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Sozialversicherung
 

Gesetzliche Rentenversicherung

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung wird eine zusätzliche Altersvorsorge in Zukunft immer wichtiger, um im Rentenalter den Lebensstandard halten zu können. Die Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2005“ (AVID 2005) belegt: 96 Prozent aller Männer und 98 Prozent aller Frauen der Geburtsjahrgänge 1942 bis 1961 verfügen bei Vollendung des 65. Lebensjahres über eigene Ansprüche auf eine gesetzliche Rente. Darüber hinaus können rund 40 Prozent aller Männer und 30 Prozent aller Frauen auch eine Betriebsrente erwarten. Mehr als die Hälfte aller Personen betreibt darüber hinaus private Altersvorsorge, wie z.B. im Rahmen der Riester-Rente, wie die Studie feststellt.

Zur Erhaltung des Lebenstandards im Rentenalter werden zukünftig alle drei Säulen der Alterssicherung benötigt. Um weiterhin das Versorgungsniveau im Alter zu sichern, wird seit 2002 die private und betriebliche Altersvorsorge stärker durch eine Zulage (als Grund- und Kinderzulage) bzw. eine steuerliche Unterstützung gefördert. Die mit der Förderung verbundenen Aufgaben wurden der Deutschen Rentenversicherung Bund als zentraler Stelle (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) übertragen.

Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung

Mit rund 38,5 Millionen pflicht- und freiwillig Versicherten ist die gesetzliche Rentenversicherung mit Abstand das größte soziale Sicherungssystem in Deutschland. Aktuell werden knapp 25 Millionen Renten ausgezahlt. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet Schutz gegen Risiken der Invalidität, Alter und Tod. Außerdem ist es ihre Aufgabe durch Maßnahmen der Rehabilitation bei Minderung der Erwerbsfähigkeit des Versicherten einer vorzeitigen Rentenzahlung entgegenzuwirken („Teilhabeleistung vor Rente“).
 
Weitere berufs- bzw. branchenbezogene Institutionen der staatlichen Altersicherung mit eigenen Rechtsgrundlagen sind die Beamtenversorgung, die Alterssicherung der Landwirte und berufsständische Versorgungswerke (im Wesentlichen) für Freiberufler.

Die Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung sind:

  • Erbringung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie ergänzende Leistungen (§ 9 SGB VI),
  • Gewährung von Renten an Versicherte wegen Alters, verminderter Erwerbsfähigkeit oder wegen Todes (§ 33 SGB VI),
  • Zahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner (§ 249 a SGB V, § 106 SGB VI, § 59 Abs. 1 Satz 1 SGB XI),
  • Aufklärung, Auskunftserteilung und Beratung Versicherter, Rentner und Arbeitgeber (§§ 13 – 15 SGB I).

Weitere Informationen gibt es im Internet:


Träger der gesetzlichen Rentenversicherung

Logo Deutsche Rentenversicherung

Seit 1. Oktober 2005 sind alle Träger der gesetzlichen Rentenversicherung - die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, die ehemaligen Landesversicherungsanstalten, die Seemannkasse, die Bundesknappschaft und die Bahnversicherungsanstalt - unter dem gemeinsamen Dach "Deutsche Rentenversicherung" tätig.

Ziel ist es, die Beratung und den Service noch besser auszubauen, Doppelstrukturen abzubauen, Verwaltungsverfahren zu optimieren, Kosten einzusparen.

Die Leistungen und Ansprüche von Rentnerinnen und Rentnern und Beitragszahlern haben sich durch die Organisationsreform nicht geändert.


Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung

Gesetzlich Rentenversicherte

Versicherungspflichtig sind grundsätzlich:

  • Auszubildende und abhängig Beschäftigte (§ 1 SGB VI),
  • bestimmte selbstständig Tätige – z.B. Lehrer und Erzieher, Handwerker – (§ 2 SGB VI)
  • sonstige Versicherte - z.B. nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, Wehr- oder Zivildienstleistende, Bezieher von Lohnersatzleistungen – (§ 3 SGB VI), auf Antrag Versicherungspflichtige (§ 4 SGB VI).

Beamte, selbständige Landwirte und Freiberufler gehören eigenen Sicherungssystemen an.


    Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung

    Die Finanzierung des Rentensystems beruht auf dem Umlageverfahren. Danach werden die Aufwendungen der Rentenversicherung aus den aktuellen Einnahmen bestritten. Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine Pflichtversicherung, die grundsätzlich an der Erwerbstätigkeit anknüpft. Ihre Finanzierung beruht auf zwei Grundlagen:

    • den Beiträgen, die bei den gegen Arbeitsentgelt beschäftigten Arbeitnehmern jeweils hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bis zur Beitragsbemessungsgrenze getragen werden (2014: Beitragssatz allgemeine Rentenversicherung 18,9 Prozent, knappschaftliche Rentenversicherung 25,1 Prozent), und
    • den Bundeszuschüssen aus dem Staatshaushalt.


    Aufsicht in der gesetzlichen Rentenversicherung

    Die Aufsicht über die Deutsche Rentenversicherung Saarland (bis 30. September 2005 Landesversicherungsanstalt für das Saarland) obliegt dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie . Die Aufsicht über die Unternehmen der privaten Altersvorsorge führt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin).

    Fragen zum Zulagenverfahren, der zulagengeförderten Altersvorsorge beantwortet die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen. 




    Kontakt

    Deutsche Rentenversicherung Bund
    Ruhrstraße 2
    10709 Berlin
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    Telefon
    (030) 865-1
    Telefax
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    Deutsche Rentenversicherung Saarland
    Martin-Luther-Straße 2 - 4
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    Pieperstraße 14 - 28
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    (0681) 4005-210
    Servicetelefon der Deutschen Rentenversichersicherung
    -kostenlos-
    Montag bis Donnerstag: 07.30 Uhr bis 19.30 Uhr
    Freitag: 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr
    Telefon
    (0800) 1000 48 070
    Telefax
    Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
    Graurheindorfer Straße 8
    53117 Bonn
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    (0228) 4108-1550

    Aufsichtsbehörde

    Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
    Abteilung D
    Dr. Peter Schichtel
    Leiter der Abteilung D
    Franz-Josef-Röder-Straße 23
    66119 Saarbrücken
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    (0681) 501-3143
    Telefax
    (0681) 501-3288

    Bürgertelefon

    Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
    Erreichbar: Montag bis Donnerstag, 8 bis 20 Uhr
    Telefon
    (01805) 676710
    Telefax
    (01805) 676717
    Deutsche Rentenversicherung Bund
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