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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Wirtschaftsminister sehen Auto-Zulieferer unter großem Anpassungsdruck

28.06.2018
Die Situation der Auto-Zulieferer war auch noch einmal Thema bei den Kamingesprächen, die am Abend in der Benediktinerabtei in Tholey stattfanden. Foto: © Iris Maurer
Die Situation der Auto-Zulieferer war auch noch einmal Thema bei den Kamingesprächen, die am Abend in der Benediktinerabtei in Tholey stattfanden. Foto: © Iris Maurer
Das Saarland hat bei der Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) einen Ergänzungsvorschlag zur Situation der Automobil-Zulieferindustrie vorgelegt. Diese Branche macht den Großteil der Wertschöpfung der Automobilindustrie in Deutschland aus. „Viele Unternehmen sind heute noch stark auf den Verbrennungsmotor ausgerichtet. Der wird zwar noch lange gebraucht, aber alternative Antriebe und Kraftstoffe sind ein drängendes Thema“, erklärte WMK-Vorsitzende Anke Rehlinger.

Die Wirtschaftsminister machen nun ausdrücklich darauf aufmerksam, dass es auf diesem Gebiet einen enormen Innovations- und Anpassungsdruck gibt. Sie wollen unter anderem erreichen, dass über ein neues Design der Innovationsförderung für diese Zulieferer nachgedacht wird: „Marktstrukturen und Wertschöpfungsprozesse ändern sich mit großem Tempo, komplette Produktionsprozesse und Geschäftsstrategien werden in Frage gestellt. Deren Anpassung ist für die betroffenen Betriebe mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Damit darf man sie nicht allein lassen“, so Ministerin Rehlinger.

Hauptfelder aktueller Entwicklungen liegen in alternativen Antriebsformen (insbesondere Elektrifizierung), alternativen Kraftstoffen, dem autonomen und vernetzten Fahren sowie in der Digitalisierung. Es gelte, einen Bruch in der Wirtschaftsstruktur mit Hilfe koordinierter Maßnahmen des Bundes, der Länder und der beteiligten Interessensgruppen abzuwenden oder zumindest abzumildern, hieß es bei der Konferenz im Saarland. Bei der Konzeption neuer Unterstützungsformate für die mittelständischen Zulieferer sollten zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit auch Maßnahmen zur Flankierung neuer regulatorischer Anforderungen gestärkt werden.

Rehlinger: „Die Wirtschaftsministerkonferenz strebt an, bei diesem Prozess eine länderübergreifend abgestimmte Fördersystematik entstehen zu lassen. Es geht vor allem darum, dass bestehende und neu entwickelte Förderprogramme sich optimal ergänzen können.“