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Energie
 

Der Saarländische Energiebeirat - Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Konventionelle Kraftwerke wie das in Ensdorf leisten einen Beitrag zur Netzstabilität und zur Versorgungssicherheit. Foto © Iris Maurer
Konventionelle Kraftwerke wie das in Ensdorf leisten einen Beitrag zur Netzstabilität und zur Versorgungssicherheit. Foto © Iris Maurer

Dem Saarländischen Energiebeirat gehören Vertreter der Landesregierung und der Energiewirtschaft, von Verbänden, Kammern, Gewerkschaften und Wissenschaft an. Aufgabe des von Wirtschaftsminister Heiko Maas eingesetzten Gremiums ist es, das fachliche Know-how zu bündeln, um für die Zukunft des Industrielandes Saarland eine energiepolitische Strategie zu entwickeln. Der Beirat berät die Landesregierung, insbesondere auch im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende auf regionaler Ebene. Inzwischen haben die Arbeitsgruppen „Ausbau Erneuerbarer Energien und Speicher“ sowie „Kraftwerksstandort Saar“ Ergebnispapiere vorgelegt.

Sicher, nachhaltig, bezahlbar

„Die Energiewende im Saarland soll sicher, nachhaltig und bezahlbar bleiben. Dazu hat die Landesregierung die Weichen gestellt. Das saarländische Kraftwerks-Know-how im Bereich der konventionellen Energieträger soll dabei den Ausbau der regenerativen Energien ergänzend begleiten und das Saarland so dauerhaft als Energieland stärken. Wir bekennen uns ausdrücklich dazu, 20 Prozent der benötigten elektrischen Energie im Saarland bis zum Jahr 2020 regenerativ zur Verfügung zu stellen. Insbesondere der Ausbau von Photovoltaik- und Windenergieanlagen spielt hierbei eine tragende Rolle.“ Dieses Fazit zog der Wirtschaftsminister bei der Vorstellung der Papiere. Maas kündigte zudem an, dem Speicherbereich in Zukunft eine wichtigere Rolle zukommen zu lassen: „Das Saarland verfügt auf dem Gebiet der Energiespeicherung bereits über wesentliche Kompetenzen. Wir wollen sie noch ausbauen, indem wir entsprechende F&E-Aktivitäten unterstützen. Unser Ziel ist es, das Saarland zu einem Vorreiter im Bereich der Speichertechnologien zu machen.“

Kraftwerkslandschaft modernisieren

Im Energiebeirat wurden die Möglichkeiten der Absicherung und Modernisierung des Kraftwerksstandortes Saar diskutiert. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen falle es den Betreibern der konventionellen Kraftwerke an der Saar zunehmend schwer, mittelfristige Planungen auf den Weg zu bringen, erklärte Maas. Ziel sei es jedoch, „die Flexibilität des Kraftwerksparks zu erhöhen und die Energieversorgung im Land mit den vorhandenen Kapazitäten dauerhaft sicherzustellen“. Begrüßt würden daher die Aktivitäten der regionalen Kraftwerksbetreiber, die ihre Anlagen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten weiter modernisierten. Ersatzinvestitionen würden von der Landesregierung ausdrücklich begrüßt. Um die Rahmenbedingungen für solche Vorhaben zu verbessern, werde man sich auf europäischer und nationaler Ebene mit für verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen einsetzen.

Energieminister Maas: „Die saarländische Kraftwirtschaft verfügt über wesentliche Stärken: ein enormes technisches Know-how und eine gute Anbindung der Anlagen in die regionale, nationale und europäische Netzinfrastruktur. Unsere Kraftwerke an der Saar haben stabilisierende Effekte auf die Übertragungsnetzebene in Süddeutschland und bieten der saarländischen Industrie im Hochspannungsnetz Versorgungssicherheit. Sie punkten im Wettbewerb mit Retrofit-Maßnahmen, die die Wirkungsgrade erhöhen, und dienen der ressourcenschonenden Fernwärmeversorgung als Rückgrat. Wir wollen die Betreiber dabei unterstützen, all diese positiven Punkte in der Zukunft noch auszubauen.“ Heiko Maas: „Die saarländische Landesregierung bekennt sich zur Energiewende und damit zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zur Optimierung der Möglichkeiten von Speichertechnologien. Zugleich vertreten wir aber ebenso die Auffassung, dass fossil befeuerte Kraftwerke für das Industrieland Saarland eine besondere Bedeutung besitzen. Deshalb werden wir diese auch in Zukunft aktiv unterstützen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist mit dem Blick dafür zu betreiben, dass die energieintensiv produzierende Industrie weiterhin prägender Faktor für das ökonomische und beschäftigungsseitige Wohlergehen des Landes bleibt.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Nicola Saccà
Referat F/1 - Grundsatzfragen der Energie- und Klimaschutzpolitik
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken
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