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Saarforst Landesbetrieb
 

Verjüngung des Waldes ist das Ziel

Ein wissenschaftliches Pilotprojekt der Unversität Göttingen vergleicht Waldstücke, die sich selbst überlassen und die eingezäunt sind.

31.07.2017

Wie entwickelt sich der Wald mit und ohne Wild? Nicht nur die Göttinger widmen sich dieser Studie. Wildbiologen der Uni Dresden sind an Bord, ebenso die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW). Mit "Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern" ist das bundesdeutsche Modellprojekt überschrieben. Die natürliche Vielfalt wird durch diverse Faktoren beeinflusst, so Gangolf Rammo, Mitarbeiter des Projektes im saarländischen Umweltministerium. Die Art der Bewirtschaftung nennt er als Beispiel, aber auch unnatürlich hohe Bestände an Schalwild-Arten, wie Rehwild.

Das Projekt bietet die Chance auf eine Verfügung des Waldes und es weist die Möglichkeit auf, die Vegetation mit und ohne Wildeinfluss zu dokumentieren.

Eine Teilfläche, rund 100 Quadratmeter, ist wilddicht eingezäunt, eine weitere benachbarte gleich große Fläche mit den identischen äußeren Bedingungen wir nur markiert, bleibt für das Wild zugänglich. Beide Terrains sollen wissenschaftlich miteinander verglichen werden.

Auf eine Blick:
Bei den Bezirken, die die Wissenschaftler aus Göttingen untersuchten, handelte es sich um die Privatwälder von Boch (Hausbach, Britten, Saarhölzbach), Privatwlad Forstgut Hundscheid (Saarhölzbach, Serrig), sowie die Staatswaldkomplexe "Bachemer Kammerforst", "Lutwinuswald" (Mettlach-Orscholz) sowie "Schwarzbruch" (Perl). Das Projekt ist auf sechs Jahre angelegt. Auf allen Flächen registrieren die Wissenschaftler jährlich die Vegetation. Baum- und Straucharten werden getrennt voneinander aufgenommen.