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Nachhaltigkeit
 

Waldausstellung "Aus dem Wald in die Welt"

Zum Jahr der Nachhaltigkeit stellen wir Ihnen die Waldausstellung "Aus dem Wald in die Welt" vor.

Waldausstellung Reservierung

Waldausstellung Reservierung

Sie wollen die Ausstellung mieten?
Dann wenden Sie sich bitte an Herrn Gangolf Rammo (siehe Kontakt rechts).

Waldausstellung Transport

Waldausstellung Transport

Die Ausstellung kommt zu Ihnen. Transport und Aufbau werden vom SaarForst Landesbetrieb übernommen. Bitte stellen sie einen Ansprechpartner vor Ort sicher. Näheres erfahren Sie bei der Reservierung der Waldausstellung.

Waldausstellung Elemente

Waldausstellung Elemente

Die Ausstellung umfasst insgesamt 17 Tafeln, wovon eine im Querformat aufgebaut werden muss.
Die Tafeln haben folgende Maße: Höhe: 160 cm und Breite: 92 cm.
Genaue Angaben entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden pdf-Dokument.

Tafel 1: Nachhaltigkeit: 300 Jahre alt – immer noch modern

Tafel 1: Nachhaltigkeit: 300 Jahre alt – immer noch modern

Holz, und damit der Wald, war bis ins 19. Jahrhundert die zentrale Ressource. Auch in unserer Region war Holzmangel die Wachstumsbremse für die aufkommende Eisenindustrie (Verhüttung bis 1830 ausschließlich mit Holzkohle) Ähnlich war die Situation in Sachsen im ausgehenden 17. Jahrhundert. Bei der Erz- und Silbergewinnung und auch bei der anschließenden Verhüttung wurde soviel Holz gebraucht, dass die Wälder devastiert (=gerodet – bis zum Stumpf) waren.
In dieser bedrohlichen Situation verfasste Hans-Carl von Carlowitz 1713 das Werk „silvicultura oeconomica“, wo er erstmals das Wort „nachhaltend“ prägt.
Seitdem hat dieser Begriff über die Verwendung in der Forstwissenschaft hinausgehend weltweit Karriere gemacht. Heute findet das Wort Nachhaltigkeit in allen Politikfeldern Verwendung und droht durch inflationäre Verwendung (z.B. in der Werbung) trivialisiert zu werden.
Mit der Waldausstellung wollen wir zeigen, wie der abstrakte Begriff der Nachhaltigkeit entstanden ist und im Saarland mit Leben gefüllt wird.


Tafel 2: Jahr der Nachhaltigkeit 2013

Tafel 2: Jahr der Nachhaltigkeit 2013

Nachhaltige Entwicklung ist heute  mehrdimensional zu verstehen. Auch wenn die ökologische Nachhaltigkeit das Fundament bildet, so dürfen die sozialen Belange insbesondere das Denken an die kommenden Generationen nicht vernachlässigt werden. Schließlich sind auch ökonomische Gesichtspunkte zu integrieren, nicht zu verwechseln mit einem kurzfristigen und oft kurzsichtigen betriebswirtschaftlichen Ansatz.
In diese drei Sparten – Ökologie, Ökonomie und Soziales -  ist auch die Ausstellung gegliedert


Tafel 3: Wald ist Lebensraum

Tafel 3: Wald ist Lebensraum

Von Natur aus ist Deutschland ein Waldland. Auch wenn in Deutschland kaum noch Urwälder existieren, ist der Wald doch unser naturnächstes Ökosystem geblieben. Die bei uns dominierende Waldgesellschaft, der  Buchenwald, ist global gesehen ausgesprochen selten. Daher stehen wir in einer besonderen Verantwortung zu seiner Erhaltung. Die Herausforderung bei der Bewirtschaftung besteht darin, die natürliche Artenvielfalt der Buchenwälder als Mischwälder zu erhalten und zu fördern.


Tafel 4: Der Wald bietet biologische Vielfalt

Tafel 4: Der Wald bietet biologische Vielfalt

Zusätzlich zu der Integration der Naturschutzbelange in die normale Waldbewirtschaftung hat der SaarForst Landesbetrieb Sonderprogramme gestartet: Mit dem bundesweit beachteten Alt- und Biotopholzkonzept werden die Lebensgemeinschaften gefördert, die von den Alters- und Zerfallsphasen abhängig sind. Zu diesem Thema wurde unlängst zusammen mit dem NABU ein langfristiges Forschungsprojekt gestartet, das wesentlich durch das Bundesamt für Naturschutz finanziert wird. Im Fließgewässerprogramm wurden im ganzen Land Bachrenaturierungen durchgeführt und da verschiedene Tier- und vor allem Blütenpflanzen in dichtgeschlossenen Wäldern kaum lebensfähig sind, schafft das Lichtwaldartenprogramm an geeigneten Stellen kleine helle Inseln.


