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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

„Gute Straßen“: Investitionen auf Rekordniveau

Pressemitteilung vom 11.04.2019 - 12:00 Uhr
Verkehrsministerin Anke Rehlinger und Werner Nauerz, Leiter des Landesbetriebs für Straßenbau, stellten das Bauprogramm für die Bundes- und Landesstraßen in diesem Jahr vor. Foto: © MWAEV
Verkehrsministerin Anke Rehlinger und Werner Nauerz, Leiter des Landesbetriebs für Straßenbau, stellten das Bauprogramm für die Bundes- und Landesstraßen in diesem Jahr vor. Foto: © MWAEV

Auch dieses Jahr erreichen die Investitionen in das saarländische Straßennetz Rekordniveau, so Verkehrsministerin Anke Rehlinger bei der Pressekonferenz zum Bauprogramm 2019.

Rund 21,3 Mio. Euro stehen in diesem Jahr für den Erhalt der saarländischen Landstraßen zu Verfügung. Unter dem Label „Gute Straßen“ hatte Verkehrsministerin Anke Rehlinger im letzten Jahr das millionenschwere Investitionsprogramm gestartet.

„1.430 Kilometer Landstraßen – damit haben wir es hier im Saarland zu tun. Diese Straßen müssen ordentlich sein und ihren Zweck erfüllen: Damit die Saarländerinnen und Saarländer von A nach B kommen. Unser Straßennetz instand zuhalten, ist  zudem nicht nur gesetzlicher Auftrag, sondern eine Voraussetzung für einen funktionierenden modernen Wirtschaftsstandort! Mit unserem Investitionsprogramm ‚Gute Straßen‘ wollen wir diesem Anspruch gerecht werden und das Streckennetz kontinuierlich verbessern und ergänzen.“

Insgesamt sind in diesem Jahr rund 50 größere Landstraßenprojekte geplant, bei denen das Volumen größer als 100.000 Euro ist. In diesem Jahr soll es zum ersten Mal mehrere grundhafte Erneuerungen geben. Nachdem im letzten Jahr  mit der L133 zwischen Marpingen und Berschweiler lediglich eine grundhafte Erhaltungsmaßnahme durchgeführt wurde, sind in diesem Jahr gleich acht solcher Maßnahmen vorgesehen. Dabei werden keine reinen Deckenmaßnahmen durchgeführt, bei denen der Fahrbahnzustand oberflächlich verbessert wird, sondern der Zustand der Fahrbahn wird dauerhaft und grundlegend verbessert.“

Bei einer grundhaften Erneuerung wird der gesamte Asphaltoberbau herausgefräst. Die Schottertragschicht wird aufgebrochen, verfestigt und wieder aufgebaut. Der Höhenverlauf der Fahrbahn wird neu geplant und die Fahrbahnneigungen werden den aktuellen Richtlinien angepasst. Auf folgenden Strecken ist eine grundhafte Erneuerung in diesem Jahr vorgesehen:

  • L115 Bexbach bis Wellesweiler
  • L128 Wemmetsweiler bis Stennweiler
  • L133 Dirmingen bis Berschweiler
  • L250 St. Ingbert bis Dudweiler
  • L292 Mainzweiler bis Abgang L 130
  • L316 Wolfersweiler bis Landesgrenze
  • L352 Bedersdorf – Kerlingen - Gisingen
  • L365 Steinberg – Reidelbach – Wadrill

Rehlinger: „Ohne die harte Arbeit des LfS kämen Landes- und Bundesmittel nicht auf die Straße. Wer für die Saarländerinnen und Saarländer bei jedem Wetter auf der Straße schafft, hat Respekt für seine Arbeit verdient.“

Auch die Erhaltungsmittel für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen bleiben im Saarland mit rund 65,1 Mio. Euro. weiterhin auf hohem Niveau. Die Gesamtinvestitionen des Bundes einschließlich des Betriebsdienstes belaufen sich im Jahr 2019 auf insgesamt rund 100 Mio. Euro.

Rehlinger: „Dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) ist es in den vergangen Jahren trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelungen, die hohen Mittelzuweisungen fast vollständig zu verausgaben. So hat der LfS im letzten Jahr 94,15 Prozent aller Mittel seiner Zweckbestimmung entsprechend ausgegeben.“

Wichtigste, herausragende Projekte im Bereich der Bundesstraßen sind 2019 die Grunderneuerungen

  • A1 AS Primstal und der AS Hasborn, Fahrtrichtung Saarbrücken
  • A1 AS SB-Burbach – AS SB von der Heydt, Fahrtrichtung Saarbrücken
  • A1 AS Tholey – AS Eppelborn, Fahrtrichtung Trier
  • A8 AS Rehlingen – AS Merzig, beide Fahrtrichtungen

Ein weiterer Schwerpunkt wird der Ausbau der AS Homburg mit Verteilerfahrbahn, Neubau Kreuzungsbauwerk und Neubau der Auf- und Abfahrten mit Baubeginn im Herbst dieses Jahres sein.

Auch im Bereich der Bundesstraßen wird den Ortsdurchfahrten eine hohe Priorität eingeräumt. So werden in diesem Jahr Teilbereiche der OD Wolfersweiler (B41), der OD Völklingen (B51) und der OD Lebach (B269) zur Sanierung vorbereitet.

Das herausragende Bauprojekt des Brückenbaus wird 2019 der Ersatzneubau der Grumbachtalbrücke sein. Nachdem in 2018 die Vorarbeiten durchgeführt wurden, wurde nun der Bauauftrag für Abbruch und Neubau der Grumbachtalbrücke erteilt. Die Auftragssumme liegt bei ca. 70 Mio. Euro.

Rehlinger: „Bauarbeiten finden natürlich nicht unbemerkt statt. Und Baustellen werden nicht jedem gefallen. Aber es ist unvermeidbar, wenn wir gute Straßen wollen. Unsere Profis vom Straßenbau machen sich zusammen mit den Experten bei Kreisen und Kommunen Gedanken darüber, wie man mit dem vorhandenen Geld am meisten erreicht, ohne dass die Berufspendler allzu sehr von Baustellen genervt werden. Auch die Belange von Gastronomie oder Handel werden berücksichtigt.“

Nicht zuletzt sei alles eine Frage der Kapazität: Auch mit der Bauwirtschaft hat Verkehrsministerin Rehlinger daher Gespräche geführt, um reibungslose Abläufe zu garantieren – gerade auch im Hinblick auf einen Investitionssprung im nächsten Jahr: „2020 haben wir insgesamt 33,7 Mio. Euro für die Erhaltung der Landstraßen zur Verfügung. Das ist ein Plus von  12,4 Mio. Euro oder rd. 60 Prozent gegenüber diesem Jahr. Dann werden ganze Streckenzüge von Grund auf erneuert. So wird gewährleistet, dass unser Netz den Anforderungen der erhöhten Verkehrsbeanspruchung auch längerfristig gerecht wird.“ Die Vorbereitungen für die höheren Investitionen ab 2020 seien deshalb bereits angelaufen und werden auch in diesem Jahr systematisch weitergetrieben.