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Politik & Verwaltung
 

Fechinger Talbrücke: Erste Pfeilerverstärkung läuft an

Pressemitteilung vom 02.05.2016 - 08:45 Uhr

Die Arbeiten an der gesperrten Fechinger Talbrücke kommen in eine neue Phase. Seit Montag, 3. Mai, werden die Pfeiler verstärkt. Dies geschehe im Vorgriff auf die eigentlichen Verstärkungsarbeiten, um bereits jetzt ein möglichst hohes Sicherheitsniveau zu erreichen, erklärte Verkehrsministerin Anke Rehlinger. Bei den aktuellen Maßnahmen werden im Innern der Pfeiler zusätzliche Stahlelemente angebracht, die nach den Berechnungen der Statiker zusätzlich zur bereits abgeschlossenen Reduzierung des Eigengewichts die Stabilität des Bauwerks wesentlich verbessern.

Diese Stahlteile werden verschraubt. Daher würden auch Bohr- und Schleifarbeiten notwendig, die mit unvermeidbarer Geräuschentwicklung verbunden seien, teilte der Landesbetrieb für Straßenbau mit. Die Anlieger werden um Verständnis gebeten.

Die Überprüfung der statischen Berechnungen läuft unterdessen auf Hochtouren. „Die bisherigen Resultate zeigen, dass der Plan einer Teilöffnung für den Pkw-Verkehr realistisch ist“, sagte die Ministerin Sie bleibe bei der Devise „Sicherheit geht vor!“. Erst wenn Klarheit über die Statik herrsche, könne über die Freigabe entscheiden werden: „Ich brauche von Gutachtern und Prüfingenieuren das verbindliche Signal, dass das erforderliche Sicherheitsniveau vorhanden ist“, betonte sie. Der angepeilte Termin „Mitte Mai“ könne noch erreicht werden. Es sei „dringend notwendig, für Verkehrsteilnehmer und betroffene Anwohner die Situation möglichst schnell zu verbessern“.

Wenn alles so läuft wie vorgesehen, kann ab Ende des Jahres auch wieder Lkw-Verkehr über die Fechinger Talbrücke fließen. Der geplante Neubau wird dann in den nächsten Jahren nicht zu wesentlichen Behinderungen führen. Wenn auch bei diesem 60-Millionen-Projekt für Planung, Genehmigung und Bau ein Zeitraum von mindestens acht Jahren angesetzt werden muss, so wird es nach der Einschätzung der Fachleute Einschränkungen des Verkehrs auf der alten, dann verstärkten Brücke allenfalls während der Bauarbeiten geben, also in etwa fünf Jahren. Vollsperrungen sollen ganz vermieden werden.