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Häufige Fragen zum Thema Inklusion

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Symbolbild Inklusion Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Der Unterschied liegt in der Hauptsache darin, dass Integration das Hineinnehmen eines Menschen (Bsp: Schülerin oder Schüler mit Behinderung) in ein schon existierendes System (Bsp: Schule) beschreibt. Das System (Schule) ändert sich dabei nicht substantiell, sondern der integrierte Mensch (Schülerin/Schüler) muss sich anpassen. Bei der Integration wird somit entschieden, wer integrierbar ist und wer abseits stehen muss.

Inklusion will von Anfang an ein gemeinsames System für alle, ohne dass jemand ausgegrenzt oder stigmatisiert wird. Sie legt das Gedankenkonstrukt der Integration ab und sieht alle Menschen als gleichberechtigt. Sie werden von Anfang an mit einbezogen und nehmen als selbstbestimmte Individuen an und in der Gesellschaft teil. Ziel ist, dass sich die Bedingungen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen flexibel anpassen und Partizipation für alle möglich wird.


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Auch im Bereich der Integration von Kindern mit Behinderung oder von Behinderung bedrohten Kindern im vorschulischen Alter ist das Saarland seit den achtziger Jahren schon sehr weit. Die gemeinsame Betreuung, Bildung und Erziehung erfolgt im Wesentlichen in drei Formen:

  1. Einzelintegration in der Regeleinrichtung vor Ort mit zusätzlicher Unterstützung durch Fachkräfte der Arbeitsstellen für Integrationshilfen oder Frühförderung Plus
  2. Integrative Gruppen in Regeleinrichtungen
  3. Integrative Gruppen in Fördereinrichtungen

Inhaltlich und konzeptionell haben alle Einrichtungen einen inklusiven Auftrag durch das saarländische Bildungsprogramm.


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Inklusion ist ein Menschenrecht. Eine inklusive Bildung, Betreuung und Erziehung gilt für alle Kinder, egal welchen individuellen Hintergrund sie haben, z.B. besonderer Förderbedarf, Religion, Kultur, Sprache, besondere Begabungen.


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Inklusion bedeutet die Einbeziehung aller Kinder in jedem Alter, somit auch bereits im Krippenalter. Auch bei einer Betreuung in einer Krippe kann im Einzelfall auf die Unterstützung externer Einrichtungen (Frühförderung, individuelle Begleitung, usw.) zurückgegriffen werden.


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Es gibt im Saarland eine Reihe an Möglichkeiten der individuellen Begleitung und Förderung auch im Kindergartenalter. Kompetente Beratung bieten neben den Kindertageseinrichtungen bzw. deren Leitungen, die regionalen Arbeitsstellen für Integrationshilfe, Kinderärztinnen und Kinderärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsministeriums und des Landesjugendamtes, Frühförderzentren, die Beratungsstelle für Hochbegabte, Beratungsstellen für Migranten und Flüchtlinge usw. an.


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Der Übergang eines Kindes von der Kindertageseinrichtung in die Schule ist eine wichtige Herausforderung für ein Kind und für alle am Übergang beteiligten Erwachsenen, insbesondere auch für die Eltern. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung eines Kindes sind positive Erfahrungen beim Übergang von nachhaltiger Bedeutung.

Im Kooperationsjahr Kindergarten-Grundschule findet neben der frühen, kindgerechten Förderung im Kindergarten die pädagogische Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern und den Lehrerinnen und Lehrern statt.

Seit September 2010 wurde das Kooperationsjahr im letzten Kindergartenjahr und im ersten Grundschuljahr durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2016/17 ist das Kooperationsjahr im Saarland flächendeckend umgesetzt.

Durch die Kooperation Kindergarten/Schule besteht die Möglichkeit, dass Kindergarten und Schule gemeinsam die Kinder entsprechend den persönlichen Bedarfen im Übergang begleiten, unterstützen und fördern.


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Alle Kinder und Jugendlichen besuchen während der Jahre ihrer Grundbildung eine gemeinsame – in der Regel wohnortnahe – Schule.

Die Kinder und Jugendlichen werden durch Regelschullehrkräfte, Förderschullehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte in multiprofessionellen Kollegien unterrichtet, erzogen, gefördert und betreut.

In den Klassen soll eine Didaktik der individualisierenden, auf allen Leistungsniveaus leistungssteigernden Binnendifferenzierung praktiziert werden.

Jedes Kind und jeder Jugendliche wird in alltäglichen Interaktionen, sowie im Klassen-und Schulleben in einem ausreichenden Maße respektiert, so dass alle Kinder verlässlich zur Gemeinschaft gehören, demokratische Regeln annehmen und anwenden lernen und Freunde und Bezugspersonen finden, die ihnen Halt geben und Zugehörigkeit vermitteln.

