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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Ozonwerte im Saarland steigen – Umweltministerium informiert über Verhaltensregeln

21.06.2017
Bei der aktuellen Ozonkonzentration sollten erhebliche körperliche Anstrengungen im Freien vermieden werden, da bei empfindlichen Personen häufig Reizungen der Schleimhäute von Augen und Nase, Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit auftreten können.
Bei der aktuellen Ozonkonzentration sollten erhebliche körperliche Anstrengungen im Freien vermieden werden, da bei empfindlichen Personen häufig Reizungen der Schleimhäute von Augen und Nase, Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit auftreten können.

Für die Sommerzeit hoffen die meisten Saarländerinnen und Saarländer auf sonnige und heiße Tage, an denen man sich im Freien bewegen und erholen kann. Allerdings steigen nicht nur die Quecksilbersäulen im Thermometer. Mit der Hitze ist mittlerweile auch die Ozonkonzentration in der Luft saarlandweit angestiegen. Bei Ozon handelt es sich um ein Reizgas, das in hohen Konzentrationen die Atemwege schädigen kann. Im Saarland sind gestern in den Abend- und Nachtstunden an mehreren Orten Ozon-Stundenmittelwerte von über 180 µg/m3 gemessen worden. Auch heute ist landesweit mit erhöhten Ozon-Werten zu rechnen.

„Aufgrund der auch für die kommenden Tage vorhergesagten hochsommerlichen Temperaturen, verbunden mit viel Sonnenschein muss davon ausgegangen werden, dass die Ozonwerte weiter ansteigen werden“, warnt Umweltminister Reinhold Jost. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz werden die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt auf dem Laufenden halten und über erhöhte Ozonmesswerte im Saarland rechtzeitig informieren.

Übersteigt die stündlich gemessene Ozonkonzentration einen Wert von 180 µg/m3, informiert das LUA die Bevölkerung, da bei dieser Konzentration die Leistungsfähigkeit empfindlicher Menschen bereits beeinträchtigt werden kann. Nach dem Überschreiten der Informationsschwelle sollten ungewohnte und erhebliche körperliche Anstrengungen im Freien vermieden werden, da bei empfindlichen Personen häufig Reizungen der Schleimhäute von Augen und Nase, Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit auftreten können. Außergewöhnliche, sportliche Ausdauerleistungen sollten verlegt werden.
 Ab einem Stunden-Mittelwert von 240 µg/m3 werden Warnungen ausgesprochen, da ab dieser Konzentration generell Gefahr für die menschliche Gesundheit bestehen kann.


Hintergrund:
Ozon (O3) ist natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Es wird in der Stratosphäre gebildet und gelangt über Austauschprozesse in tiefergelegene, bodennahe Luftschichten (Troposphäre).
Zum natürlichen Ozongehalt der Luft kommt jenes Ozon hinzu, das aufgrund menschlicher Aktivitäten in der Troposphäre gebildet wird.
Es entsteht als Sekundärschadstoff unter Einwirkung von Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) aus Stickstoffoxiden (NOx) und leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen (VOC). Sowohl Stickstoffoxide wie auch leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe werden insbesondere vom Kfz-Verkehr, der Industrie und der fossilen Kraftwerkswirtschaft freigesetzt.

Die durch Ozon und andere Photoxidantien verursachten Beeinträchtigungen von Pflanzen reichen von erhöhter Anfälligkeit für Pilzbefall über nicht sichtbare Ertragseinbußen bis zu sichtbaren Schädigungen der Blattorgane.

Im Saarland überwacht das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) die Ozonkonzentration in der Luft an insgesamt 7 IMMESA-Messstationen (IMMESA = Immissionsmessnetz Saar). Die Messergebnisse der vorgenannten Stationen in Bexbach, Biringen, Dillingen, Saarbrücken (3), und Völklingen können online im Internet abgerufen werden (https://www.saarland.de/41137.htm).

In den zurückliegenden drei Jahren wurde im Saarland an insgesamt vier Tagen  an  insgesamt 2 Messstationen (Bexbach und Dillingen) der Informationsschwellenwert  von 180 µg/m3 überschritten. Der Warnschwellenwert von 240 µg/m3 wurde dabei nicht erreicht.
Weitere Informationen zum Thema Ozon sind auf folgenden Internetseiten des Umweltbundesamtes abrufbar:
http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/ozon