Tafel 5: Der Wald schützt das Klima

Tafel 5: Der Wald schützt das Klima

Die sog. Treibhausgase sind die Hauptverursacher für die globale Klimaveränderung.
Mengenmäßig an erster Stelle steht das Kohlendioxid.
Wenn es uns also gelingt, CO2 aus der Atmosphäre herauszuziehen und dauerhaft einzulagern, können wir der Erwärmung entgegenwirken.
Genau diesen Effekt - den eines CO2 –Speichers - hat der Wald. Mit dem komplizierten Vorgang der Photosynthese wird der Atmosphäre CO2 entzogen und im Holz eingelagert.
Selbst wenn der Baum genutzt wird, bleibt zumindest in langlebigen Holzprodukten die Speicherfunktion erhalten.


Tafel 6: Der Waldboden

Tafel 6: Der Waldboden

Der Waldboden ist ganz eigener Lebensraum. Obwohl das Wohlergehen der gesamten Lebensgemeinschaft vom Bodenzustand abhängt, wird ihm zu wenig Beachtung geschenkt. Bei der Waldbewirtschaftung ist deshalb darauf zu achten, dass dem Kreislaufsystem nicht zu viel organisches Material entzogen und der Boden geschont wird.
Der Zustand des Waldbodens ist ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste, Indikator für nachhaltige Waldwirtschaft.


Tafel 7: Der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet

Tafel 7: Der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet

Bei keiner anderen Form der Landbewirtschaftung ist es so gut möglich, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit auf derselben Fläche gleichrangig zu berücksichtigen, wie innerhalb der Waldbewirtschaftung.
Vor allem ist die oft geforderte Versöhnung von Ökonomie und Ökologie bei der Waldbewirtschaftung gelebte Praxis. Da die saarländische Waldbaustrategie anstrebt, die Vorräte an Holzmasse ansteigen zu lassen – weniger ernten als nachwächst – erfüllen wir damit auch die Ansprüche der nachfolgenden Generationen.


Tafel 8: Der Wald erzeugt natürliche Produkte

Tafel 8: Der Wald erzeugt natürliche Produkte

Mit großem Abstand ist natürlich das Holz das wichtigste Produkt, das uns der Wald liefert. Für viele überraschend ist die Tatsache, dass Deutschland, trotz dichter Besiedlung und der Orientierung an industrieller Entwicklung über so große Holzvorräte verfügt, dass die Eigenversorgung gesichert ist. Obwohl die Brennholznutzung in den letzten Jahren spürbar zugenommen hat, sollte die Erzeugung langlebiger Holzprodukte aber Vorrang behalten.
Unter den anderen Waldprodukten soll neben Früchten und Pilzen auch die Gewinnung von Wildbret als unbelastetes und gesundes Lebensmittel erwähnt werden.


Tafel 9: Der Wald als Arbeitsplatz

Tafel 9: Der Wald als Arbeitsplatz

Die verschiedenen Funktionen, die der Wald zu erfüllen hat – Ökologie, Ökonomie, Sozialfunktion – geschehen „natürlich“ aber nicht von allein. Entscheidenden Anteil tragen wir – also die Menschen, die im Wald tätig sind:
Ein Beispiel:
Förster und Waldarbeiter müssen die Holzernte planen, organisieren und unfallfrei erledigen: Ökonomie
Das Ganze muss im Einklang mit dem Naturschutz erfolgen: Ökologie
Dabei soll die Erholungsfunktion des Waldes möglichst nicht beeinträchtigt werden. Es wird verdeutlicht, dass die Tätigkeit im Wald heutzutage viele verschiedene Kompetenzen voraussetzt:
Praktische und technische Kenntnisse, ökologisches Wissen, Umgang mit Menschen, Öffentlichkeitsarbeit, juristisches Verständnis und, und.. Neben Förstern und Waldarbeitern sind im saarländischen Wald auch selbständige Forstunternehmen tätig.