Die inklusive Schule verwirklicht eine inklusive Planung im Gesamtmodell Unterricht. Unterschiedliche Unterrichtsformen und Unterrichtsbausteine sollen in Balance sein. Inklusion braucht die Kooperation aller in der Schule Tätigen. Die Verantwortung für die Umsetzung von inklusivem Unterricht liegt beim Team. Durch multiprofessionelle Teams und offene Unterrichtsformen kann Bildungsgerechtigkeit erhöht und Lernzuwachs für alle Schulerinnen und Schüler ermöglicht werden.


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Das Ziel, die gleichberechtigte Teilhabe an den allgemeinen Menschenrechten und Grundfreiheiten von Menschen mit und ohne Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten beeinflusst die saarländische Bildungspolitik seit langem. Durch die Verpflichtung aller Bundesländer, die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen umzusetzen, hat das Thema aufs Neue Aufmerksamkeit erhalten. Das Recht auf gemeinsame, diskriminierungsfreie Bildung im allgemeinen Bildungssystem ist durch den Artikel 24 ausdrücklich angesprochen.

Die Umsetzung der Konvention ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung- und damit eine langfristige gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen.


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1987 hat das Saarland bei der Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf bundesweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Mit Inkrafttreten der Integrationsverordnung wurden Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam in der Regelschule unterrichtet. Mehr als 46 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchten im Schuljahr 2014/2015 eine Schule des Regelschulsystems. In den Grundschulen betrug die Integrationsquote sogar annähernd 60 Prozent.

Mit Inkrafttreten der Inklusionsverordnung zum Schuljahr 2015/16 wurden alle schulpflichtigen Kinder in die wohnortnahe Schule eingeschult. Sie werden unter Ausschöpfung aller innerschulischen Ressourcen (Flexible Schuleingangsphase, Anpassung des Anforderungsniveaus, Individuelle Förderplanung, Leistungsbewertung auf der Grundlage von Kompetenzen des individuellen Förderplans, Gewährung von Nachteilsausgleichen) inklusiv beschult. Die Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung erfolgt nur dann, wenn die Eltern die Umschulung an eine Förderschule wünschen. Diese Anerkennung wird unabhängig vom besuchten Schulort alle zwei Jahre überprüft. Die zahlenmäßige Feststellung der Schülerinnen und Schüler mit besonderen Förderbedarfen kann über die Förderplanung erfolgen.

Seit dem Schuljahr 2016/17 gilt die Inklusionsverordnung auch für die weiterführenden allgemein bildenden Schulen aufsteigend ab Klassenstufe 5. Elf Gemeinschaftsschulen, die bis zum 1.08.2016 am "Pilotprojekt zur Entwicklung eines inklusiven Förderkonzepts an Regelschulen im Saarland" teilgenommen haben, beteiligen sich derzeit am "Schulversuch zur Anwendung der Inklusionsverordnung auf die noch nicht von der Inklusionsverordnung erfassten Klassenstufen an Gemeinschaftsschulen. Sie tauschen ihre Erfahrungen bei der Entwicklung inklusiver Schulkonzepte im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Bildungsministeriums regelmäßig aus und sind in die Prozessbegleitung der anderen Schulen bei der Entwicklung inklusiver Schulkonzepte eingebunden.

 


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Alle öffentlichen Schulen der Regelform werden inklusive Schulen. Die Regelungen über die inklusive Schule treten im Hinblick auf die einzelnen Schulformen gestaffelt in Kraft.

Ab dem Schuljahr 2014/15 wurden die Regelungen zur inklusiven Schule zunächst nur in den Grundschulen umgesetzt.

Am 1. August 2015 trat die Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung (Inklusionsverordnung) sowie zur Änderung von Verordnungen auf dem Gebiet des Schulrechts in Kraft.

Ab dem Schuljahr 2016/17  finden diese Regelungen -aufsteigend beginnend mit Klassenstufe 5- auch auf die allgemein bildenden weiterführenden Schulen Anwendung.
Elf Gemeinschaftsschulen, die bis zum 1. August 2016 am "Pilotprojekt zur Entwicklung eines inklusiven Förderkonzepts an Regelschulen im Saarland" teilgenommen haben, beteiligen sich am "Schulversuch zur Anwendung der Inklusionsverordnung auf die noch nicht von der Inklusionsverordnung erfassten Klassenstufen an Gemeinschaftsschulen". Sie setzen die Regelungen der Inklusionsverordnung in allen Klassenstufen um.

Die beruflichen Schulen folgen ab dem Schuljahr 2018/19 aufsteigend, beginnend mit den Eingangsklassen.


