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Naturschutz
 

Mobilitätsstudie Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Am Montag, den 26. Oktober 2015, wurde die Mobilitätsstudie Nationalpark Hunsrück-Hochwald, die das Büro Planersocietät aus Dortmund im Auftrag des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums und unter finanzieller Beteiligung und in Abstimmung dem saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erstellt hat, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Basierend auf dem rheinland-pfälzischen und dem saarländischen Landeskonzept zur Einrichtung des Nationalparks wurde die Mobilitätsstudie mit dem Schwerpunkt auf Freizeit- und Naturverkehre erarbeitet.
Die vorgestellte Mobilitätsstudie bildet eine erste Grundlage zum Ausbau einer zukunftsfähigen und umweltgerechten Mobilität im Nationalpark.

Im Rahmen der Nationalparkakademie wurde sie öffentlich vorgestellt. Hier kamen die Bürger zu Wort. Hier konnten Kritik, Anregungen und Ideen zur Überarbeitung geäußert werden, die sowohl den Freizeit- und Naturverkehr als auch den Alltagsverkehr betreffen. Sie muss jetzt weiterentwickelt und mit den Bedürfnissen und Wünschen von Gästen und Anwohnern abgestimmt werden. Der kommunalen Nationalpark-Versammlung kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

Wie kommt der Tagesgast aus Saarbrücken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hunsrückhaus? Wie kommt der Bahnreisende zu seinem Hotel oder Ferienwohnung und wie kann er sich in der Nationalparkregion bewegen? Zu Fragen wie diesen liefert die Studie des Büros Planersocietät eine erste Planungsgrundlage. Die Studie stellt fest, dass das Busangebot gerade an Sonn- und Feiertagen sehr eingeschränkt ist, also an den Tagen mit besonderer Bedeutung für den Freizeitverkehr. Das Planungsbüro schlägt ein touristisches Busverkehrskonzept mit Nationalparkbuslinien vor. Sie sollen das bestehende Busnetz ergänzen. So sollen die zukünftigen Nationalparktore, viele Freizeitziele und Traumschleifen im Verkehrsnetz eingebunden werden, wie dies zum Beispiel bei der Buslinie R200 am Keltenpark in Otzenhausen bereits heute der Fall ist.
Dieses Konzept soll nun in weiteren Schritten ausgearbeitet werden. So erschweren bislang verschiedene Tarifzonen dem Gast die Nutzung des ÖPNV. Ein Hunsrück-Pass könnte zukünftig den Gästen die kostenlose Nutzung von Bahn- und Buslinien in der Nationalparkregion ermöglichen. Das ist zu prüfen.

Die Studie stellt auch fest, dass die Barrierefreiheit an Haltestellen verbessert werden muss. Neu anzuschaffende Nationalparkbusse sollen daher Niederflurbusse auf neuestem technischen Stand sein.

Wanderern bietet sich bereits ein umfangreiches Netz an zertifizierten Wanderwegen oder Traumschleifen. Die Studie zeigt, dass ohne größeren Aufwand Traumschleifen an neue freizeitoptimierte ÖPNV-Linien angebunden werden können.

Daneben kann auch Elektromobilität im Nationalpark neue Möglichkeiten schaffen, sich individuell zu bewegen. Die Studie schlägt vor, an Bahnhöfen und vielgenutzten Parkplätzen Elektrofahrzeuge für Car-Sharing sowie Schnelllademöglichkeiten anzubieten. Dies ermöglicht das Umsteigen auf Elektrofahrzeuge oder das Aufladen zum Beispiel während der Wanderung einer Traumschleife.

Auf Grundlage der Studie werden die rheinland-pfälzischen und saarländischen Umwelt- sowie Verkehrsministerien und das Nationalparkamt weitere Gespräche mit den für Mobilität zuständigen Akteuren in der Nationalpark-Region in beiden Ländern führen.

Das Nationalparkamt wird in der Kommunalen Nationalpark-Versammlung, bestehend aus Vertretern der Landkreise, der Verbands- und Ortsgemeinden sowie Bürgerinnen und Bürgern, das Mobilitätskonzept und die Vorschläge zur Umsetzung beraten.

Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat D/3
Dr. Volker Wild
Landschaft, Fischerei und Umweltbildung
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4747

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