
Die Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen Christa Maria Rupp.

Zuerst möchte ich mich Ihnen vorstellen:

Mein Name ist Christa Maria Rupp und ich bin seit dem 01.01.2017 als ehrenamtliche Landesbehindertenbeauftragte im Saarland tätig. Ich wurde 1952 in Schmelz geboren und wuchs dort mit meinen 4 Geschwistern auf. Im Jahr 1976 heiratete ich und unsere beiden Kinder wurden 1977 und 1979 geboren. Derzeit lebe und arbeite ich in Saarbrücken.


Mein Werdegang:

Im Alter von etwa 4-6 Monaten wurde eine absolute Blindheit bei mir diagnostiziert, damals ohne jede ärztliche Erklärung. Bis 1959 führte ich als ein Kind unter vielen in unserer Straße ein durchaus „integriertes“ Leben, vor allem mit der Unterstützung meiner zwei Jahre jüngeren Schwester. Im selben Jahr wurde ich in die Schule für Blinde und Sehbehinderte in Lebach eingeschult und besuchte dort 6 Jahre lang die Schule sowie das Internat. 1965 ging ich dann an die Carl-Streel-Schule, ein Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte in Marburg. Im Jahr 1972 machte ich dort mein Abitur und begann anschließend an der pädagogischen Hochschule Saarbrücken und in Heidelberg Lehramt zu studieren. Mein Examen machte ich 1976. Trotz gutem Abschluss fand sich keine Stelle für eine blinde Lehrerin. Auch deshalb widmete ich mich nach meiner Hochzeit und den Geburten meiner beiden Kinder jahrelang der Familie. Neben meiner Familienarbeit belegte ich Studiengänge an der Fernuniversität in Hagen in Psychologie und Literatur und machte eine Fernausbildung in psychologischer Beratung auf der Grundlage Verhaltenstherapie nach Ellis und personenzentrierter Gesprächstherapie nach Roger.

Auch leistete ich meinen Beitrag in ehrenamtlicher Tätigkeit und Honorartätigkeit vor allem bei der Kirche und in der Frauenarbeit. Seit 1996 leiste ich meine Arbeit im Vorstand beim Blinden- und Sehbehindertenverein des Saarlandes und bin hier vorwiegend für den psychosozialen Bereich zuständig. 2010 wurde ich zur Landesvorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins des Saarlandes gewählt und zum 01.01.2017 wurde ich nun von der Landesregierung zur Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen für das Saarland berufen.



Was will ich nun in der meiner Funktion als Landesbehindertenbeauftragte erreichen?

Ich will gemeinsam mit meinen Mitstreitern die Forderungen und Bedingungen der UN-Behindertenrechtskonvention mit Inhalten füllen und zu wirklichen Ergebnissen kommen die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes begleiten und wo es möglich ist auch unterstützen, aber auch in Frage stellen auf dem Weg zu einer inklusiven und barrierefreien Gesellschaft Menschen mitnehmen und überzeugen!

 

Was brauche ich dazu?

Ich brauche für meine Arbeit:

  • Die Unterstützung und die gemeinsame Arbeit mit den Verbänden und den Behindertenbeauftragten
  • Einsicht, Nachsicht, Rücksicht, Voraussicht und dies nicht nur von der Landesregierung!

Wichtig sind mir auch die Unterstützung und der Austausch mit dem Landesbehindertenbeirat und den Kommunalbehindertenbeauftragten.

 

Was bringe ich mit?

Für meine neue Tätigkeit bringe ich viel Freude an der Aufgabe und dem Dialog mit Menschen und eine große Neugier und Freude auf neue Erfahrungen, neuem Wissen und neuen Erkenntnissen mit. Weiter bringe ich meine ganz persönliche Erfahrung als Mensch mit einer Sinnesbehinderung mit und Erfahrungen aus der Arbeit mit anderen Betroffenen. Meine Mitmenschen sagen auch, ich hätte eine hohe soziale Kompetenz. Ich bin beharrlich, habe aber auch Geduld, ich bin dialogbereit, aber habe auch eine große Portion Zorn, nämlich dann, wenn ich Ignoranz, Intoleranz und verbohrtem Starrsinn oder gar arroganter Dummheit begegne...

