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Flüchtlinge und Integration
 

Sprachmittler/Dolmetscher

Wozu Sprachmittler/innen gebraucht werden:

  • Im Kontakt zwischen Migrantinnen und Migranten und Institutionen kommt mitunter keine Kommunikation zustande, wenn die Deutschkenntnisse der Kund/innen (noch) nicht ausreichen. Sprachliche und soziokulturelle Unterschiede können die Kommunikation aber auch in der Weise behindern, dass es zu Missverständnissen kommt. Daraus resultieren Fehler mit meist unabsehbaren Folgen.
  • Doch nur für wenige Sprachen von Migrantengruppen in Deutschland gibt es die Möglichkeit einer Dolmetscherausbildung. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Saarbrücker Initiative Migration und Arbeitswelt, sima, die Teil der EQUAL- Entwicklungspartnerschaft inBeZ ist, den Zertifikatslehrgang „Sprachmittler/in (IHK)“ auf den Weg gebracht.
  • Das Curriculum haben das Zuwanderungs- und Integrationsbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken und das Dolmetscherinstitut an der Universität des Saarlandes (Lehrstuhl Prof. Dr. Steiner) in Kooperation mit der Saarbrücker FITT GmbH entwickelt. In zwei Lehrgängen haben sie das Konzept gemeinsam mit der IHK erprobt und optimiert.

 

Wo Sprachmittler/innen beispielsweise eingesetzt werden können:

  • In der Behördenkommunikation
  • Bei Beratungsgesprächen, im sozialen Bereich, im Gesundheitswesen, im Gemeinwesen
  • Bei Elterngesprächen, in Kindertageseinrichtungen und Schulen
  • Bei Informationsveranstaltungen und Informationsgesprächen

 

Was die Sprachmittler/innen mitbringen:

Der Lehrgang „Sprachmittler/in (IHK)“ versteht sich als Praxismodell des Community Interpreting, das in klassischen Einwanderungsländern wie Australien und Kanada erfolgreich praktiziert wird. Die Sprachmittler/innen sind in rund 200 Stunden in folgenden Inhalten geschult worden:

Das bringen sie mit:

  • Sie überbrücken sprachliche und kulturelle Hürden und verkürzen somit den Kommunikationsprozess erheblich.
  • Sie kennen Strukturen und Verwaltungsabläufe und ermöglichen den Zugang zu den Angeboten der Institutionen.
  • Sie verfügen über Dolmetsch- und Übersetzungstechniken und die Grundlagen der interkulturellen Kommunikation.
  • Sie haben berufsethisches Wissen (Rolle des Dolmetschers, Neutralität, Schweigepflicht).


Angebot:

  • Viele Einrichtungen, Beratungsstellen und Behörden sind noch nicht darauf eingestellt, gezielt ausgebildete Dolmetscher/innen einzusetzen, damit die Kommunikation reibungslos abläuft. Dies ist jedoch in einer ständig internationaler werdenden Gesellschaft unabdingbar.
  • Für Einrichtungen, die sich auf diesen Weg machen möchten, bieten nun die ersten Sprachmittler/innen ihre Dienstleistungen in Saarbrücken und darum herum an.
  • Der Richtwert für das Dolmetscherhonorar beträgt 25 € pro angefangene Stunde, ist jedoch auch von den Anforderungen des jeweiligen Auftrags abhängig. Bei längeren Fahrten kommt Fahrgeld hinzu.

Kontakt:

Die Sprachmittler/innen arbeiten selbstständig und können direkt unter den angegebenen Adressen angefragt werden. Diese Adressen und Ansprechpartner finden Sie in der rechten Spalte.

 

 

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