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Verbraucherschutz
 

Finanzen und Versicherungen

Vor der Finanzkrise wurden Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht selten Produkte angeboten, die ihren Bedürfnissen nicht entsprachen. Teilweise wurden hohe Renditen in Aussicht gestellt, ohne auf die möglichen Risiken einzugehen. Somit wurde das Vertrauen der Anleger in vielen Fällen missbraucht. Hier wirkt der Verbraucherschutz darauf hin, solchem Missbrauch einen Riegel vorzuschieben, indem hohe gesetzliche Anforderungen an diese Produkte gestellt werden.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind aufgrund der Komplexität des Finanz- und Versicherungsbereiches häufig die schwächeren Vertragspartner. Daher ist es in diesem Bereich umso wichtiger, bei allen Finanzanlagen, Versicherungen und Kreditgeschäften über genügend neutrale Informationen zu verfügen, um individuell entscheiden zu können. Insbesondere über Kosten, Chancen und Risiken einer Anlage müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Rahmen einer unabhängigen Beratung informiert werden. Im Folgenden werden einzelne relevante Themenbereiche herausgegriffen und näher erläutert.

Beratungsprotokoll

Mit dem Versicherungsvertragsgesetz wurde eine Dokumentationspflicht für Beratungen eingeführt. Zu jedem Beratungsgespräch muss ein entsprechendes Beratungsprotokoll erstellt und dem Verbraucher ausgehändigt werden. In diesem Protokoll müssen der Anlass für die Beratung, die relevanten Angaben zur persönlichen Situation des Kunden, die vom Kunden geäußerten Anliegen sowie die Dauer des Gesprächs vermerkt werden.


Produktinformationsblatt

Um die Verbraucherinnen und Verbraucher noch besser über Kosten und mögliche Risiken von Anlageprodukten zu informieren, muss nach dem Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes für jedes Kapitalmarktprodukt ein entsprechendes Produktinformationsblatt zur Verfügung gestellt werden. Mit diesem Informationsblatt sollen die Anleger über die Art des Anlageproduktes, die damit verbundenen Kosten und Risiken sowie die Aussichten auf Kapitalrückzahlung informiert werden. Darüber hinaus sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber aufgeklärt werden, welche Erträge die Anlage unter verschiedenen Marktbedingungen erwirtschaftet.


Verbrauchertelefon der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat unter der Rufnummer (0228) 299 70 299 (Montag bis Freitag von 8 - 18 Uhr) ein Verbrauchertelefon eingerichtet. Dort nimmt sie Beschwerden über Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinstitute entgegen und informiert über die Zulassungen von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinstituten. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der BaFin.


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Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat C/1
Stefan Brill
Wirtschaftlicher Verbraucherschutz, Rechtsangelegenheiten der Abteilung, Bescheinigende Stelle ELER/EGFL
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
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Telefon
(0681) 501-3081