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Wenn sämtliche Fördermaßnahmen nach Ausschöpfung aller schulischen und außerschulischen Ressourcen keinen ausreichenden Erfolg zeigen und die Eltern die Beschulung in der Förderschule beantragen, dann entscheidet die Schulaufsichtsbehörde im Rahmen eines entsprechenden Anerkennungsverfahrens über das Vorliegen der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung. Die Schulaufsichtsbehörde kann im Rahmen des Anerkennungsverfahrens ein sonderpädagogisches Fördergutachten einholen. Die Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung wird alle zwei Jahre überprüft. Sie ist die Voraussetzung zum Besuch einer Förderschule des entsprechenden Förderschwerpunktes.


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Die inklusive Regelschule ist auf die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, deren Inklusion und individuelle Förderung ausgerichtet, anstatt eine Anpassungsleistung als Voraussetzung für die Unterrichtung bestimmter Schülerinnen und Schüler zu verlangen. Dieser inklusive Ansatz wirkt nachhaltig auf die Leistungsmotivation, da er die Leistungen aller anerkennt, fördert und die Teilhabe aller Kinder am schulischen Leben sichert. Aus der Umsetzung von inklusiven Aspekten in der Regelschule ergibt sich in einem fortwährenden Prozess die Aufgabe, den Abbau aller Barrieren voranzutreiben, die Schülerinnen und Schüler daran hindern, in der schulischen Gemeinschaft mit anderen in gegenseitigem Respekt zusammenzuleben, gemeinsam zu lernen und zusammenzuarbeiten.


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Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Es gibt aber gesicherte Kenntnisse, dass die Schülerinnen und Schüler ihre sozialen Fähigkeiten erweitern, indem sie Mitschülerinnen und Mitschüler unterstützen. Außerdem wird im erklärenden Weitergeben des bereits Gelernten dieses Wissen beim erklärenden Kind/Jugendlichen gesichert und vertieft. 

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Bereits heute besuchen fast die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler mit anerkanntem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Saarland  die Regelschule. Das bedeutet: In vielen Grundschulklassen befinden sich derzeit  Kinder mit anerkanntem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. In den letzten Schuljahren  gab es keinen Fall, in dem einem Elternantrag auf integrative Beschulung ihres Kindes nicht entsprochen wurde.

Daher ist aktuell nicht davon auszugehen, dass die Quote sprunghaft ansteigen wird. Außerdem ist weiterhin damit zu rechnen, dass einige Schülerinnen und Schüler nach dem Willen ihrer Eltern, oder bei Selbst- und Fremdgefährdung (§5, Absatz 4, Satz 2, Schulpflichtgesetz) eine Förderschule besuchen werden, wie es die saarländische Schulgesetzgebung ermöglicht. 


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Die über die reguläre Stundentafel hinausgehenden Regelschullehrerwochenstunden(z.B. LRS, AG`s, Beratungsstunden) wurden den Grundschulen als Budget bereitgestellt.

Alle Grundschulen und Gemeinschaftsschulen haben eine personalkonstante Budgetierung mit Förderschullehrerwochenstunden erhalten. Dies stellt einen großen Vorteil gegenüber der bisherigen stundenweisen, personenbezogenen Zuweisung an sonderpädagogischer Unterstützung dar. Förderschullehrerwochenstunden sind nicht mehr an ein bestimmtes Kind gebunden. Die Förderschullehrkräfte gehören zur Regelschule, haben die Möglichkeit des präventiven Arbeitens, können beratende Funktion wahrnehmen und bei der Erstellung von Förderdiagnostik mitwirken.

Hinzu kommt auch, dass durch die Modifizierung des Anerkennungsverfahrens der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf seit dem Schuljahr 2012/13 erstmals rückläufig ist. Dadurch werden zukünftig jährlich zusätzliche personelle Ressourcen frei, die zur Unterstützung in den Regelschulen genutzt werden können. 


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Die Verwirklichung der Fortentwicklung inklusiver Aspekte muss ihren Niederschlag in der 1. und 2. Phase der Lehrerausbildung sowie in der Fort-und Weiterbildung für Lehrkräfte finden.

