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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Keine Hasenpest im Saarland: Totes Kaninchen mit RHD-Virus infiziert

Pressemitteilung vom 13.11.2017 - 10:40 Uhr

Es war nicht die Hasenpest, die den Tod von Wildkaninchen im Raum Lebach verursacht hat. Die Untersuchung eines der verendeten Kaninchen in einem Koblenzer Labor hat jetzt ergeben, dass das Tier mit dem für Menschen ungefährlichen RHD-Virus 2 infiziert war, auch Chinaseuche genannt. Jäger hatten einen  Ausbruch der auf Menschen übertragbaren Tularämie oder Hasenpest befürchtet. 

Eine Infektion mit dem RHD-Virus 2 kann zwar auch zum plötzlichen Tod der Tiere führen, ist aber keine meldepflichtige Tierkrankheit.
Anders ist das bei der Tularämie: Die Tularämie ist eine Zoonose, d.h. eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung. Sie unterliegt der Meldepflicht nach der Tierseuchenerregerverordnung.
Der Erreger der Tularämie ist ein Bakterium: Francisella tularensis. Viele Wildtiere können an Tularämie erkranken, bzw. ein Reservoir sein. Sehr empfänglich sind Feldhasen, aber auch Wildkaninchen können erkranken. Der Erreger ist hoch infektiös.