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Arbeitsschutz
 

Arbeitsschutz im Frisörhandwerk: Sichere Beschäftigung bedeutet auch ausreichenden Arbeitsschutz

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz prüfte vor Ort

05.11.2018

Sichere Beschäftigung im Frisörhandwerk bedeutet nicht nur eine faire Bezahlung, sondern auch einen sicheren Arbeitsalltag mit ausreichendem Arbeitsschutz. Geregelte Arbeitszeiten stehen dabei ebenso im Fokus wie der Arbeitsschutz.

Die Gefahren und Belastungen im Friseurhandwerk, sind nicht so sehr bewusst, aber der ständige Umgang mit Chemikalien zum Färben der Haare, Haarsprays und nassen Haaren, führt oft zu Allergien, Ekzemen, Atemwegsbeschwerden oder Asthma. Die einseitige Körperhaltung beim Schneiden und Waschen wirkt sich auf Rücken und Schultern aus, viele Beschwerden resultieren daraus.
Frisöre sollten sich der Gefahren ihres Berufs bewusst sein, um diesen entsprechend entgegenwirken zu können. In einer Schwerpunktaktion hat das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz im Frühjahr 2018 in landesweit 24 Filialen größerer Frisörketten erneut festgestellt, dass der Arbeitsschutz im Frisörhandwerk noch viele Schwachstellen aufzeigt. In den 24 Betrieben wurden insgesamt 134 Mängel festgestellt. Kein Betrieb war mängelfrei.
Tatsächlich birgt der Friseurberuf einige Gefahren und nicht selten können Frisöre ihren Beruf krankheitsbedingt nicht mehr ausführen.

Wie viele tagtägliche Routinen gesundheitlich bedenklich sind, darüber hat das LUA in seiner Schwerpunktaktion beraten und Mängel aufgezeigt. Angefangen beim Einsatz hautverträglicher Produkte für die Waschvorgänge, geeignete Raumlüftungen in den Anmischbereichen und die sichere Aufbewahrung der Chemikalien, um nur einige der Themen der Überprüfung zu nennen. Auch Vorsorgeuntersuchungen und arbeitsmedizinische Beratungen helfen dabei Arbeitsunfälle und Krankheitsausfälle zu verhindern. Die Gefährdungsbeurteilung hilft Gefährdungen festzustellen und konkrete Maßnahmen festzulegen. 80 Prozent der aufgesuchten Betriebe hatten bislang keine Gefährdungsbeurteilung erstellt. Zwischenzeitlich haben von den 24 Betrieben 22 Betriebe die aufgezeigten Mängel behoben und die beiden letzten Betriebe sind zurzeit dabei Unterlagen nachzureichen.
Das LUA musste feststellen, dass der Arbeitsschutz in dieser Branche noch nicht angekommen ist und es noch viel Beratungs- und Überwachungsbedarf gibt.