Dies wird auch so im Beschluss der Kultusministerkonferenz 16.10.2008 i.d.F. vom 16.09.2010: „Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung“ empfohlen:
www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/Einrichtungen/zfl/Studium/KMK_2008_10_16-Fachprofile-Lehrerbildung.pdf

Für das Saarland bedeutet das zum Beispiel:
Im Leitbild des Grundschullehrers (A3: Leitbild) des neu errichteten Lehramtsstudiengangs für Grundschullehrerinnen/Grundschullehrer an der Universität des Saarlandes heißt es unter anderem: „Zukünftige Grundschullehrer/innen – wissen um die soziale, ethnische und kulturelle Heterogenität ihrer Lerngruppe. Durch Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts gleichen sie Nachteile aus und fördern Kinder mit Beeinträchtigungen ebenso wie Kinder mit besonderen Begabungen.
Zukünftige Grundschullehrer/innen – verstehen die Schule als Leistungsschule, die das Selbstvertrauen der Kinder stärkt, um deren Leistungsbereitschaft zur Entfaltung zu bringen. Sie können die Leistungen von Kindern angemessen beurteilen und bewerten und ihr Urteil für eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und Förderung nutzen.“

Dies wird in der ersten Phase der Ausbildung an der Universität des Saarlandes umgesetzt. Umgang mit Heterogenität ist als Wahlpflichtbereich im Studiengang verankert, ist grundlegender Bestandteil im Studienanteil der Bildungswissenschaften und wird in jedem Fach mit den zu erwerbenden Kompetenzen verknüpft.

Eine inhaltliche Verzahnung der ersten mit der zweiten Phase der Ausbildung zum Grundschullehrer/zur Grundschullehrerin ist in der Zusammenarbeit zwischen der Universität des Saarlandes und dem staatlichen Studienseminar für die Primarstufe sowie für Förderschulen und Inklusion verankert.

Die Ausbildung der zukünftigen Grundschullehrkräfte und Förderschullehrkräfte ist im Saarland in der 2. Ausbildungsphase eng miteinander verzahnt. Insbesondere durch inklusive Settings in jeweils einem der beiden Fachrichtungen wird in der Ausbildung der Sonderpädagogen ein deutlicher Akzent gesetzt.

Als Ansprechpartnerin für die Studienseminare aller Lehrämter steht die Landesfachberaterin Inklusion zur Verfügung. Sie kann über das Studienseminar für die Primarstufe sowie für Förderschulen und Inklusion kontaktiert werden:
http://www.saarland.de/SID-7C7F1B6D-4C124E21/3398.htm

Die weitere Entwicklung in der beruflichen Rolle als Lehrkraft ist Aufgabe der Fort- und Weiterbildung. Dies gilt insbesondere in Bezug auf den Umgang mit heterogenen Lerngruppen und der Umsetzung von inklusiven Aspekten in der Regelschule.

Hierzu erhalten Schulen und Kollegien über die Fortbildungsinstitute Angebote (zusätzlicher Pädagogischer Tag, Möglichkeit der Hospitation an den Pilotschulen, Schulentwicklungsberatung, Abrufveranstaltungen, Fortbildungsveranstaltungen, Beratung und Begleitung durch Inklusionsberaterinnen und Inklusionsberater). Die Fortbildungsinstitute Landesinstitut für Pädagogik und Medien( LPM) und Institut für Lehrerfortbildung ( ILF) sind bereit, die Konzept - und damit auch die Schulentwicklung in den einzelnen Schulen - individuell unterstützen zu helfen.


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Im Rahmen der Einigung der Koalitionsfraktionen im Mai 2013 wurde vereinbart, dass Eltern weiter die Möglichkeit haben, bei Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs ihres Kindes, die Einschulung in eine Förderschule zu wählen. Grundsätzlich besteht die Aufgabe der Sonderpädagogik im Saarland auch darin, inklusive Entwicklung und Unterrichtung an den Regelschulen zu unterstützen. Externe (sonderpädagogische) Beratung kann jederzeit von den Regelschulen eingeholt werden. 

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Das Antragsverfahren auf die Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für sonderpädagogische Unterstützung wird dann erforderlich, wenn Eltern die Beschulung ihres Kindes an einer Förderschule wünschen oder Eigen- oder Fremdgefährdung die inklusive Beschulung in der Regelschule beeinflusst. Das Antragsverfahren wird in jedem Fall über die zuständige Regelschule eingeleitet. Ansprechpartner für die Eltern ist daher die Schulleitung der jeweiligen Regelschule, die in engem Austausch mit der Schulaufsicht der entsprechenden Schulform steht.

Besucht eine Schülerin/ein Schüler bereits eine Förderschule, wird bei vermutetem Vorliegen der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung in einem anderen Förderbereich der Antrag durch die besuchte Förderschule gestellt.


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Bestmögliche individuelle Förderung jeder Schülerin und jedes Schülers ist seit jeher Anliegen aller saarländischen Schulen. An Schulen mit budgetierter Förderschullehrerwochenstundenzuweisung kann eine sonderpädagogische Unterstützung umgehend in Verantwortung aller Beteiligten eingeleitet werden, wenn ein besonderer Unterstützungsbedarf vermutet wird. Die formale Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzung für einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf muss in diesem Fall nur erfolgen, wenn die Umschulung an eine Förderschule angestrebt wird.