Tafel 10: Holzzuwachs im Saarland

Tafel 10: Holzzuwachs im Saarland

Als normale Waldbesucher empfinden wir den Wald als eine Ansammlung unterschiedlich starker Bäume. Das Wachstum ist für das bloße Auge nicht sichtbar. Ein Blick auf eine Baumscheibe mit den Jahrringen zeigt uns zwar das Alter des Baumes und den jährlichen Zuwachs, ein stehender Wald wird aber als statisches Bild empfunden. Daher kommt bisweilen auch die Missstimmung, wenn durch die Ernte von Bäumen solche gewohnten Bilder „über Nacht“ verändert werden.
Vielleicht können wir durch praktische Anschauung zeigen, was der saarländische Wald an Holzzuwachs liefert:
Der gezeigte Holzwürfel stellt die Holzmenge dar, die jede Sekunde im saarländischen Wald hinzukommt.


Tafel 11: Der Wald reinigt Luft und Wasser

Tafel 11: Der Wald reinigt Luft und Wasser

Vor allem beim Waldspaziergang im Sommer wird uns bewusst, wie wohltuend die Waldluft ist. Zum einen wirkt sie frischer und durch die Filterwirkung der Blätter ist sie auch viel sauberer. Dazu kommt der nicht geringe Gehalt an ätherischen Stoffen.
Praktisch unbezahlbar ist die Leistung für die Wasserreinigung. Das quantitativ und qualitativ hervorragende Trinkwasserangebot im Saarland hängt zwar auch mit der Geologie bei uns zusammen, genauso wichtig ist aber der hohe Waldreichtum. Er sorgt dafür, dass das Niederschlagswasser wie in einen Schwamm aufgenommen wird und gleichzeitig filtert dieser Schwamm aber auch die Schadstoffe aus.
Eine willkommene Nebenwirkung ist der Hochwasserschutz und die Verhinderung von Erosionsschäden.


Tafel 12: Der Wald verbessert Lebensqualität

Tafel 12: Der Wald verbessert Lebensqualität

Fast schon ein Stereotyp von Besuchern, die zum ersten Mal ins Saarland kommen: „Wir sind ganz überrascht, wie viel Wald es hier gibt.“
Das wird auch von der Statistik bestätigt: Mit 38 % Waldanteil liegt unser Bundesland vor „klassischen Waldländern“ wie Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen.
Und das obwohl wir unter den Flächenländern bei der Bevölkerungsdichte ganz vorne liegen. Diese Kombination ist ein Alleinstellungsmerkmal des Saarlandes. Im Zuge der Klimaerwärmung wird die kühlende Wirkung des Waldes noch ungeahnte Bedeutung gewinnen.


Tafel 13: Der Wald ist Erholungsraum

Tafel 13: Der Wald ist Erholungsraum

Diese Dienstleistung, die der Wald für die Gesellschaft bringt, wird allzu häufig als selbstverständlich angenommen. Dabei bringt die zunehmende Beanspruchung verschiedener Nutzergruppen nicht nur Erschwernisse für die Waldeigentümer. Oft entsteht der Eindruck, dass manche Waldbesucher nur ihre eigenen Interessen verfolgen und wenig Rücksicht auf andere nehmen. Hier sind vor allem die Vertreter der Trendsportarten zur Rücksicht aufgefordert.
Eine kleine saarländische Erfolgsgeschichte sind die Premiumwanderwege. War das Saarland früher in touristischer Hinsicht ein weißer Fleck, kommen inzwischen Dank der Premiumwanderwege und der Radwege mehr und mehr Besucher von außerhalb, die hier übernachten. Ohne den Wald würde dieses touristische Konzept nicht aufgehen.


Tafel 14: Wussten Sie…

Tafel 14: Wussten Sie…

Eine eindrucksvolle Darstellung: Dort, wo im Saarland (wir nehmen aber unsere französischen Nachbarn aus Forbach gerne dazu) die meisten Menschen wohnen, gibt es auch den höchsten Waldanteil.
Einmalig ist auch, dass man zu Fuß oder mit der Saarbahn aus der Stadtmitte in einen Urwald gelangen kann. Wie eine riesige grüne Insel liegt der Saarkohlenwald in der Stadtlandschaft.


Tafel 15: Texttafel mit Aufruf

Tafel 15: Texttafel mit Aufruf

Machen Sie mit!


Tafel 16: Baumschule

Tafel 16: Baumschule

Auf der Stellwand sind 8 Baumstücke mit Rinde aufgehängt.
Der Besucher kann versuchen, die Täfelchen mit den Baumnamen an die richtige Stelle zu platzieren.


Tafel 17 - Wimmelbild

Tafel 16 - Wimmelbild

Anmerkung: Das Wimmelbild soll ein Hinweis sein, dass für das Thema Nachhaltigkeit das Interesse bereits früh bei Kindern altersgerecht geweckt werden soll.


Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Stabstelle Ressourcenmanagement, Betreuung Kleinprivatwald
Gangolf Rammo
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4246

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