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Abfall
 

Siedlungsabfall


Unter dem Begriff Siedlungsabfall versteht man Abfälle aus privaten Haushaltungen (Hausmüll, Sperrmüll), mit diesen vergleichbare gewerbliche Abfälle (z.B. hausmüllähnliche Gewerbeabfälle) sowie Bauabfälle und Klärschlämme.

Zuständig für die Entsorgung der Abfälle aus privaten Haushaltungen sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE), im Saarland die Gemeinden und der Entsorgungsverband Saar (EVS).

Für die Entsorgung der anderen Abfälle sind die örE nur verantwortlich, sofern diese beseitigt werden sollen, die Verwertung dieser Abfälle müssen die Abfallerzeuger eigenverantwortlich organisieren.

Den Gemeinden obliegt gemäß § 5 Abs. 2 Saarländisches Abfallwirtschaftsgesetz (SAWG)
1. die Beseitigung von Erdmassen und Bauschutt, soweit eine Verwertung nicht durch Dritte sichergestellt ist, sowie
2. die Verwertung von Grünschnitt, Laub, Ästen, Strauchwerk und vergleichbaren Materialien.

Der EVS ist gemäß § 5 Abs. 3 SAWG zur Erfüllung der überörtlichen Aufgaben der Abfallentsorgung (im Wesentlichen Bioabfallverwertung, Restmüllbehandlung, Deponierung) und – soweit einzelne Kommunen dies nicht selbst übernehmen wollen – der örtlichen Aufgaben der Abfallentsorgung (Einsammeln und Befördern der Abfälle, Problemabfallentsorgung, kommunale Abfallberatung, Erheben von Gebühren) verpflichtet.

Von der Option, die örtliche Abfallentsorgung als eigene öffentliche Aufgabe wahr zu nehmen, machen derzeit die Städte Lebach, Merzig, Saarbrücken, St.Wendel und Völklingen sowie die Gemeinden Eppelborn und Mettlach Gebrauch.

Zur Wertstoffsammlung stehen der Bevölkerung landesweit folgende Erfassungssysteme zur Verfügung:
- Gebrauchte Verpackungen und Druckerzeugnisse werden im Rahmen des Dualen Systems erfasst: Glas über Depotcontainer, Papier/Pappe über Depotcontainer bzw. separate Altpapiertonnen, die sog. Leichtverpackungen (Weißblech, Aluminium, Kunststoff, Verbunde) über den gelben Sack.
- Bioabfälle werden über die Biotonne, die seit Ende des Jahres 2001 flächendeckend eingeführt ist, der Verwertung zugeführt.
- Die Verarbeitung von Grünschnitt erfolgt in kommunalen sowie privaten Kompostieranlagen.

Ergänzend dazu betreiben der EVS sowie die ausgetretenen Städte und Gemeinden 20 (Stand: August 2014) kommunale Wertstoffhöfe (siehe auch „Mehr zum Thema…“).

Einzelheiten zum Entsorgungsangebot der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger finden Sie auf deren Internet-Seiten.