In Schulen, in denen derzeit noch eine personenbezogene Zuweisung von Förderschullehrerstunden erfolgt (Gymnasien, Schulen des beruflichen Schulwesens bis 2018/19) ist das formale Anerkennungsverfahren weiterhin notwendig. Die Entscheidung über einen entsprechenden Antrag trifft die Schulaufsichtsbehörde.


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Grundsätzlich werden alle schulpflichtigen Kinder in die wohnortnahe Grundschule eingeschult. Sofern die Erziehungsberechtigten nach Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung den Besuch einer Förderschule des anerkannten Förderbedarfs wünschen, wird eine Umschulung von der Schulaufsicht verfügt. Die Förderschule kann von einem Kind mit Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung so lange besucht werden, wie der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf im entsprechenden Förderschwerpunkt vorliegt. Eine Überprüfung findet regelmäßig im Rahmen der Förderplanung statt.

Ein Wechsel in die Regelschule ist möglich. Die Erziehungsberechtigten teilen dazu schriftlich (formlos) der besuchten Förderschule mit, dass sie ihren Antrag zum Besuch der Förderschule zurückziehen. 


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Eine Rückschulung in die Regelschule ist auf Wunsch der Eltern immer dann möglich, wenn Eigen-und/oder Fremdgefährdung (§5 Absatz 4 Satz 2 des Schulpflichtgesetzes) ausgeschlossen ist.

Es ist anzuraten, dass dieser Prozess in gemeinsamer Absprache zwischen Erziehungsberechtigten, Förder-und Regelschule stattfindet. Die Erziehungsberechtigten sollten zunächst die Umschulungsabsicht an der Förderschule thematisieren. Bei Umschulung in die Regelschule beauftragt die Schulaufsichtsbehörde die aufnehmende Schule mit der Einrichtung einer Klassenkonferenz. An der aufnehmenden Schule wird durch die Schulleitung eine Förderplanung eingeleitet. In die Förderplanung wird auch die abgebende Förderschullehrkraft eingebunden. Der Förderplan wird auf der Grundlage sämtlicher für die Förderung notwendigen Hilfsmittel, bereits erfolgten Fördermaßnahmen und der Berücksichtigung des sich verändernden Umfeldes festgelegt.

Da eine Umschulung bzw. Rückschulung nur zum Schulhalbjahr oder zum Schuljahreswechsel möglich ist, sollte der Schulwechsel rechtzeitig geplant werden. Müssen bauliche oder sächliche Veränderungen mit berücksichtigt werden, soll der Schulträger frühzeitig einbezogen werden. Ist eine spezielle Hilfsmittelversorgung oder personelle Unterstützung erforderlich, ist es ebenfalls notwendig, die zuständigen Stellen rechtzeitig zu kontaktieren.


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Selbstverständlich erarbeiten auch Schulen in freier Trägerschaft standortbezogene inklusive Schulkonzepte, um inklusive Aspekte umzusetzen.


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Damit auch Kinder und Jugendliche, die besondere pädagogische Förderung benötigen, ihr Bildungsrecht verwirklichen und die schulischen Anforderungen erfüllen können, werden über die Ansprüche anderer Leistungsträger hinausgehende besondere schulische Hilfen zur Verfügung gestellt.

Individualisierte Unterrichtsgestaltung gewinnt im Schulalltag immer mehr an Bedeutung. Jede Schule und das in ihr arbeitende pädagogische Personal muss sich auf die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, deren Inklusion und individuelle Förderung einlassen. Anstatt eine Anpassungsleistung als Voraussetzung für die aktive Teilhabe von Schülerinnen und Schülern zu erwarten, gilt es deren  vielschichtige Kompetenzen und ganz individuellen Stärken zu erkennen und zu fördern. Dies soll in differenziertem Unterricht mit gleichzeitiger Lernprozessbegleitung und Dokumentation der Lern- und Leistungsentwicklung umgesetzt werden.

Nachteilsausgleiche werden im Einvernehmen mit den Erziehungsberechtigten nach pädagogischem Ermessen gewährt, um der Schülerin/ dem Schüler das gleichberechtigte Erreichen der Regelanforderungen zu ermöglichen. Die Gewährung eines Nachteilsausgleichs ist nicht an das Vorliegen der Voraussetzungen  für eine sonderpädagogischen Unterstützung gebunden.

