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60 Jahre Staatskanzlei des Saarlandes
 

Zeit des Friedens

Barocke Pracht und wirtschaftlicher Aufschwung

Im 18. Jahrhundert setzte wieder eine längere Phase des Friedens ein, die von den Landesherrschaften wie zum Beispiel Fürst Wilhelm-Heinrich von Nassau-Saarbrücken oder Gräfin Marianne von der Leyen  zum Aufbau und zur Entwicklung des Landes genutzt wurde. Mit ambitionierten und teuren Bauprojekten gestalteten sie ihre Residenzen. Barocke Schlösser und Kirchen prägen bis heute das Gesicht vieler saarländischer Städte. Mit dem Saarbrücker Schloss, der Ludwigskirche oder auch der Residenzstadt Blieskastel finden sich herausragende Beispiele barocker Baukunst an Saar und Blies.
Gleichzeitig modernisierten aufgeklärte Herrscher Wirtschaft und Gesellschaft etwa durch die Verbesserung des Landbaus, die Einführung der Schulpflicht, die Reform von Justiz und Verwaltung und die Gewährung religiöser Toleranz. Eisen- und Glashütten wurden gefördert und der Steinkohlebergbau unter staatlicher Obhut systematisiert. Die Straßen und Verkehrswege wurden ausgebaut und Saarbrücken an das Postsystem der Thurn und Taxis angeschlossen. Die Bevölkerung wuchs nach den Verheerungen im 17. Jahrhundert aufgrund hoher Geburtenüberschüsse und vermehrter Zuzüge von außen rapide an.