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Saarland Industrieland
 

Leichtbau – ein Schwergewicht für das Auto der Zukunft

19.06.2019

Wie meistern wir die Transformation zu klimafreundlicher Mobilität und sichern gleichzeitig Beschäftigung und Wirtschaftswachstum in der Automobil- und Zuliefererindustrie? Dieser Frage geht die Workshop-Reihe „Auto der Zukunft“ von Wirtschaftsministerium und autoregion e.V. nach. Am Mittwoch, 19. Juni, startete die zweite Runde der Reihe – dieses Mal zum Thema Leichtbautechnologie.

„Das Auto von Morgen soll im Saarland gebaut werden. Ich möchte hier keinen Kulturkampf – weder gegen das Auto, noch gegen den Klimawandel“, so Staatssekretär Jürgen Barke. „Das Auto wird auch in Zukunft eines unserer wichtigsten Fortbewegungsmittel bleiben. Gleichzeitig setzen wir alles daran, den Klimawandel aufzuhalten und unsere natürlich Ressourcen zu erhalten. Gerade im Transportbereich kann der Leichtbau dafür eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts werden.“

Forschung zur Leichtbautechnologie wird seit über 40 Jahren betrieben. Aktuell erfährt die Technologie in Folge der Verbreitung von Elektromobilität ein erstarktes Interesse: Durch den Einsatz von Leichtbautechnologie lässt sich das Gewicht der Auto-Karosserien reduzieren und somit das Mehrgewicht der Batterie ausgleichen. Aber auch bei Zügen, Flugzeugen und Schiffen trägt eine Gewichtsverminderung dazu bei, dass weniger Kraftstoff verbraucht und somit das Klima geschont wird.
Im Bereich der Luftfahrt beispielsweise führt eine Verminderung des Gewichts um 100 kg dazu, dass auf einer 100 km langen Flugstrecke 5,5 Liter Kerosin und 14 kg CO2-Emmissionen eingespart werden. Für die Strecke Saarbrücken-Berlin würde dies eine Einsparung von rund 80 kg CO2 bedeuten.

Staatssekretär Jürgen Barke: „Bei der Leichtbautechnologie handelt es sich um ein echtes Querschnittsthema. Daher sind Netzwerke und die Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft unerlässlich, um dieses Thema weiter voran zu treiben.“
Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik waren der Einladung zu dem Workshop gefolgt. Der erste Workshop hatte im März zum Thema Wasserstoff stattgefunden. Ein weiterer Workshop ist im Herbst zum Thema Elektromobilität vorgesehen. Die Ergebnisse der Workshops sollen inhaltlich in eine Zuliefererkonferenz einfließen, die für Ende des Jahres geplant ist.