Die Richtlinien zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/oder Rechtschreibens vom 15.11.2009 gelten ebenso weiterhin, wie besondere Regelungen für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Die bereits praktizierte individuelle Leistungsbeurteilung für zieldifferent unterrichtete Schülerinnen und Schüler mit anerkanntem sonderpädagogischen Förderbedarf wird an den Schulformen, die noch nicht in die Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Unterstützung eingeschlossen sind, fortgeführt (vgl. Rundschreiben vom 12.05.2011, „Zeugnisse für Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht an Regelschulen“).


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In den Grund- und Förderschulen, die einen zielgleichen Bildungsabschluss anbieten, ist seit dem Schuljahr 2014/15 die Schuleingangsphase mit flexibler Verweildauer eingerichtet worden. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit des jahrgangsübergreifenden Lernens eröffnet. In dieser Phase erfolgt eine Information über die Leistungen des Kindes in Entwicklungsgesprächen mit den Erziehungsberechtigten. Die Leistungsmessung erfolgt individuell, kompetenzorientiert und wird in  Verbalbeurteilungen dokumentiert.

Schulkinder können im Bedarfsfall ein bis drei Jahre in der Schuleingangsphase verbleiben, wobei maximal zwei Jahre auf die Schulpflicht angerechnet werden. Versetzungsentscheidungen entfallen.


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Die Regelung zur Leistungsbewertung in den Schulen des Saarlandes gilt grundsätzlich auch für Schülerinnen und Schüler, die nach einem Förderplan besondere pädagogische Förderung erhalten. Die Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung (InkVo) ermöglicht Grundschulen, Förderschulen (mit zielgleichem Unterricht) und Gemeinschaftsschulen eine Anpassung des Anforderungsniveaus in einzelnen Fächern oder Lernbereichen (§8, InkVo).

Die Leistungsbewertung richtet sich bei Schülerinnen und Schülern, deren Anforderungsniveau in einem oder mehreren Fächern angepasst wurde oder bei denen das Vorliegen der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung (VVsU) im Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung anerkannt wurde, nach den im Förderplan individuell vereinbarten Zielen. Im Erlass zur Leistungsbewertung in den Schulen des Saarlandes vom 6.07.2016 ist festgelegt, dass die Leistungsrückmeldung zu einzelnen Leistungsnachweisen den schriftlichen Zusatz beinhaltet: "Die Leistungsbewertung bezieht sich auf das im individuellen Förderplan festgelegte Anforderungsniveau".

Bei anerkanntem sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung kann auf die Erbringung von Leistungsnachweisen im Sinne dieses Erlasses verzichtet werden. Grundlage der Leistungsbewertung bildet dann die kompetenzorientierte, schriftlich in der Förderdokumentation festgehaltene Beobachtung in den ausgewiesenen Aktivitätsbereichen. Nach Klassenkonferenzbeschluss können in allen Klassenstufen im Gültigkeitsbereich der InkVo bei Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung (AVVsU) im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Berichtszeugnisse erstellt werden (§10, InkVo).


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Eine Versetzung findet in Grundschulen erstmals zum Ende des dritten Schuljahres statt. In Förderschulen und Gemeinschaftsschulen erfolgt eine Versetzung erstmalig im achten Schuljahr.

Am Gymnasium werden Versetzungsentscheidungen in jedem Schuljahr getroffen. Hier gibt es seit 2011 den Schulversuch „Fördern statt Sitzenbleiben“, an dem ein Drittel der saarländischen Gymnasien teilnehmen.Eine Versetzungsentscheidung erfolgt bei den teilnehmenden Gymnasien erstmalig zum Ende des siebten Schuljahres. Der Modellversuch läüft noch bis Ende des Schuljahres 2016/17.

Versetzungsentscheidungen an den Schulen des beruflichen Schulwesens unterscheiden sich nach den jeweiligen Schulformen und sind in den entsprechenden Zeugnis-und Versetzungsordnungen nachzulesen.


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Seit 2011 wurde m Saarland der Pilotversuch Inklusive Schule, der mittlerweile beendet ist, an sieben Grundschulen und elf Gemeinschaftsschulen durchgeführt. Aufgabe der Schulen war es, standortbezogene eigene Schulkonzepte zu entwickeln und flexible Instrumente der Lernprozessgestaltung und Lernbegleitung zu erproben.

In regelmäßigen Treffen wurden die Erfahrungen der Schulen ausgewertet und die Schulen wurden von Januar 2012 bis Dezember 2014 durch den Lehrstuhl von Prof. Dr. Robin Stark der Fachrichtung Bildungswissenschaften der Universität des Saarlandes wissenschaftlich begleitet. Ein Abschlussbericht hierzu liegt seit März 2015 vor. Die Erfahrungen dieser Schulen sind in die Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung eingeflossen.


