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Soziales
 

Beratung durch Pflegestützpunkte im Saarland

Im Saarland wurden seit Anfang 2009 in jedem Landkreis sowie im Regionalverband Saarbrücken insgesamt 8 Pflegestützpunkte errichtet, um Betroffenen und ihren Angehörigen wohnortnah unter einem Dach umfassende Informationen und Hilfen zu Fragen des Alterns aus einer Hand zu vermitteln.

Durch das trägerneutrale Beratungsangebot der Pflegestützpunkte sollen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt werden, sich qualifiziert für Dienstleistungen u. a. im Bereich der Sicherung der Häuslichkeit und der Pflege zu entscheiden.

Die Fachberatung in den Pflegestützpunkten wird von qualifizierten Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern der Pflege- und Krankenkassen sowie der Landkreise/des Regionalverbandes Saarbrücken sichergestellt. Sie beraten im Pflegestützpunkt oder auch zu Hause und geben Hilfestellung bei der Auswahl und Inanspruchnahme von bundes- oder landesrechtlich vorgesehenen Sozialleistungen sowie sonstigen Hilfsangeboten. Die Beratung erfolgt vertraulich und auf Wunsch gemeinsam mit dem Arzt, dem Pflegedienst oder den Angehörigen. Die Betroffenen entscheiden selbst, welche der verfügbaren Angebote sie in Anspruch nehmen möchten. Die Beratungen werden kostenlos durchgeführt.

Die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater

  1. helfen den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen, im Falle der Pflegebedürftigkeit oder sonstigen Not- und Bedarfssituationen schnell und gezielt alle notwendigen Hilfen zu organisieren
  2. kennen die vor Ort vorhandenen Hilfsangebote und machen deren Qualität transparent, um so den Ratsuchenden die Entscheidungen für bestimmte Leistungen und Anbieter zu vereinfachen und
  3. geben Hilfestellung und erteilen Auskünfte u. a. zu folgenden Themenbereichen:
  • Leistungsansprüche gegenüber der Pflegekasse bei Pflegebedürftigkeit
  • Sonstige Leistungsansprüche gegenüber der Krankenkasse (z.B. Häusliche Krankenhilfe)
  • Ergänzende Leistungsansprüche im Rahmen der Sozialhilfe
  • Koordination aller Möglichkeiten der Versorgung z.B. bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit oder bei Entlassung aus der Akut – Behandlung aus dem Krankenhaus nach den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen
  • Angebote der ambulanten Pflegedienste, der Tages-/Nachtpflegeeinrichtungen, der Kurzzeitpflegeeinrichtungen, der stationären Pflegeeinrichtungen und des Betreuten Wohnens
  • Erstellung eines umfassenden individuellen Hilfeplanes mit Feststellung des Hilfe- und Pflegebedarfs sowie der gegebenen Sozialleistungsansprüche
  • Fragen zur Pflegeeinstufung
  • Inanspruchnahme und Finanzierung niedrigschwelliger Betreuungsangebote (z.B. Betreuungsgruppen für demenzkranke und psychisch kranke Menschen)
  • Abruf und Finanzierung häuslicher Betreuungsdienste und entlastender Dienste (z.B. hauswirtschaftliche Dienste, Haushaltshilfen, Hausmeistertätigkeiten)
  • Ergänzende Versorgungsangebote („Essen auf Rädern“, Hausnotruf; Anbieter von Gartenpflege, Wäschereidienste, Fensterreinigung; Anbieter von Freizeitangeboten etc.)
  • Ehrenamtliche Hilfs- und Unterstützungsangebote, Nachbarschaftshilfen (z.B. Fahrdienste, Einkaufshilfen, Besuchshilfen, stundenweise Betreuung in Gruppen)
  • Beanspruchung von Pflegehilfsmitteln und Hilfsmitteln (z.B. Rollstuhl)
  • Finanzierung der barrierefreien Umgestaltung der Häuslichkeit (Wohnraumanpassung)
  • Beanspruchung medizinischer Leistungen und Reha – Leistungen sowie therapeutischer Angebote mit dem Ziel der Sicherung der Häuslichkeit
  • Vermittlung von Pflegekursen für Angehörige, Teilnahme an Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige
  • Nutzung weiterer Vernetzungsangebote (z.B. Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialstationen, niedergelassene Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Ernährungsberater, Psychologen, Familienberatungsstellen, Seniorenbegegnungsstätten, Kirchengemeinden und andere Glaubensgemeinschaften, Wohnberatungsstellen, Soziale Wohngemeinschaften, Anbieter haushaltsnaher Dienste,)
  • Allgemeine Beratung und Information für pflegende Angehörige, in Überlastungs- und Notsituationen, in finanziellen Angelegenheiten sowie zum Umgang mit demenzerkrankten und behinderten Menschen
  • Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für pflegende Angehörige
  • Auswahl eines ambulanten Pflegedienstes
  • Grundpflegerische, behandlungspflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen der ambulanten Pflegedienste und deren Finanzierung
  • Finanzierung des Besuchs einer Tagespflegeeinrichtung
  • Finanzierung der Kurzzeitpflegeangebote zur Sicherstellung der Verhinderungs- oder Urlaubspflege
  • Auswahl, Finanzierung und Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung
  • Rat und Unterstützung bei Problemen mit Anbietern von Pflegeleistungen oder mit Pflegeeinrichtungen
  • Palliative Versorgung, Begleitdienste für schwerkranke/sterbende Menschen
  • Informationen zu gesetzlicher Betreuung,  Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung

