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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Umweltministerium fördert Wegeausbau in der Gemeinde Oberthal-Gronig mit 113.200 Euro

Pressemitteilung vom 01.02.2019 - 11:00 Uhr
Umweltstaatssekretär Roland Krämer, der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Oberthal-Gronig, Klaus-Peter Müller, und der Bürgermeister der Gemeinde Oberthal, Stephan Rausch, bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.
Umweltstaatssekretär Roland Krämer, der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Oberthal-Gronig, Klaus-Peter Müller, und der Bürgermeister der Gemeinde Oberthal, Stephan Rausch, bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Umweltstaatssekretär Roland Krämer hat dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Klaus-Peter Müller, und dem Bürgermeister der Gemeinde Oberthal, Stephan Rausch, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 113.200 € für das Zusammenlegungsverfahren in Oberthal-Gronig überreicht. „Im Rahmen des Verfahrens werden Maßnahmen im Wegebau durchgeführt, die Begrünung der Landschaftswege forciert und Projekte für Freizeit und Erholung geplant und umgesetzt. Das gelingt nicht von heute auf morgen, aber die Arbeit lohnt sich. Denn am Ende werden sich die Lebensverhältnisse der Menschen in und um Oberthal-Gronig verbessern“, so Krämer.

Die Zuwendung dient der integrierten ländlichen Entwicklung nach dem Flurbereinigungsgesetz und umfasst zwei Baumaßnahmen. Der Verbindungsweg von Oberthal nach Alsweiler wird auf einer Länge von 1,45 km ausgebaut. Neben der Verlagerung des landwirtschaftlichen Verkehrs wirkt der Ausbau positiv auf die Bereiche Tourismus und Naherholung. So steht auch die Anbindung der historischen Ausgrabungsstätte Wareswald, des Hofgutes Imsbach und der Johann-Adams-Mühle an den Wendelinus Rad- und Wanderweg auf dem Plan. Im zweiten Schritt wird die Erschließung der in Alsweiler gelegenen landwirtschaftlichen Flächen realisiert.

Die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen gestaltete sich in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger. So sind von den 51 in den 60er Jahren gezählten landwirtschaftlichen Betrieben heute nur noch 13 vorhanden. In der Folge bewirtschaften die Betriebe teilweise mehr als 100 ha Land. Um einen solchen Flächenumfang überhaupt noch bewältigen zu können, müssen leistungsfähige  Maschinen angeschafft werden, die nur auf größeren Bewirtschaftungseinheiten sinnvoll einzusetzen sind. „Genau hier knüpft das Flurbereinigungsverfahren an. Kleinteiliger Grundbesitz wird zu größeren Einheiten zusammengelegt und es werden Wege für die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge geschaffen.  Als positiver Nebeneffekt wird der landwirtschaftliche Verkehr in den Wohngebieten deutlich reduziert und die Anwohner entlastet“, so der Staatssekretär abschließend.

Zusammengenommen hat die Flurbereinigung in der Gemeinde Oberthal einen Gesamtumfang von rund 5,6 Mio. Euro. Bislang wurden Wege im Umfang von rund 2 Mio. Euro ausgebaut. Der Abschluss des Zusammenlegungsverfahrens ist im Jahre 2025 zu erwarten.