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Diagnostik beinhaltet eine differenzierte Eingangs-und Prozessdiagnostik sowohl von Lerngruppen als auch jedes einzelnen Kindes. Dies wird abgesichert durch eine multiprofessionell gestaltete Förderplanung, die  besonderen Begabungen wie auch besonderem Unterstützungsbedarfen gerecht wird.

Diagnostik in der Schule umfasst die Kind-Umfeld-Analyse, die Lernprozesse, das Erkennen veränderbarer Bedingungen in den Lernsituationen sowie motivierender Unterstützungsmaßnahmen bis hin zum eigenverantwortlichen Lernen. Sie ist der Ausgangspunkt für Differenzierung und Individualisierung im Unterricht. Auf ihr aufbauend können die Lehrkräfte differenzierte Aufgaben im Unterricht stellen und somit Stärken fördern und adäquate Lernhilfen geben.

Diagnostik beginnt vor der Einschulung im Rahmen des Kooperationsjahres Kindergarten-Grundschule und ist wichtiger Bestandteil des Einschulungsverfahrens und bei jedem Schulwechsel.


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Ergeben sich bei einer Schülerin/einem Schüler im Zusammenhang mit der Einschulung oder im Laufe der Schulzeit Anzeichen für die Notwendigkeit einer besonderen Förderung, so leitet der Schulleiter/die Schulleiterin möglichst frühzeitig die Förderplanung ein. Verantwortlich für die Förderplanung ist die Klassenlehrkraft oder eine von der Schulleitung benannte Lehrkraft. Alle an der schulischen Förderung Beteiligten beraten über die notwendigen Maßnahmen zur Förderung des Kindes und erstellen einen individuellen Förderplan.

Der Förderplan kann alle vorschulischen und außerschulischen Dokumente mit Zustimmung der Sorgeberechtigten berücksichtigen wie  bspw. Feststellung einer Schwerbehinderung, Dokumentation der Kindertageseinrichtung, Berichte der Frühförderstellen, medizinisch-therapeutische Unterlagen, Mitteilungen der schulpsychologischen und/oder schulärztlichen Dienste, Erfahrungen und Beobachtungen im Rahmen des Kooperationsjahres und/oder des Einschulungsverfahrens, Sprachkenntnisse, Anerkennung des Vorliegens der Voraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterstützung und/oder Hinweise zu vermuteter besonderer Begabung. Er wird während der Schulzeit ergänzt durch die schulische Dokumentation des Lern-und Entwicklungsprozesses. Der Förderplan wird kontinuierlich weiterentwickelt und fortgeschrieben. Die eingeleiteten Maßnahmen werden regelmäßig überprüft. Ihre Umsetzung erfolgt in kollegialer Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen.


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Die Förderdokumentation beinhaltet Förderpläne, Protokolle der Klassenkonferenzen, alle schulischen Gutachten sowie gegebenenfalls vorliegende außerschulische Gutachten und Stellungnahmen. Mit Inkrafttreten der Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung ist eine Förderdokumentation für Schülerinnen und Schüler mit besonderer pädagogischer Förderung verpflichtend und Teil der Schülerakte. Sie kann unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Bedingungen von allen beteiligten Lehrkräften eingesehen werden, wenn dies zur Förderung der Schülerin/des Schülers beiträgt.

Wenn es für die weitere Unterstützung einer Schülerin/eines Schülers notwendig ist, darf die Förderdokumentation auch beim Wechsel des Förderortes nach den geltenden rechtlichen Bedingungen weitergeleitet werden.


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Prinzip aller schulischen Arbeit ist die Förderung der einzelnen Schülerin/des einzelnen Schülers im gemeinsamen Verbund. Dies setzt einen Unterricht voraus, der sowohl individualisiertes als auch gemeinsames Lernen ermöglicht. Die individuelle Förderung ist in den Gesamtzusammenhang schulischer Lernförderung zu stellen. Die Schule hat daher die Aufgabe, unter Berücksichtigung aller innerschulischen Ressourcen und Maßnahmen Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Ausgangslagen so zu fördern, dass ein hohes Maß an aktiver Teilhabe am gemeinsamen Lernen ermöglicht wird. Dies erfordert einen qualitätsvollen Unterricht, der didaktisch und methodisch auf den einzelnen Schüler eingeht, passende Lernangebote anbietet und Lernhindernisse abbaut. Hier gilt es, auch seitens der Schule präventive Maßnahmen zu treffen, um drohendem Versagen in Bezug auf Leistung und Beeinträchtigung des Lernens entgegenzuwirken.


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Heterogenität bedeutet Verschiedenartigkeit und Vielfalt. Das ist normal, ebenso wie es normal ist,  dass alle Menschen verschieden sind. Die Unterschiedlichkeit der Menschen anzuerkennen, ist Voraussetzung, wenn man mit Schulkindern erfolgreich arbeiten will und jedes Kind in seiner Lern-und Leistungsfähigkeit optimal unterstützt werden soll.

