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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Laufende Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in der Region werden weiter intensiviert

Pressemitteilung vom 17.09.2018 - 10:00 Uhr

Nach dem Fund von mehreren mit afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweinen in Belgien mahnt der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, erneut zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgte der Eintrag des Virus in den Wildschweinbestand rund 60 Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt, durch die unachtsame Entsorgung von kontaminierten Lebensmittelresten aus einem der von ASP betroffenen osteuropäischen Staaten. Damit schaffte der ASP-Erreger erstmals den Sprung von mehreren 100 Kilometern bis nach Westeuropa.
Die zuständigen saarländischen Behörden bereiten sich mit vielfältigen Maßnahmen bereits seit dem vergangenen Jahr auf einen möglichen Ausbruch der für den Menschen vollkommen ungefährlichen ASP vor. Für Wild- und Hausschweine nimmt die Krankheit in der Regel einen tödlichen Verlauf. Zu den Präventionsmaßnahmen der Veterinärbehörden gehören insbesondere: ein verstärktes Monitoring von Wildschweinen auf ASP, die Ausweitung der Biosicherheitsmaßnahmen bei Hausschweinbeständen, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Jagdverbänden im Saarland zur Kontrolle der Wildschweinbestände, eine Informationskampagne zur Entsorgung von Reiseproviantresten für Fernfahrer und Touristen entlang der Fernstraßen und an Rastplätzen im Saarland.
Minister Jost fordert nochmals alle Saarländer, vor allem auch Urlauber und Fernfahrer auf den Fernrouten zwischen dem Saarland und Osteuropa auf, die folgenden Hinweise zu beachten:
 Bringen Sie keine tierischen Produkte, vor allem kein Schweinefleisch und keine Wurstwaren oder Jagdtrophäen aus von ASP betroffenen Regionen mit.
 Wildschweine oder Hausschweine dürfen keinesfalls Lebensmittelabfälle fressen oder damit gefüttert werden! Das gilt auch für Hobbyschweine und Wildschweine in Wildparks.
 Entsorgen Sie Lebensmittel, vor allem aus Schweinefleisch, grundsätzlich in geschlossenen Abfallbehältern. Lebensmittelreste gehören auch nicht auf Ihren Komposthaufen im Garten.
 Sollten Sie ein totes Wildschwein auffinden, informieren Sie bitte den Jagdpächter, das zuständige Forstamt oder das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV). Außerhalb der üblichen Dienstzeiten der Behörden wenden Sie sich an die örtlich zuständige Polizeidienststelle.
Das Umweltministerium befindet sich in enger Abstimmung mit dem zuständigen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Der Austausch mit den betroffenen jagd- und landwirtschaftlichen Verbänden im Saarland ist gewährleistet.

Weitergehende Informationen zur Afrikanischen Schweinepest und zur aktuellen Seuchenlage in Europa finden Sie auf der Homepage des Friedrich-Löffler-Instituts:
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

Die Informationsbroschüre des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz bezüglich der Beprobung von Fallwild:
https://www.saarland.de/232215.htm

Die Vorschriften zur Einfuhr von Lebensmitteln tierischen Ursprungs aus Nicht-EU-Ländern im Reisegepäck sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eingestellt:
https://www.bmel.de/DE/Tier/TierhandelTransport/_Texte/ErzeugnisseTierischenUrsprungs.html;jsessionid=A66FCAFE71453473E800A4903D0E7ACC.1_cid358
Flyer mit Informationen in sechs Sprachen sowie die wichtigsten FAQ zur ASP stellt das BMEL unter folgendem Link als Druckversion zur Verfügung:
https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ASP.html