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Ministerium für Bildung und Kultur
 

Bildungsminister Commerçon vereinbart Kooperation zur Förderung grenzüberschreitender Praktika

Pressemitteilung vom 06.06.2018 - 09:05 Uhr

Bildungsminister Ulrich Commerçon will die Möglichkeiten der Großregion besser nutzen und damit die Zukunftschancen insbesondere von saarländischen Schülerinnen und Schülern steigern. Helfen soll dabei die jetzt unterzeichnete Kooperation zwischen dem saarländischen Bildungsministerium und der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer. Eine Partnerschaft, von der Jugendliche und Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze profitieren.

„Wenn Jugendliche eine andere Sprache lernen, ein Praktikum in einem französischen Unternehmen machen oder wenn umgekehrt französische Jugendliche Einblick in ein saarländisches Unternehmen bekommen und vielleicht sogar einen Abschluss erlangen, der nicht nur auf einer Seite der Grenze anerkannt ist, dann ist das nicht nur eine Aufwertung ihrer jeweiligen Bildungsbiografie, sondern vor allem ein Beitrag zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung.“

Das Interesse der Wirtschaft an Fachkräften kommt nicht von ungefähr: Im vergangenen Jahr exportierte das Saarland Waren im Wert von rund 2,3 Milliarden Euro nach Frankreich. Unser Nachbarland ist damit der größte Handelspartner des Saarlandes. Ziel der Kooperation mit der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer ist es, die Mobilität von Jugendlichen in beiden Ländern zu fördern, das Erlernen der Nachbarsprache insbesondere im Rahmen von konkreten Erfahrungen und berufsbezogenen Situationen zu unterstützen und eine Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen anzuregen, die auf dem deutsch-französischen Markt tätig sind.

Während eines gemeinsames Treffens zwischen den Bildungsministern der deutschen Länder mit ihren französischen Kollegen (Rectrices und Recteurs d´Académie) im Rahmen der Kultusministerkonferenz diese Woche in Hamburg hat die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer nun mit dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Bestandteil dieser Kooperation ist unter anderem die Förderung des Spracherwerbs und das Kennenlernen der jeweiligen Kultur des Nachbarlandes. Darüber hinaus sollen für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Lehrerinnen und Lehrer der Zugang zu Praktika in Frankreich und umgekehrt im Saarland erleichtert werden. Auch sollen für die Jugendlichen in der Großregion Besichtigungen französischer und saarländischer Unternehmen gefördert  werden.

Mit der Zusammenarbeit erhoffen sich die Partner, dass damit die grenzüberschreitenden Kenntnisse von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften in der Großregion über Berufe und Berufsfelder insbesondere im Saarland und in Lothringen vergrößert werden.