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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Power4Production: Kompetenzzentrum öffnet seine Pforten

06.10.2015
Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Prof. Wahlster vom DFKI und Prof. Müller vom ZeMa eröffnete Wirtschaftsministerin Rehlinger das neue Kompetenzzentrum Power4Production. Foto: © MWAEV
Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Prof. Wahlster vom DFKI und Prof. Müller vom ZeMa eröffnete Wirtschaftsministerin Rehlinger das neue Kompetenzzentrum Power4Production. Foto: © MWAEV

Gemeinsam mit Prof. Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), Prof. Rainer Müller vom Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik(ZeMa) und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer eröffnete Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger das Kompetenzzentrum Power4Production. Bereits beim Industriekongress des Wirtschaftsministeriums im April hatte Rehlinger die Eröffnung von Power4Production angekündigt. Nur ein halbes Jahr später öffnet P4P bereits seine Pforten.

Im Mittelpunkt des Zentrums steht die intelligente Vernetzung von Produkten und Produktionsumgebungen der industriellen Wertschöpfung. P4P soll den Unternehmen Hilfestellungen bei dem Prozess der Werksdigitalisierung geben. Die direkte Kommunikation zwischen Werkstück und Maschine und Mensch-Roboter-Kommunikation (MRK) in Verbindung mit sogenannten Cyber-Physischen-Produktionssystemen ist nur ein Teilbereich dieses Prozesses. Dazu kommen Fragestellungen rund um Themen wie robuste Netze, Cloud-Computing und Energieeffizienz in der Produktion.
Die wissenschaftliche Arbeit am Zentrum soll einen aktiven Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der saarländischen Industrie leisten. Das DFKI und das ZeMA ergänzen sich in idealer Weise in ihren Kompetenzen aus Informatik, Künstlicher Intelligenz und Ingenieurwissenschaften.

Mitarbeiter der beiden Institute werden gemeinsam am Standort des ZeMA in Saarbrücken für P4P arbeiten. Die Staatskanzlei und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr sehen in dem neuen Zentrum einen wichtigen Beitrag, um den Forschungsstandort Saarland weiter zu stärken und zu profilieren.

Sie sehe Industrie 4.0 als „echtes Zukunftsthema unseres Landes“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Die zunehmende Digitalisierung der Produktion gebe auch den kleinen und mittleren Unternehmen neue Möglichkeiten: „Das gilt vor allem für den Maschinen- und Anlagenbau, für Elektrotechnik und Automobilwirtschaft, die im Saarland stark vertreten sind. Industrie 4.0 kann auf diesen Gebieten einen echten Wachstumsschub auslösen, sowohl durch besseren Ressourceneinsatz als auch durch eine noch stärkere Kundenorientierung durch kleine Losgrößen und individuelle Produktgestaltung.“
Das Kompetenzzentrum Power4Production werde dabei helfen, der mittelständischen Wirtschaft den Zugang zur Digitalisierung zu erleichtern. Es sei somit „ein Herzstück unserer industriepolitischen Strategie und damit auch ein Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“. Rehlinger: „ZeMA und DFKI werden ihre Erfahrung einbringen, um nah an der betrieblichen Praxis Problemlösungen für die Produktion zu finden. Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und Führungskräfte aus Unternehmen können dafür sorgen, für Industrie 4.0 im Saarland die notwendige breite Basis zu schaffen.“

„Wenn sich zwei so leistungsfähige Partner wie das DFKI und das ZeMA, die wir seit Jahren aktiv begleiten und unterstützen, zusammen tun und ihre nachweislich überragenden Kompetenzen bündeln, wird auch das Ergebnis des Zusammenschlusses überzeugen“, so Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Ich bin mir sicher, dass mit dem Kompetenzzentrum Power4Production ein aktiver Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Saarland geleistet und somit ein wichtiger Impuls zur Entwicklung unseres Bundeslandes erbracht werden kann. Hier wird die Brücke geschlagen von der Forschung in die Industrie.“

Das neue Zentrum wird durch die Professoren Müller und Wahlster gleichberechtigt geleitet. Die Schwerpunkte werden neben der Forschung im Themengebiet Industrie 4.0 der Aufbau eines Unternehmensnetzwerks sein, welches aktuelle Herausforderungen aus der betrieblichen Praxis bearbeitet. Ergänzt werden soll das Leistungsspektrum von P4P durch Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und Führungskräfte aus Unternehmen.