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Landarztquote

Der Landtag des Saarlandes hat das Gesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs des Saarlandes, kurz das Landarztgesetz, im Rahmen seiner Plenarsitzung am 13. Mai 2020 abschließend beschlossen. Das Landarztgesetz wurde im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht und trat am 21. Mai 2020 in Kraft.

Zur Umsetzung des Landarztgesetzes wurde durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in der Folge eine Verordnung zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs des Saarlandes, kurz die Landarztverordnung, erlassen. Diese trat am 24. Mai 2020 in Kraft.

Da die ersten zukünftigen Landärztinnen und Landärzte bereits im kommenden Wintersemester 20/21 ihr Studium an der Universität des Saarlandes aufnehmen sollen, ist das Bewerbungsverfahren unmittelbar nach Inkrafttreten des Gesetzes gestartet.

Der Link zum Bewerberportal wird nur in der Zeit online gestellt, in der eine Bewerbung möglich ist.

Mit Beginn des Wintersemesters 2020/2021 werden insgesamt 7,8 % der Studienplätze der Humanmedizin an der Universität des Saarlandes im Rahmen einer sog. Landarztquote vergeben werden. Dies entspricht 22 Studienplätzen. Diese Vorabquote reserviert einen Teil der Studienplätze für Bewerberinnen und Bewerber, die sich vertraglich verpflichten, nach Abschluss des Studiums und der fachärztlichen Weiterbildung in der Allgemeinmedizin für zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in den unterversorgten und von Unterversorgung bedrohten ländlichen Regionen des Saarlandes tätig zu sein. Darüber hinaus müssen selbige in einem speziellen Bewerbungsverfahren unter Beweis stellen, dass sie hierfür besonders geeignet sind.

Rechtliche Grundlagen der Landarztquote

Die rechtliche Grundlage für die Zulassung zum Medizinstudium im Rahmen der Vorabquote für die hausärztliche Versorgung in unterversorgten Gebieten und für die Vergabe der Studienplätze bildet das "Gesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs des Saarlandes" (Landarztgesetz Saarland). Es regelt insbesondere die vertraglichen Verpflichtungen und die Kriterien für die Vergabe der Studienplätze.

Das Verfahren zur Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber richtet sich auf dieser Grundlage im Einzelnen nach der "Verordnung zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs des Saarlandes" (Landarztverordnung Saarland). Hier sind alle Details zur Antragstellung, zur Bewertung der Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber und zur Zuteilung der Studienplätze geregelt.

Landarztgesetz vom 13.05.2020  (PDF, 214KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Landarztverordnung vom 22.05.2020  (PDF, 209KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Unterversorgte Gebiete

Die wohnortnahe hausärztliche Versorgung ist zwar in erster Linie in ländlichen Räumen gefährdet, die Zielsetzung des Landarztgesetzes SL richtet sich aber allgemein auf die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten und von Unterversorgung bedrohten Gebieten des Saarlandes (§ 1 LArztG SL).

Ein entsprechender besonderer öffentlicher Bedarf besteht, wenn in einem Gebiet voraussichtlich mehr Hausärztinnen und Hausärzte benötigt werden als sich dort für eine hausärztliche Tätigkeit entscheiden werden (§ 3 LArztG SL). Diese Feststellungen trifft das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie unter Berücksichtigung von Prognoserechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung, gibt sie im AMTSBLATT des Saarlandes bekannt und überprüft sie in regelmäßigen Abständen (§ 2 LArztV SL).

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