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Forschung und Technologie
 

Die Zukunft des Lehrens und Lernens - Forschungsinstitut Bildung Digital

(v. l. n. r.)  Universitätspräsident Prof. Dr. Manfred Schmitt, Prof. Dr. Julia Knopf, Prof. Dr. Antonio Krüger
(v. l. n. r.) Universitätspräsident Prof. Dr. Manfred Schmitt, Prof. Dr. Julia Knopf, Prof. Dr. Antonio Krüger

Digitale Medien erfassen alle Bereiche des täglichen Lebens. Sie halten mit rasender Geschwindigkeit Einzug in Kinderzimmer, Schule und Hochschule, Arbeit und Freizeit. Sie beeinflussen unser Verhalten, unsere Wahrnehmung und unsere Erwartungen. Für die Bildung liegen hier enorme Chancen, aber auch Risiken. Lehrende und Lernende jeden Alters stehen vor neuen Herausforderungen. Technisch möglich ist vieles, aber was ist sinnvoll?
 
Antworten auf diese Frage sucht seit November das Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD) an der Universität des Saarlandes. Erstmals schließen sich Fachdidaktiker und Informatiker in einem Institut zusammen, um gemeinsam zum Thema Digitalisierung und Bildung zu forschen. „Angesichts aktueller, bundesweiter Entwicklungen ist es wichtig, dass die zahlreichen Aktivitäten an der Universität, die es im Kontext von Digitalisierung und Bildung bereits gibt, gebündelt und ausgebaut werden“, sagt Prof. Dr. Julia Knopf, die gemeinsam mit ihrem Kollegen, Prof. Dr. Antonio Krüger, das Institut leitet. Die beiden Hochschulprofessoren kommen selbst aus zwei unterschiedlichen Disziplinen. Julia Knopf ist seit 2012 Inhaberin des Lehrstuhls Fachdidaktik Deutsch Primarstufe und widmet sich insbesondere der Erforschung digitaler Lehr- und Lernprozesse im Deutschunterricht. Antonio Krüger ist seit 2009 Professor für Informatik und Direktor des Innovative Retail Laboratory am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. „Gerade die enge Zusammenarbeit zwischen Fachdidaktik und Informatik birgt für die Erforschung des Themenfelds viel Potential. Das gibt es in Deutschland bislang noch viel zu selten“, ist Krüger überzeugt. Unterstützt werden die beiden Professoren von einem Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitern und einem Beirat aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Aufgaben für das Institut gibt es viele. Seitdem das Thema durch zahlreiche politische und außerpolitische Aktivitäten immer präsenter geworden ist, häufen sich auch die Fragen: Wie können Lehrerinnen und Lehrer digitale Medien wie Smartphone, Tablet, Whiteboard und Co. mit Erfolg im Unterricht einsetzen? Wie lassen sich neue Technologien wie Virtual- und Augmented Reality in sinnvolle Lehr-Lernarrangements einbetten? Was fördert Lernprozesse in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, was stört sie eher? Wie gehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene richtig und vernünftig mit digitalen Medien um, wie nutzen sie diese bestmöglich? Wie können in Schulen Informatikinhalte besser vermittelt werden?

Diese und weitere Fragen werden das Forschungsinstitut in den nächsten Jahren beschäftigen. Und jeder innerhalb und außerhalb der Universität ist eingeladen, sich zu beteiligen. „Wir sind immer auf der Suche nach Kooperationspartnern aus Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, die sich in ihrem jeweiligen Bereich für das Thema Digitalisierung und Bildung engagieren“, betont Knopf. Gerade der Austausch und die Kommunikation mit relevanten Akteuren im Saarland und darüber hinaus sind für die beiden Professoren zentral. Ob im saarländischen Digitalisierungsforum oder im bundesweiten Forum Bildung Digitalisierung – „Die Vernetzung innerhalb und außerhalb der Universität ist uns besonders wichtig. Nur so können wir einerseits auf die Aktivitäten des Forschungszentrums aufmerksam machen und andererseits aber auch neue Impulse für unsere tägliche Arbeit erhalten.“

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