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Saarforst Landesbetrieb
 

Waldlehrpfad der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Aktuell: Poster Tannenzapfen

Diese und weitere Fragen rund um den Wald beantwortet der Waldlehrpfad in Poster Format, den wir Ihnen hier nach und nach vorstellen werden.

Warum dreht der Ahorn durch?

Ahorn,  Quelle: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Kennen Sie die Früchte des Ahorns, auch Nasenzwicker genannt? Die Früchte des Ahorns sind vielen als „Nasenzwicker“ bekannt. Kinder setzen sie sich beim Waldspaziergang gern auf die Nase. Es handelt sich bei den kleinen Propellern aber keineswegs um Spielzeug. Die aerodynamische Form des biologischen Hubschraubers sorgt dafür, dass sich die Früchte durch den Wind verbreiten. Je nach Windrichtung kann das Verbreitungsfeld so groß sein wie ein Fußballfeld. Wird eine der propellerartigen Früchte vom Wind ergriffen, kann sie eine Geschwindigkeit von bis zu 16 Umdrehungen pro Sekunde erreichen.

Wie kommt man eigentlich an den Ahornsirup?

Bei unseren heimischen Bäumen gar nicht. Der Ahornsirup ist der eingedickte Saft des Zucker-Ahorns, einer nordamerikanischen Ahornart. Wärmt die Sonne im Frühjahr tagsüber die Luft, aber friert nachts noch der Boden, fangen die Bäume an, Nährstoffe aus den Wurzeln in die Blätter zu transportieren. Bohrt man den Stamm der Bäume nun an, kann man einen Teil des Baumsaftes entnehmen, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Durch anschließendes Kochen karamellisiert der im Saft befindliche Zucker und es entsteht ein dickflüssiger Sirup mit dem charakteristischen Aroma.


Wetten, dass Sie noch nie einen Tannenzapfen gefunden haben?

Tannenzapfen Bild: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Denn: Tannenzapfen fallen nicht als Zapfen zu Boden, sondern nur ihre einzelnen Schuppen. Wer Tannenzapfen sammeln will, muss sich ordentlich strecken oder mit einer Leiter hoch hinaus. Die aufrecht am Baum stehenden Tannenzapfen fallen nämlich nur in Einzelteilen zu Boden. Wer den ganzen Zapfen haben möchte, muss ihn direkt vom Baum pflücken. Zapfen, die man als Ganzes aufsammeln kann, sind meistens Fichtenzapfen.

Und wie unterscheiden sich die Zapfen am Baum?

Fichten haben hängende Zapfen und werfen diese ab. In einem Fichtenwald kann man daher jede Menge länglicher Fichtenzapfen auf dem Boden finden. Die Zapfen der Tanne jedoch stehen aufrecht auf den Zweigen. Ein Tannenzapfen fällt niemals ganz vom Baum, sondern wirft nur einzelne Schuppen ab. Das „Gerippe“ bleibt aber am Zweig.


Waldposterserie

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