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Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
 

IMMESA-Jahresbericht 2017 veröffentlicht

Messstation Völklingen
Messstation Völklingen

Der IMMESA-Jahresbericht dokumentiert die Ergebnisse der Luftschadstoffmessungen im Saarland für das Jahr 2017 und zeigt die Entwicklung der Luftbelastung seit Aufnahme der Messungen im Jahr 1984.

Die Luftbelastung im Jahr 2017 lässt sich wie folgt charakterisieren:
An den 11 IMMESA-Messstationen wurden für die Parameter Schwefeldioxid, Feinstaub (PM10, PM2.5), Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Benzol sowie für die Inhaltsstoffe im Feinstaub (PM10) – Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Benzo(a)pyren – keine Überschreitungen von gesetzlichen Beurteilungswerten beobachtet. Eine der Ursachen für die positive Entwicklung der Luftbelastung im Jahr 2017 waren die Witterungsbedingungen: vor allem in den Wintermonaten November und Dezember war es deutlich zu trüb und zu nass, so dass wintertypische Inversionswetterlagen, die normalerweise mit hohen Schadstoffbelastungen einhergehen, nicht aufgetreten sind.
Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid an der Verkehrsmessstation in Saarbrücken erreichte im Jahr 2017 einen Wert von 36 µg/m³und liegt damit unter dem seit 2010 gültigen Jahresgrenzwert von 40 µg/m³. Da dieser Grenzwert in vorangegangenen Jahren überschritten war, wurde im Jahr 2012 ein Luftreinhalteplan für die Stadt Saarbrücken veröffentlicht (https://www.saarland.de/luftreinhalteplan.htm). Trotz der Verbesserung der Luftqualität ist  - aufgrund der Ergebnisse einer Messreihe mit Passivsammlern an verschiedenen Punkten in der Innenstadt von Saarbrücken - nicht auszuschließen, dass der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid auch 2017 nicht in der gesamten Innenstadt eingehalten werden kann. Hierzu sind weitere Maßnahmen erforderlich, wie sie im Luftreinhalteplan Saarbrücken dargelegt wurden.
Beim Ozon gab es aufgrund der regnerischen Witterung im Sommer 2017 nur an 2 Tagen im Juni eine Überschreitung des Informationsschwellenwertes von 180 µg/m³. Der maximale 1-Stunden-Wert betrug 202 µg/m³. Der Alarm-Schwellenwert von 240  µg/m³wurde an keiner Messstation erreicht.