 

Meine Visionen:

Für die Zukunft habe ich die Visionen, dass Menschen mit Beeinträchtigung und Behinderung in einer Gesellschaft leben werden, die sie in allen Bereichen mitnimmt, die erkennt, wie wertvoll Buntheit und Vielfalt für jede Gesellschaft sein kann. Eine Gesellschaft, die Menschen mit Beeinträchtigung unterstützt und nicht „behindert“! Dass Kinder mit Behinderung in einer Umwelt aufwachsen können, die ihnen genau das gibt, was sie für ein zufriedenes und erfülltes Leben benötigen: Die Teilhabe in allen Lebensbereichen!

Mit meinen Mitstreitern und meinen ganzen Kräften stehe ich für diese Vision ein!

 

Meine Lebensmottos sind:

1. Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar! (ein Zitat aus „Der kleine Prinz“)

2. Wenn Dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest Du nicht mit dem Kopf nicken! (Quelle unbekannt)

 

Und meine Lebenserfahrung ist:

Die meisten Herzen haben leider viel zu viele Druckstellen und „Hühneraugen“.

 

Was ich mag:

Am meisten mag ich natürlich meine Kinder und Enkelkinder, dann auch eine kleine Handvoll meiner besten Freunde und klare gerade Menschen mit einem guten Gespür für ihre Umwelt und ihre Mitmenschen.

 

Meine gesetzlichen Aufgaben sind:

In dem Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Saarland (Saarländisches Behindertengleichstellungsgesetz – SBGG) sind die Aufgaben der Landesbehindertenbeauftragten in § 16 definiert.
Diese sind: darauf hinzuwirken, dass das Ziel verwirklicht wird, dass Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen beseitigt werden und Benachteiligungen verhindert werden. Es ist weiter darauf hinzuwirken, dass die gleichberechtigte Teilhabe am Leben von behinderten Menschen in der Gesellschaft gewährleistet wird und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht wird.
Auch sollen die sonstigen Bestimmungen des Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes und aufgrund des Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen sowie anderer Vorschriften zu Gunsten behinderter Menschen eingehalten werden.

Weiter sind die Aufgaben:

Die Landesregierung und den Landtag in Grundsatzangelegenheiten behinderter Menschen zu beraten, bei der Erstellung von Rechtsvorschriften, die den Bereich von Menschen mit Behinderungen berühren, beratend mitzuwirken, insbesondere bei der Fortschreibung des Landesplans für Menschen mit Behinderungen und der Landesbauordnung, darauf hinzuwirken, dass geschlechtsspezifische behinderungsbedingte Benachteiligungen von behinderten Frauen abgebaut und verhindert werden, Anlaufstation für die individuellen und allgemeinen Probleme behinderter Menschen, ihrer Angehörigen und von Verbänden und Institutionen behinderter Menschen zu sein, die Öffentlichkeit über die Situation von Menschen mit Behinderungen und ihrer Angehörigen zu unterrichten, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit eine enge Zusammenarbeit mit den Medien durchzuführen, dem Landtag und der Landesregierung über die Situation der Menschen mit Behinderungen sowie über ihre/seine Tätigkeit jeweils in der Mitte der Legislaturperiode schriftlich Bericht zu erstatten, in regionalen und überregionalen Gremien mitzuarbeiten und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Institutionen, Verbänden und Selbsthilfegruppen zu pflegen.

Die Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen bekommt von den Verwaltungen des Landes, den Gemeinden, den Gemeindeverbänden sowie der sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes, der Gemeindeverbände oder der Gemeinden unterstehen und von den Gerichten und Staatsanwaltschaften Auskünfte zur Situation von Menschen mit Behinderungen.

Die Landesbehindertenbeauftragte wird von diesen Stellen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt. Dies hilft mir auch bei meiner Arbeit als Vorsitzende des Landesbehindertenbeirates und bei den Treffen mit den kommunalen Behindertenbeauftragten im Land.

Ich freue mich auf jeden Fall auf meine Arbeit und über jede Unterstützung, die mir bei meiner Arbeit behilflich ist!

 

 

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Infos von der Landesbehindertenbeauftragten und dem Beirat:

Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz

Hier finden Sie mehr Informationen zum Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetz

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Christa Maria Rupp
Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Franz Josef Röder Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3253
Telefax
(0681) 501-4592
Iris Bost
Büro der Landesbehindertenbeauftragten
Franz-Josef-Röder-Str. 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3189
Dr. Anne Funke
Stellvertreterin der Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-2274
Telefax
(0681) 501-4592
Marion Schmelzer
Geschäftsstelle der Treffen der kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3189
Telefax
(0681) 501-4592