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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Umweltstaatssekretär Krämer übergibt 63.600 Euro für Projekte der Flurbereinigung in Bliesen

05.12.2017
Mitte: Roland Krämer und Christian Feld (Vorsitzender Teilnehmergemeinschaft Bliesen)
Mitte: Roland Krämer und Christian Feld (Vorsitzender Teilnehmergemeinschaft Bliesen)

Für die Maßnahmen im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens im Jahr 2017 hat die Teilnehmergemeinschaft Bliesen jetzt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 63.600 Euro von Umweltstaatssekretär Roland Krämer überreicht bekommen.  „Flurbereinigungsverfahren sind zwar oft langwierig, weil bei der Grundstücksneuordnung unterschiedliche Eigentümerinteressen unter einen Hut gebracht werden müssen. Aber mit Blick auf die Ergebnisse lohnt sich die Arbeit“, so Krämer bei einem Ortstermin in St. Wendel-Bliesen. Seit Verfahrensbeginn erhielt die Teilnehmergemeinschaft bereits rund 4 Mio. Euro für diverse Maßnahmen im Rahmen der Flurbereinigung.
„Im Rahmen des Verfahrens werden unter anderem Maßnahmen für die Dorferneuerung oder im Wegebau durchgeführt, die Begrünung der Landschaftswege wird forciert, Projekte für Freizeit und Erholung und im Sinne der wasserwirtschaftlichen Belange der Region werden geplant und umgesetzt. Nicht zuletzt wird dieses Verfahren die Lebensverhältnisse der Menschen in und um Bliesen verbessern“, so Krämer abschließend.
Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens in St. Wendel-Bliesen wird ein Gebiet von über 1.300 ha, das sich in über 7.500 einzelne Flurstücke aufgliedert und etwa 1.950 Eigentümer zählt, nach den heutigen betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen neu erschlossen und somit im Sinne der Naherholung, Landschaftspflege und landwirtschaftlicher Anliegen nutzbar gemacht.
Die Sanierung und Erweiterung der „Alten Trierer Straße“ ist wohl die bisher bekannteste Maßnahme im Rahmen dieses Verfahrens. Neben diesem Wirtschafts- und Radweg sind 23 weitere Wegebaumaßnahmen bereits ausgeführt, drei weitere Forstwege ausgebaut, sowie umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt worden. Die naturschutzrechtlich vorgegebene Kompensation wurde überwiegend durch eine Gewässerrenaturierung am Gombach zwischen der Wackenborner Mühle und der Gombacher Mühle realisiert.
Das Neuordnungsverfahren in Bliesen begann 1991 und soll 2025 abgeschlossen sein. Die Fördergelder stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).