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Verkehr
 

Gefahren durch Wildtiere im Straßenverkehr

24.10.2018

Sinkende Temperaturen und kürzere Tage: Im Herbst erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen im Straßenverkehr. Viele Wildtiere verlagern in der kälteren Jahreszeit ihren Lebensraum. Dabei bewegen sie sich auf vertrauten Routen, den sogenannten Wildwechseln, die häufig auch Verkehrswege, wie Bundes- oder Landstraßen, kreuzen. Deshalb steigt das Risiko für Wildunfälle im Herbst deutlich an.

Wildtiere sind vor allem während der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs, also genau dann, wenn Berufspendler auf dem Weg zur Arbeit sind oder wieder nach Hause fahren. Sie können die Fahrbahn jederzeit ohne Vorwarnung überqueren. Gerade bei Straßen außerhalb von Ortschaften, auf denen höhere Geschwindigkeiten gefahren werden, sollten Autofahrer deshalb besonders aufmerksam sein. Dies gilt umso mehr, wenn diese Straßen durch Wälder oder entlang von Feldern führen.

Mögliche Gefahrenstellen an betroffenen Strecken sind durch das Gefahrenzeichen „Wildwechsel“ erkennbar. An diesen Streckenabschnitten sollten Autofahrer nicht nur mit angepasster Geschwindigkeit fahren, sondern auch den Fahrbahnrand im Auge behalten und sich darauf einstellen, jederzeit bremsen zu müssen.

Ein ausreichender Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen ist an neuralgischen Stellen besonders wichtig, damit es nicht zu Auffahrunfällen kommt, sollte das vorausfahrende Fahrzeug wegen Wild bremsen müssen oder sogar mit Wildtieren kollidieren.

Ist ein Tier bereits auf der Fahrbahn, dann sollten Autofahrer kontrolliert abbremsen, jedoch nicht anderweitig von der Fahrbahn abweichen. Die Scheinwerfer sollten abgeblendet und die Hupe betätigt werden, damit das Tier möglicherweise zurückweicht.

Kommt es zu einem Unfall, dann muss die Unfallstelle schnellstmöglich mit Warndreieck und Warnblinker abgesichert und die Polizei verständigt werden. Fahrerinnen und Fahrer sollten unbedingt die vorgeschriebene Warnweste tragen und sich abseits der Fahrbahn in Sicherheit bringen. Das angefahrene Tier sollte nicht berührt werden, da die Gefahr von Bissen oder der Übertragung von Krankheiten besteht.