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Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
 

IMMESA-Jahresbericht 2016 veröffentlicht

Der IMMESA-Jahresbericht dokumentiert die Ergebnisse der Luftschadstoffmessungen im Saarland für das Jahr 2016 und zeigt die Entwicklung der Luftbelastung seit Aufnahme der Messungen im Jahr 1984.

Die Luftbelastung im Jahr 2016 lässt sich wie folgt charakterisieren:

An den 12 IMMESA-Messstationen wurden für die Parameter Schwefeldioxid, Feinstaub (PM10, PM2.5), Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Benzol sowie für die Inhaltsstoffe im Feinstaub (PM10) – Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Benzo(a)pyren – keine Überschreitungen von gesetzlichen Beurteilungswerten beobachtet. Eine der Ursachen für die positive Entwicklung der Luftbelastung im Jahr 2016 war die Witterung im ersten Halbjahr, die vor allem durch viel Regen und wenig Sonnenschein geprägt war.

Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid an der Verkehrsmessstation in Saarbrücken erreichte im Jahr 2016 einen Wert von 39 µg/m³und liegt damit unter dem seit 2010 gültigen Jahresgrenzwert von 40 µg/m³. Da dieser Grenzwert in vorangegangenen Jahren überschritten war, wurde im Jahr 2012 ein Luftreinhalteplan für die Stadt Saarbrücken veröffentlicht (https://www.saarland.de/luftreinhalteplan.htm). Aufgrund der Ergebnisse einer Messreihe mit Passivsammlern an verschiedenen Punkten in der Innenstadt von Saarbrücken ist jedoch nicht auszuschließen, dass der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid auch 2016 nicht in der gesamten Innenstadt eingehalten werden kann. Hierzu sind weitere Maßnahmen erforderlich, wie sie im Luftreinhalteplan Saarbrücken dargelegt wurden.

Bedingt durch die bis Juli herrschende regnerische und sonnenscheinarme Witterung gab es beim Ozon im Jahr 2016 nur an 1 Messstation eine Überschreitung des Informationsschwellenwertes von 180 µg/m³, die zudem mit einem maximalen 1-Stunden-Wert von 182 µg/m³sehr knapp ausfiel. Der Alarm-Schwellenwert von 240  µg/m³wurde an keiner Messstation erreicht.