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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Ein neues Gesicht für die Bergehalde Maybach

30.08.2013, 00:00 Uhr
Sie nahmen Plan und Halde gemeinsam in Augenschein (von links): Bernd Müller, Rolf Schultheis, Rudolf Krumm, Heiko Maas und Friedrich Breinig. Foto ©  Becker&Bredel
Sie nahmen Plan und Halde gemeinsam in Augenschein (von links): Bernd Müller, Rolf Schultheis, Rudolf Krumm, Heiko Maas und Friedrich Breinig. Foto © Becker&Bredel

Die künftige Nutzung ehemaliger Bergbauflächen wird konkreter. Für die Halde Maybach in Friedrichsthal gibt es bereits ein ausgeklügeltes Konzept. Wirtschaftsminister Heiko Maas sieht im vernünftigen Umgang mit Immobilien und Flächen der stillgelegten Grubenstandorte eine „große Herausforderung der nächsten Jahre“. Daher informierte er sich aus erster Hand über die Pläne des Unternehmens RAG Immobilien für die Bergehalde Maybach. Zusammen mit dem Friedrichsthaler Bürgermeister Rolf Schultheis ließ er sich Details des Konzepts präsentieren.
 
Mit Millionen-Investitionen will die RAG Immobilien der Bergehalde ein völlig neues Gesicht geben. Dazu gehören eine Fotovoltaikanlage und ein Gewerbegebiet, aber auch eine Grünzone mit Erholungswert. Bürgermeister Schultheis bescheinigte den Verantwortlichen beim Regionalverband, dass sie das Thema Solarstrom frühzeitig auf die Tagesordnung gesetzt und ein Kataster für Fotovoltaikstandorte auf den Weg gebracht hätten. Wirtschaftsminister Maas hob die Bedeutung des Projektes „Stadtbalkon Maybach“ als Ideengeber für andere Städte und Gemeinden hervor. Das Konzept könne auch auf viele andere Flächen im Saarland angewandt werden, die demnächst aus der Bergaufsicht entlassen würden. Die Bebauung der Halde Maybach zeige einen praktikablen Weg. Dass dies auch vom Eigentümer so gesehen wird, bestätigte der Regionalbeauftragte Saar der RAG, Friedrich Breinig.

Hinter der Planung stehen drei Säulen, wie Rudolf Krumm, Repräsentant Saar der RAG Montan Immobilien, bei einem Vor-Ort-Termin darstellte: Fotovoltaik und  Gewerbegebiet sowie Naherholungs- und Freizeitflächen oder Raum für Forst- und Landwirtschaft. Bernd Müller, Projektleiter Flächenentwicklung von RAG Montan Immobilien, erläuterte, was es mit dem Begriff „Stadtbalkon“ auf sich hat. Es handelt sich um eine Aussichtsplattform auf dem verlängerten Haldenkopf. Das Gewerbegebiet sei mit seinen rund 180.000 Quadratmetern vor allem für größere Unternehmen geeignet. Investititonen in die Infrastruktur, also Straßen, Versorgung und Kanal, hielten sich daher in Grenzen, und die Kosten für diesen Teil der Halde seien mit 5 Millionen Euro eher gering.

Im Hinblick auf unterschiedliche Meinungen zur Fotovoltaik verwiesen Krumm und Schultheis auf die Beschlüsse der Stadträte von Friedrichsthal und Sulzbach, wonach die Solarmodule lediglich auf Friedrichsthaler Bann stehen sollen.

Stadt Friedrichsthal

Stadt Friedrichsthal

Das Rathaus. Foto © Stadtverwaltung