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Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Ansiedlung Helmholtz-Zentrum: Bauminister Bouillon schließt Kaufvertrag über Erwerb von „Stuhlsatzenhaus“

Pressemitteilung vom 24.10.2017 - 13:45 Uhr
Bei der angestrebten Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums für IT-Sicherheit, einem der renommiertesten Forschungszentren weltweit, ist die Landesregierung – vorbehaltlich der Zustimmung des Parlaments – einen großen Schritt weiter gekommen: Bauminister Klaus Bouillon ist es gelungen, das Anwesen „Stuhlsatzenhaus“ zu erwerben - in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits bestehenden Institut für Cybersicherheit, CISPA, das somit wachsen und zum prestigeträchtigen Helmholtz-Zentrum werden soll.
„Mit Abschlusses des Kaufvertrages wurde eine erste entscheidende Weichenstellung für die Realisierung dieses wichtigen Projektes gestellt: Die Verantwortlichen können sofort in die konkrete Planung für einen ersten Erweiterungsschritt einsteigen, denn das Gelände verfügt bereits über einen Bebauungsplan, der nur angepasst werden muss“, erklärt Bauminister Bouillon. Ohne den Beginn der Baumaßnahmen zu gefährden, könne man dadurch nun mit weniger Druck angrenzende Bereiche auf ihre Umweltverträglichkeit überprüfen. 
Bouillon: „ Wir haben damit Zeit gewonnen, begünstigen ein schnelles Fließen der Bundesfördermittel. Trotzdem muss die Flächenerweiterung weiter vorangetrieben werden. “ 
Auch Umweltminister Reinhold Jost begrüßt die neuesten Entwicklungen: „Eine Erweiterung im Umfeld ‚Stuhlsatzenhaus‘ ist aus meiner Sicht eine gute Lösung, da auf dieser Fläche bereits Baurecht besteht. Wir wollen gemeinsam zur Strukturverbesserung des Landes beitragen. Mein Haus wird allerdings darauf achten, dass dabei die ökologischen Interessen gewahrt werden.“
 
Für Bauminister Bouillon ist die Ansiedlung des Helmholtz-Forschungszentrums, von dem es bislang 18 in Deutschland gibt, das „wichtigste Projekt des Saarlandes für die nächsten zwei Jahrzehnte.“
Minister Bouillon dazu: „Helmholtz ist international vernetzt, leistet als größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands hochkarätige Forschungsarbeit unter anderem im Bereich der Cyberkriminalität. Dies hat enorme Vorteile, auch was die Entwicklung der Kriminalitätsbekämpfung konkret bei uns vor Ort anbelangt: Gemeinsam mit Prof. Michael Backes sind Kooperationen mit unserer Polizei angedacht- ein unschätzbarer Vorteil, den wir ausschöpfen müssen.“
Bouillon weiter: „Wir erwarten mehrere Hundert neue Arbeitsplätze, viele neue Familien werden zu uns kommen. Dieser Qualitätssprung für den Standort Saarbrücken ist ein positiver Anreiz für die Studentinnen und Studenten, die schon bei uns sind, aber er wird auch ein Anziehungspunkt für junge Menschen sein, die einen attraktiven Studienplatz suchen - nicht nur im Bereich der Informatik.“
 
Der Minister sieht neben dem Imagegewinn für die Landeshauptstadt und das gesamte Saarland auch die wirtschaftlichen Faktoren, wie Ansiedlungen von neuen Industrien, Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieben als „wichtige Chance“.
„Wenn alles planmäßig läuft - vorbehaltlich der Zustimmung des Parlaments - könnte bereits 2019 mit den Baumaßnahmen begonnen werden“, führt Bouillon aus. 
Was die Entscheidung des Landtags anbelangt, der sich am 15. November 2017 hierzu entscheidet, gibt sich Bouillon zuversichtlich: „Wir sprechen bei diesem Projekt von der größten Zukunftschance für unser Landes. Diese wird wohl keiner verstreichen lassen.“