Im Pflegestützpunkt können Pflegebedürftige und ihre Angehörigen auch die entsprechenden Anträge z.B. auf Pflegeleistungen oder Krankenkassenleistungen stellen. In besonderen Fällen besteht die Notwendigkeit, nach der Feststellung des Hilfebedarfs auch ein Fall-Management in Anspruch zu nehmen, in dessen Rahmen alle notwendigen Hilfen in einem individuellen Versorgungsplan koordiniert werden.

Unabhängig davon können die betroffenen pflegebedürftigen Menschen den seit 1. Januar 2009 bestehenden Rechtsanspruch auf Pflegeberatung gegenüber den Pflege- und Krankenkassen unmittelbar in deren jeweiligen Geschäftsstellen geltend machen.

Die Pflegestützpunkte sind regelmäßig erreichbar innerhalb folgender Servicezeiten:

Mo. – Do.: 09.00 – 12.00 Uhr
13.30 – 15.30 Uhr (außer Pflegestützpunkt Merzig – Wadern)
Freitag: 09.00 – 12.00 Uhr
13.00 – 15.00 Uhr (außer Pflegestützpunkt Sulzbach und Pflegestützpunkt Merzig – Wadern)

Darüber hinaus können Termine auch telefonisch vereinbart werden.

Die Pflegestützpunte im Saaland finden Sie nebenstehend in der rechten Spalte dieser Seite.

Mehr Informationen zu den Pflegestützpunkten

Die Pflegestützpunkte im Saarland

Pflegestützpunkt Saarbrücken
Stengelstraße 12
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 506-5322
Telefax
(0681) 506-944984
Pflegestützpunkt Völklingen
Rathausstraße 4 – 6
66333 Völklingen
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06898) 13-5555
Telefax
(06898) 13-2049
Pflegestützpunkt Sulzbach
Sulzbachtalstraße 81
66280 Sulzbach
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06897) 924-6798
Telefax
(06897) 924-6799
Pflegestützpunkt im Landkreis Saarlouis
Choisyring 9
66740 Saarlouis
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06831) 1206-30
Telefax
(06831) 1206-329
Pflegestützpunkt im Landkreis Merzig – Wadern
Bahnhofstraße 27
66663 Merzig
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06861) 804-77
Telefax
(06861) 804-80
Pflegestützpunkt im Landkreis Neunkirchen
Knappschaftsstraße 1
66538 Neunkirchen
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06821) 1026-74
Telefax
(06821) 1026-79
Pflegestützpunkt im Saarpfalz – Kreis
Am Forum 1
66424 Homburg
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06841) 104-7134
Telefax
(06841) 104-7522
Pflegestützpunkt im Landkreis St. Wendel
Mommstraße 27 (Gebäude J)
66606 St. Wendel
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06851) 801-5251
Telefax
(06851) 801-5626