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Polizei
 

Zivilcourage

Gewaltübergriffe im öffentlichen Raum

So denken leider einige von uns. Die Angst, selbst Opfer zu werden ist groß. Doch jeder könnte einmal auf fremde Hilfe angewiesen sein.
So denken leider einige von uns. Die Angst, selbst Opfer zu werden ist groß. Doch jeder könnte einmal auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Das Programm polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) hat die „Aktion Tu was“ ins Leben gerufen und unter dem Motto „Weggeschaut ist mitgemacht“ mehrere Kurzfilme produziert. Unter nachfolgendem Link bietet  der Spot „Episode 1 – Alkohol/Gewalt“ einen passenden Einstieg ins Thema. Mit Situationen wie diesen, werden wir in der heutigen Gesellschaft immer häufiger konfrontiert. Hilfe ist wichtig! Es ist aber auch von großer Bedeutung, sich hierbei nicht selbst in Gefahr zu bringen.


Viele von uns  fühlen sich betroffen und möchten helfen, wissen aber nicht wie oder fürchten sich vor Unannehmlichkeiten.

Auch der Fall Dominik Brunner hat dem Thema Zivilcourage gegen Gewaltangriffe im öffentlichen Raum eine stetige Medienpräsenz verliehen. Durch den Tod von Brunner wurden manche Bürger noch mehr verunsichert, was ihre Hilfeleistung und ihr Einschreiten anbelangt.

Rückblick: Dominik Brunner fand im September 2009 den Tod, weil er sich schützend vor Schüler gestellt hatte, die bedroht wurden. Im Anschluss wurde Dominik Brunner von den Tätern zu Tode geprügelt.


Tipps ihrer Polizei

 

Um die Angst vor richtigem Einschreiten zu hemmen, werden nachfolgend Verhaltenstipps aufgeführt:

 

  • Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
    • Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen, es wird nicht erwartet, dass sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzten. Oft reicht schon ein lautes Wort. Aber provozieren sie hierbei nicht.
    • Bewahren sie Distanz zu dem oder den Täter(n). Duzen sie den/die Täter nicht!

 

  • Andere aktiv und direkt zur Mithilfe auffordern
    • Machen sie andere auf die Notsituation aufmerksam.
    • Sprechen sie umher stehende  Personen gezielt an und bitten sie um deren Mithilfe.

 

  • Hilfe rufen
    • Rufen sie die Polizei. Und zwar so, dass der Täter dies mitbekommt. Es kann den Täter dazu bewegen, von seinem Opfer abzulassen.

 

  • Um das Opfer kümmern
    • Gehen sie auf das Opfer ein und bieten sie ihre Hilfe an.
    • Ist das Opfer verletzt, muss es versorgt werden. Verständigen sie schnellstmöglich den Rettungsdienst und verbringen sie das Opfer wenn nötig in die stabile Seitenlage.

 

  • Als Zeuge zur Verfügung stehen
    • Wegschauen ist mitmachen!
    • Falls sich eine Beobachtung als unzutreffend erweist, hat man als Zeuge keine Nachteile zu erwarten. 
    • Jeder kann selbst einmal auf aussagebreite Zeugen angewiesen sein.
    • Genau beobachten und Tätermerkmale einprägen. Versuchen sie, sich Details zu merken. Jedes Detail kann für eine weitere Strafverfolgung wichtig sein.
    • Wer eine Straftat beobachtet und nicht einschreitet macht sich selbst strafbar. Nichteinschreitenden Personen droht eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung

 

  •  Als Opfer gezielt Personen ansprechen
    • Machen sie anderen  Personen ihre Situation deutlich.
    •  Sprechen sie anscheinend kompetente Zeugen gezielt an und bitten sie ausdrücklich um Hilfe, auch durch Bitten um konkrete Handlungen. „Sie da in der blauen Jacke, bitte rufen sie die Polizei!“ 

 

Unter Podcasts ist der Beitrag "Zivilcourage... weggeschaut - ignoriert -  gekniffen" zum Hören eingestellt.

 

 

Kontakt

Landespolizeipräsidium - Dir. LPP 2 Kriminalitätsbekämpfung/LKA
LPP 20 - Zentrale Aufgaben
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