Die Anerkennung der Heterogenität, auch hinsichtlich der kognitiven Leistungsfähigkeit, von Schülerinnen und Schülern ist die Basis, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und zu fordern. So ermöglicht der Unterricht die Entwicklung von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Nur durch das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten wird selbstbestimmtes Lernen, auch über die Schule hinaus, ermöglicht.


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Der Nachteilsausgleich dient dazu, im Sinne der Chancengleichheit Benachteiligungen auszugleichen oder zu verringern und betroffenen Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, ihre Leistungsfähigkeit auszuschöpfen. Durch Maßnahmen des Nachteilsausgleichs werden Bedingungen geschaffen, die den Zugang zur Aufgabenstellung und die Möglichkeit ihrer Bearbeitung gewährleisten, ohne dass dabei die inhaltlichen Leistungsanforderungen des jeweiligen Bildungsganges geringer bemessen werden. Eine Leistung, die mit Maßnahmen eines Nachteilsausgleichs erbracht worden ist, stellt daher immer eine gleichwertige Leistung dar.


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Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern finden  beim schulpsychologischen Dienst Unterstützung und Hilfe bei vielen Problemen, wie zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen (Ängsten oder Schulverweigerung), Lern- und Leistungsproblemen, besonderer Begabung,  Einschulung, Schulwahl, Durchführung von Fortbildungen (Heterogenität der Schülerschaft, Förderung des sozialen Miteinanders, Intervention bei Mobbing, Gesundheitserhaltung),Unterstützung bei der Schulentwicklung und die Testung von Schülerinnen und Schülern, bei denen Teilleistungsstörungen wie beispielsweise Legasthenie oder Dyskalkulie vorliegen. Er beschreibt die  aus der Testung resultierenden Möglichkeiten für wirksame Nachteilsausgleiche. Zusätzlich kann er für in inklusiven Schulen tätiges Personal Supervision und Unterstützung in Konfliktfällen bzw. Krisenintervention als Maßnahme anbieten.


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Die Schulsozialarbeit ist eine in vielen Schulen fest installierte Profession. Sie deckt verschiedene Formen der sozialen Arbeit in und um Schule ab. An den Schnittstellen von Schule und Jugendhilfe, mit deren unterschiedlichen Rechts-, Organisations-und Leistungsbereichen fungiert sie als Verbindungsglied zwischen den Systemen.

Seit den 90er Jahren hat sich die Schulsozialarbeit für das System Schule generell geöffnet und hat ihre Zielgruppe um Lehrkräfte und Eltern erweitert. Sie bildet ein eigenständiges Dienstleistungsangebot der Jugendhilfe am Ort Schule und bietet spezielle Hilfen für das System Schule, Schulkinder und Eltern an. Sie unterstützt damit vielfältige Entwicklungsprozesse.


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Aufgabe der schulischen Eingliederungshilfe ist es, dabei zu helfen, behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche in die Schulgemeinschaft einzugliedern und ihnen dadurch die aktive und gleichberechtigte Teilhabe an Unterricht und Bildungsprozessen zu ermöglichen und sie in ihrem Lernen zu unterstützen. Um passgenaue Hilfen zu verwirklichen, bedarf es der verlässlichen, qualifizierten Kooperation zwischen Eingliederungshelfern/Eingliederungshelferinnen und den Lehrkräften der Lerngemeinschaft.

Schulische Eingliederungshilfe ist eine Einzelfallhilfe und muss im Saarland von den Erziehungsberechtigten oder der volljährigen Schülerin/dem volljährigen Schüler entweder beim Landesamt für Soziales (geistige und körperliche Behinderungen oder Sinnesbehinderungen) oder dem zuständigen Jugendhilfeträger (psychische Behinderung oder Bedrohung von psychischer Behinderung) beantragt werden.


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In Deutschland gibt es eine Reihe von Institutionen und Behörden, die sich jeweils mit Teilaspekten der Hochbegabtenförderung befassen. Im Saarland werden die verschiedenen Dienstleistungen aus einer Hand von der Beratungsstelle Hochbegabung in Dillingen angeboten.

Die Angebote der Begabtenförderung finden Sie auf der Webseite der
Beratungsstelle Hochbegabung Saarland


Ansprechpartner zum Thema Inklusion

Inklusion

Für Fragen zum Thema Inklusion stehen im Ministerium und in den Landkreisen/dem Regionalverband zahlreiche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung

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Inklusionsverordnung

Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung
(Inklusionsverordnung)