Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Zwischenergebnisse der Staub-Messungen in Kleinblittersdorf zeigen unterdurchschnittliche Schadstoff-Belastung

25.10.2018
© Fotolia
© Fotolia

Nach sechs Monate dauernden Messungen des Staubniederschlags in Kleinblittersdorf liegen jetzt die Zwischenergebnisse vor. Diese Messergebnisse weisen auf eine für das Saarland eher unterdurchschnittliche Staubbelastung in Kleinblittersdorf hin. Um eine abschließende Beurteilung vornehmen zu können, muss ein ganzes Jahr gemessen werden. Anlass für die Messungen war die Sorge Kleinblittersdorfer Bürger, gesundheitsgefährdenden Emissionen des Alu-Werks in Großblittersdorf ausgesetzt zu sein. 

Demnach liegt bei Aluminium die gemessene Belastung bei ca. 20 % des Mittelwertes der anderen Staubniederschlagsmessstellen des saarländischen Immissionsmessnetzes IMMESA. Die Grenzwerte nach TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) werden bei allen Staub-Inhaltsstoffen deutlich unterschritten.
Eine Ausnahme bildet die gemessene Cadmium-Belastung an der Messstelle in Auersmacher. Der Anteil von Cadmium im Staubniederschlag beträgt dort 3,21 µg/(m2*d). Der Jahresgrenzwert nach TA Luft  liegt bei 2 µg/(m2*d). Der gemessene Cadmium-Wert in Kleinblittersdorf ist dagegen mit 0,79 µg/(m2*d) unauffällig. Dies deutet auf einen singulären Eintrag durch eine niedrige Emissionsquelle in der Nähe der Messstelle hin. Denkbar wäre z.B. die Verbrennung von lackiertem Holz. Ältere Lacke haben einen relativ hohen Cadmium-Gehalt.

Dieser Wert muss also weiter beobachtet werden. Das Jahresmessergebnis bleibt somit abzuwarten. Cadmium ist aber kein typischer Luftschadstoff, der von Aluminiumgießereien emittiert wird. Ein Zusammenhang mit dem Betrieb der Fonderie Lorraine in Großblittersdorf kann daher ausgeschlossen werden.

In Kleinblittersdorf gibt es seit geraumer Zeit Beschwerden wegen Umwelteinwirkungen durch den Betrieb der Alugießerei auf französischer Seite in Großblittersdorf, unter anderem durch diffuse Staubemissionen der Anlage.
Bürgermeister Stephan Strichertz hatte sich daher an Umweltminister Reinhold Jost gewandt und um die Durchführung von Staubniederschlagsmessungen in Kleinblittersdorf gebeten. Minister Jost hatte daraufhin das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz mit der Durchführung von zwölfmonatigen Staubniederschlagsmessungen in Kleinblittersdorf beauftragt.

Gemessen wird seit April an zwei Messpunkten, an einem Messpunkt im Ortsteil Kleinblittersdorf und an einem Messpunkt im Ortsteil Auersmacher. Gemessen wird der Staubniederschlag nach dem so genannten Bergerhoff-Verfahren, einschließlich der Staubinhaltsstoffe Aluminium, Arsen, Cadmium, Kobalt, Chrom Kupfer, Nickel, Blei, Antimon, Thallium und Zink.