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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Ausbau der Elektromobilität an den Ausbau der Erneuerbaren Energien anpassen – Beifall von Ernst Ulrich von Weizsäcker für Saar-Initiative

30.11.2017
Beifall von Ernst Ulrich von Weizsäcker für Saar-Initiative
Beifall von Ernst Ulrich von Weizsäcker für Saar-Initiative

Prominente Unterstützung erhält Umweltminister Reinhold Jost für seine Initiative auf der Umweltministerkonferenz (UMK), den Ausbau der Elektromobilität an den Ausbau der Erneuerbaren Energien anzupassen. „Die Skizze des Beschlussvorschlags und deren Begründung finde ich vollkommen richtig“, schreibt der Präsident des renommierten Club of Rome, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, dem saarländischen Minister.        
Weizsäcker, Physiker und Biologe, hatte in einem Interview Mitte November  vor einem „Schnellschuss beim Verbrennungsmotor“ gewarnt. Natürlich müsse man die E-Auto-Technik vorantreiben, aber mit Blick auf den aktuellen Strommix sei das Elektroauto „klimaschädlicher als der Verbrennungsmotor“.

„Diese Einschätzung von Weizsäckers teile ich voll und ganz. Seine Argumentation deckt sich mit der Begründung unseres Beschlussvorschlages, mit dem wir jetzt  auf der Umweltkonferenz in Potsdam erfolgreich waren“, stellt Minister Jost fest. „Wir dürfen den Verbrennungsmotor keinesfalls verteufeln, wir brauchen ihn noch“, so Jost.
Der notwendige Ausbau der Elektromobilität müsse mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien Schritt halten. Eine Umstellung des Autoverkehrs auf Elektroantrieb dürfe nicht dazu führen, dass der Anteil fossiler Energieträger an der Stromerzeugung in Deutschland und die damit verbundenen Emissionen steigen, weil mehr Strom gebraucht werde.  „Bei einem überhasteten und unkoordinierten Ausbau der Elektromobilität ist zu befürchten, dass die zur Aufladung der Batterien benötigte zusätzliche elektrische Energie vor allem durch fossile Energieträger oder durch Import von Atomstrom bereitgestellt werden muss. Und genau das wollen wir vermeiden“, betont Jost. Die Länderkollegen seien bei der UMK dieser Argumentation gefolgt. Jost: „Und mich freut natürlich, dass unser Vorgehen auch den Beifall eines so hoch angesehenen Streiters für den Umweltschutz wie Ernst Ulrich von Weizsäcker findet.“