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Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin
 

Internationale Konferenz ganz im Zeichen der Francophonie

16.10.2017 -

„Au-delà des frontières“, „overcoming borders“, „Grenzen überwinden“ – unter diesem Motto lud die Landesvertretung Saarland zusammen mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saarland internationales Fachpublikum und Gäste aus Bundestag,Bundesministerien und den Botschaften der Francophonie-Partnerländern zum Dialog über Mehrsprachigkeit, regionale Partnerschaften und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

'Grenzen überwinden' - die Abschlussrunde zur Internationalen Konferenz in der Landesvertretung Saarland
'Grenzen überwinden' - die Abschlussrunde zur Internationalen Konferenz in der Landesvertretung Saarland

Europastaatssekretär Roland Theis ließ es sich nicht nehmen, die Gäste, unter ihnen zahlreiche Exzellenzen aus den Partnerländern der Francophonie zu begrüßen und insbesondere die Bedeutung der ‚Frankreich-Strategie‘ für das Saarland und seine Nachbarn hervorzuheben.

Unter dem Titel „Mehrsprachig sein und mehrsprachig werden: Chancen und Herausforderungen für Politik und Gesellschaft, Bildung und Wissenschaft“ erörterte diesen Ansatz dann ein erstes Diskussionspanel aus pädagogischer und politischer Sicht. Mit der Frankreichstrategie präsentiert sich das Saarland als Brücke zwischen Deutschland und Frankreich. Die Frankreichstrategie ist eine Mehrsprachigkeitsstrategie, die darauf abzielt, dass binnen einer Generation neben der Weltsprache Englisch zusätzlich die Sprache des östlichen Nachbarn bereits sehr früh in Kindergarten und Grundschule unterrichtet und vor Ort verankert wird. Die große Resonanz auf die saarländische Strategie zeigte sich dabei nicht nur anhand des vollbesetzten Festsaales sondern auch durch die Auszeichnung der Frankreich-Strategie als ‚best-practice‘-Beispiel durch die Europäische Kommission. Die Frankreich-Strategie ist dabei ein wesentlicher Baustein beim Ziel, das Saarland zu einer europäischen Referenzregion zu entwickeln.

Wie wichtig es ist – ganz nach dem Motto der Konferenz – Grenzen zu überwinden und Partnerschaften auf Augenhöhe zu etablieren und dann auch zu pflegen, wurde im zweiten und dritten Teil der Veranstaltung sehr deutlich: Als Teil der Region mit der höchsten Pendlerdichte in ganz Europa gehören Austausch, Handel und Kooperation zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren des Saarlandes. Wie fatal eine wachsende Tendenz zu Abschottung und Protektionismus nicht nur für Kultur und Zivilgesellschaft, sondern insbesondere auch für die Wirtschaft wäre, erörterten dabei nicht nur die Podiumsgäste, sondern auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den lebhaften Gesprächsrunden, zu denen die Landesvertretung eigene Bereiche im Foyer eingerichtet hatte.

Resümee und Ausblick auf die weitere europäische und globale Entwicklung ‚au delà des frontières‘ bot dann die hochkarätige Schlussrunde, zu der Staatssekretär Roland Theis ihre Exzellenz die Botschafterin von Frankreich, Anne-Marie Descôtes, seine Exzellenz den Botschafter von Georgien, Lado Chanturia und seine Exzellenz den Botschafter der Gabunischen Republik, Jean Marie Maguena begrüßen konnte.

Einen besonderen ‚Gast‘ stellten Thomas Schuck, Geschäftsführer der GWSaar und sein Team in Berlin vor: Die virtuelle Assistentin ‚Sarah‘  präsentiert nun im Foyer der Landesvertretung den Wirtschaftsstandort Saarland und lädt dazu ein, sich näher mit der Attraktivität des Standortes und seinem Potential zu befassen und den persönlichen Kontakt zu den Ansprechpartnerinnen der GW Saar auch in Berlin zu suchen.